Keine Glaubensüberprüfung

Der Wittgensteienr Flüchtlingspfarrer Peter Liedtke brachte den Antrag des Theologsichen Ausschusses bei der Kreissynode ein.

Nachdem sich der Theologische Ausschuss des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein auf Antrag der Berleburger Kirchengemeinde mit dem Thema beschäftigt hatte, bezog jetzt die Kreissynode in Bezug auf die behördliche Überprüfung von Taufen bei Geflüchteten, die nach Deutschland gekommen sind klar Stellung.

„Soweit es für rechtliche Belange relevant ist, kann natürlich durch staatliche Behörden überprüft werden, ob die Taufe wirklich erfolgt ist und ob es eine intensivere Vorbereitung gegeben hat. Ebenso ist es überprüfbar, ob ein Getaufter am Gemeindeleben teilnimmt. Eine Überprüfung des Glaubens verbietet sich grundsätzlich und theologisch, da Glaube eine Beziehung ist, die Gott stiftet und die sich ereignet zwischen Gott und dem einzelnen Menschen. Dieses Glaubensgeschehen ist uns unverfügbar und entzieht sich daher jeglicher menschlichen Prüfung. Die Kreissynode Wittgenstein bittet die Landessynode, sich dieses Anliegen zu eigen zu machen und auf politischer Ebene für den Schutz der Religionsfreiheit und die Unterbindung der Praxis einer Glaubensprüfung einzutreten.“

Einstimmig unterstützte die Wittgensteiner Kreissynode dieses Ansinnen, Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller nahm das Wittgensteiner Anliegen ausdrücklich gern mit nach Bielefeld.