Aussendung der Ngerengere-Gruppe

Martin Ahlhaus, Christine Liedtke, Claudia Latzel-Binder und Oliver Lehnsdorf wurden jetzt bei der Synode mit einem Reisesegen von Dieter Kuhli  (von links) verabschiedet. Bis zum 4. Juli werden sie in Tansania die Geschwister im Wittgensteiner Partnerkirchenkreis Ngerengere besuchen.

Bei der Sommersynode gab Pfarrer Dieter Kuhli aus dem Kreissynodalvorstand der Wittgensteiner Kirchenkreis-Gruppe, die sich auf den Weg nach Ngerengere in Tansania macht, einen Reisesegen mit auf den Weg. In den vergangenen Wochen war der afrikanische Partnerkirchenkreis wieder ganz deutlich im Bewusstsein der evangelischen Hochsauerlänbder und Wittgensteiner.

Wie in den vergangenen Jahren rief auch diesmal der Partnerschaftsausschuss des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein dazu auf, die Passionszeit zu nutzen, um Kollekten für den Hungerfonds zu sammeln. Damit unterstützen die heimischen Evangelischen zwischen Wenholthausen und Wunderthausen den Partnerkirchenkreis in Ngerengere.

Durch Klima-Veränderungen hat die Zahl der Missernten auch in Tansania zugenommen. Inzwischen ist es regelmäßig so, dass die Ost-Afrikaner den Hilfsfonds in Anspruch nehmen müssen. Knapp unter 2000 Euro sind auf diese Art zusammengekommen: Unterschiedliche Passionskollekten in den Evangelischen Kirchengemeinden von Wittgenstein und Hochsauerland erbrachten 1659,62 Euro, außerdem gab es noch eine Einzelkollekte in Höhe von 135,40 Euro aus der Kirchengemeinde Wunderthausen/Diedenshausen und eine Privatspende über 190 Euro.

Nicht ausdrücklich für den Hungerfonds, aber generell für die Partnerschaftsarbeit mit Tansania war die Kollekte bei der Wittgensteiner Kreissynode bestimmt. Knapp über 300 Euro kamen hier zusammen. Am Sonntag, 22. Juni, ist die kreiskirchliche Kollekte in allen Kirchen des Kirchenkreises Wittgenstein für diesen Zweck bestimmt. Das trifft sich gut, denn tags drauf am Montag, 23. Juni, macht sich eine Wittgensteiner Delegation auf den Weg nach Tansania. Damit erwidern sie einen Besuch vor zwei Jahren, bei dem vier Menschen aus dem Kirchenkreis Ngerengere in der Diözese Morogoro der Evangelical Lutheran Church in Tanzania zu Gast in Deutschland waren.

Hier vor Ort ist der Partnerschaftsausschuss an vielen Stellen sehr aktiv, erst beim Berleburger Brotmarkt hatte er seinen Stand aufgebaut, der Taschen-Verkauf für Tansania ist legendär. Seine Altersstruktur hat allerdings dazu geführt, dass diesmal ausschließlich Pfarrer nach Ngerengere fahren. Neben dem Ausschuss-Vorsitzenden, Pfarrer Oliver Lehnsdorf aus Oberndorf, sind das seine Kolleginnen Claudia Latzel-Binder aus Bad Berleburg und Schulpfarrerin Christine Liedtke aus Schmallenberg sowie Martin Ahlhaus, der beim Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) für die Kirchenkreise Iserlohn, Lüdenscheid-Plettenberg, Siegen und Wittgenstein zuständig ist. Unterschiedliche Dinge werden die deutschen Besucher mit ihren Gastgebern besprechen.

Breiten Raum nehmen das Thema „Schule“ und die die damit direkt verbundenen, bewährten Schüler-Stipendien für inzwischen 22 tansanische Jugendliche ein. Aber es gibt auch neue Überlegungen, wie man die christlichen Geschwister befähigen kann, ohne Hilfe von außen das eigene Leben zu gestalten. Unterschiedliche Gedanken hat sich der Partnerschaftsausschuss zum Thema gemacht, diese werden nun in Ngerengere mit den Menschen vor Ort diskutiert. Zwölf Tage lang ist die Delegation in Tansania, bevor sie am Freitag, 4. Juli, ihre Heimreise antritt. Bei der Synode in Bad Laasphe sandte Dieter Kuhli aus dem Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein die Delegation mit einem Reisesegen aus.