Laura Mengel

Laura Mengel aus Elsoff

Mein Name ist Laura Mengel und ich bin einer der beiden deutschen Leiter des Young-Ambassadors-Programms. Ich werde in diesem Jahr 25 Jahre alt, bin Grundschullehrerin und unterrichte derzeit die Fächer Deutsch und Englisch. Darüber hinaus bin ich seit über zehn Jahren als ehrenamtliche Mitarbeiterin in meiner Gemeinde und im Kirchenkreis tätig. Meine Heimatgemeinde ist die Lukas-Kirchengemeinde, wo ich im Moment vor allem in der Konfirmanden- und Jugendarbeit zu finden bin. Zudem bin ich seit etwa einem Jahr auch Mitglied unseres Bevollmächtigten-Gremiums.

Tatsächlich ist es für mich nicht das erste Mal, dass ich an diesem Programm teilhaben darf. Bereits in den Jahren 2011/ 2012 durfte ich meine Gemeinde als junge Botschafterin der fünften Generation vertreten und habe dabei viele unvergessliche Erlebnisse und Eindrücke mitgebracht. Es ist etwas ganz besonderes, das Leben und den Glauben auf einem anderen Kontinent aus nächster Nähe zu erleben. Besonders eindrücklich war und ist für mich aber der Zusammenhalt, der in den einzelnen Generationen entsteht und der über alle Generationen hinweg geht. Man ist Teil einer großen Familie.

Auch unsere siebte Generation ist nun ein Teil davon und wird im Laufe der nächsten zwei Jahre noch weiter hineinwachsen. Ich empfinde es als Privileg, die Gruppe bei dieser Reise zu begleiten und ein Teil davon zu sein

Und nach dem Amerika-Aufenthalt?

Etwas ganz besonderes war es für mich, zu beobachten, wie die Jugendlichen immer mutiger wurden und in ihrem Selbstvertrauen wuchsen - sowohl auf deutscher als auch auf amerikanischer Seite. Immer wieder wurden bis dahin bestehende persönliche Grenzen überschritten. Ruhigere Teilnehmer sprachen am Ende der drei Wochen wie selbstverständlich vor der ganzen Gruppe. Einige sprangen über ihren eigenen Schatten und probierten typisches amerikanisches Essen, wie den Marshmallow-Süßkartoffel-Auflauf. Oder sie meisterten trotz Höhenangst den Hochseilgarten in Merom. Auch die Herausforderung, eine fremde Sprache zu sprechen, wurde immer wieder angenommen. Selbst wenn die Kommunikation dabei vielleicht nicht immer beim ersten Versuch gelang und die Vokabeln mal fehlten, wurde nie aufgegeben. Dafür probierten sich andererseits auch die Amerikaner immer wieder an schwierigen deutschen Wörtern.

Jeder brachte sich mit seinen - zum Teil sogar neu entdeckten - Fähigkeiten in die Gruppe ein und trug so zum Gelingen des Programms und zur Entstehung neuer Freundschaften bei. Ich hoffe und wünsche mir, dass jeder etwas für seinen weiteren Lebensweg aus diesem Programm mitnehmen kann.