Wahlen

Superintendent Stefan Berk begrüßte bei der Synode des Wittgensteiner Kirchenkreises seine neugewählten Stellvertreter: Der Laaspher Pfarrer Dieter Kuhli (links) ist nun Synodalassessor, der Schmallenberger Pfarrer Peter Liedtke (rechts) aus der Kirchengemeinde Gleidorf ist Stellvertreter des Synodalassessors.

Aufgrund der notwendigen Struktur-Überlegungen für die Berleburger Region des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein hatte sich Berleburgs einzige Pfarrerstellen-Inhaberin Claudia Latzel-Binder im vergangenen Herbst aus dem Amt der Synodalassessorin zurückgezogen. Der Synodalassessor ist der Stellvertreter des Superintendenten. Seit dieser Zeit hatte Dieter Kuhli als stellvertretender Assessor diese Aufgabe für den Kirchenkreis übernommen.

Bei der Sommersynode des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein standen nun Wahlen auf der Tagesordnung. Als Erstes die zum Assessor, diesmal gab es zwei Männer als Bewerber. Der Nominierungs-Ausschuss unter Vorsitz der Laaspherin Monika Benfer hatte im Vorfeld mit Dieter Kuhli und Peter Liedtke gesprochen. Aus der Synodenversammlung kamen keine weiteren Vorschläge. Für beide Bewerber stimmt: langjähriger Pfarrer in einer Gemeinde, selbst in den 50ern, verheiratet und Vater dreier Kinder. Die Unterschiede finden sich eher in den Details.

Der 58-jährige Dieter Kuhli ist seit 25 Jahren reformierter Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Laasphe, zudem ist er der Stellvertreter des Synodalassessors, Vorsitzender des Theologischen Ausschusses im Kirchenkreis, Vorsitzender des Trägerkreises „Reformiertes Gemeindeforum Südwestfalen“, außerdem hat er die Beauftragung des Kirchenkreises für Angelegenheiten des Reformierten Bundes inne.

Der 55-jährige Peter Liedtke ist seit 21 Jahren lutherischer Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Gleidorf in Schmallenberg. Er ist Mitglied im Theologischen Ausschuss des Kirchenkreises sowie im Wittgensteiner Finanzausschuss, er hat die Beauftragungen des Kirchenkreises für Kindergottesdienst und Kirchentag inne.

In der Assessoren-Wahl setzte sich Dieter Kuhli mit 31 Stimmen durch, Peter Liedtke erhielt in diesem Durchgang 18 Stimmen. Bei der anschließenden Wahl des stellvertretenden Synodalassessors erhielt Peter Liedtke als einziger Bewerber 48 Stimmen.

Die übrigen Unterpunkte an dieser Stelle der Tagesordnung waren eher Formalitäten. Nach dem Weggang des Finanzausschuss-Vorsitzenden Oliver Günther im Winter, suchte dieses wichtige, aber dünn besetzte Gremium nach neuen Leuten. Hier arbeiten jetzt der Wemlighäuser Bodo Manche, der Banfer Pfarrer Peter Mayer-Ullmann und der Erndtebrücker Ralf Strupat mit. Diese wurden von der Synode als Mitglieder bestätigt. Den kommissarischen Vorsitz des Ausschusses hat Heike Jung, bei einer der nächsten Sitzung wird der oder die neue Vorsitzende gewählt.

Einstimmig bei zwei Enthaltungen wurde dem Laaspher Pfarrer Steffen Post als einzigem Bewerber die kreiskirchliche Beauftragung für Missionarische Dienste anvertraut. Nach dem Weggang des Berleburger Pfarrers Frank Schröder hatten Steffen Post und sein Erndtebrücker Kollege Stefan Turk diese Aufgabe kommissarisch wahrgenommen.

Nach der Verabschiedung des Laaspher Kurseelsorgers Johannes Weissinger sind dessen kreiskirchlichen Beauftragungen für Friedensarbeit, Dialog Christen und Juden sowie für den Islam ausgelaufen. Da Johannes Weissinger jedoch unbestrittener Fachmann auf all diesen Gebieten ist und weiterhin in Bad Berleburg wohnt, sprach sich die Synode einstimmig dafür aus, dass der Pfarrer diese Beauftragungen auch zukünftig für den Wittgensteiner Kirchenkreis wahrnimmt.

Ebenfalls einstimmig wurde die Alertshäuserin Anke Althaus-Aderhold in den Ausschuss für missionarische Dienste nachberufen, genau wie die Banferin Silke Stenger in den Ausschuss „Kinder – Jugend – Familie“.