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10.08.2015
Von: Jens Gesper

Werner Hoffritz wird Geschäftsführer

Der Neue im Abenteuerdorf Wittgenstein beginnt seine Arbeit am 1. November


Sabine Lang, Stefan Berk, Maike Schröder und Werner Hoffritz (von links) freuen sich darauf, was die Zukunft fürs Abenteuerdorf Wittgenstein, dessen Geschäftsführer Werner Hoffritz ab November ist, bereithält.

Passend zum neuen Namen setzt sich das Abenteuerdorf Wittgenstein gerade wie ein Puzzle Stück für Stück zu einem neuen Bild zusammen. Über Jahre hinweg ist das ehemalige Freizeitzentrum Wemlighausen, das zu Pfingsten sein 40-jähriges Bestehen feierte, erfolgreich gelaufen und hat sich fast unbemerkt in den Lebenslauf vieler Menschen hier eingebaut, die als Schüler, Jungscharler und Konfirmanden unvergessliche Aufenthalte in den Gebäuden am Waldesrand erlebten. Der Zahn der Zeit nagte an der Einrichtung, aber die Synode des Wittgensteiner Kirchenkreises sprach sich schließlich eindeutig für Fortbestand und Fitmachen des Abenteuerdorfs als Einrichtung des Wittgensteiner Kirchenkreises und seiner Gemeinden aus. Deshalb wurde jetzt schon ein bisschen im Bestand und im laufenden Betrieb umgebaut und wird noch viel mehr umgebaut, wenn das Haus nach der Schließung im Oktober dann im kommenden Jahr in frischem Glanz eröffnet. Und ab 1. November wird dieser Weg von einem neuen Mann begleitet. Bei einem Pressgespräch stellte der Kirchenkreis Werner Hoffritz als künftigen Geschäftsführer des Abenteuerdorfs Wittgenstein vor, sowohl Superintendent Stefan Berk als auch die Vorsitzende des kreiskirchlichen Kuratoriums fürs Abenteuerdorf Wittgenstein, Sabine Lang, waren dabei.

Der 60-jährige Sozialpädagoge und Sportlehrer Werner Hoffritz bringt ganz viel Erfahrung mit nach Wemlighausen, derzeit ist er Leiter des Sport- und Bildungszentrums Bartholomä auf der Ostalb, einer Einrichtung, die dem Schwäbischen Turnerbund gehört und vom Internationalen Bund betrieben wird. Zuvor hat der gebürtige Münchener bereits Leitungen in einem Jugendferienhaus der Stadt Frankfurt, in einer Evangelischen Familienbildungsstätte in Marl und in einem Hotel im Schwarzwald, das von der Kriegsopfer-Fürsorge genutzt wurde, inne. Seine beiden Kinder sind längst erwachsen, nach Wittgenstein bringt Werner Hoffritz seine Ehefrau mit. Bei ihrem Aufenthalt jetzt unterschrieben sie schon mal einen Mietvertrag, wohnen werden sie künftig in Bad Berleburg.

Das Pressegespräch nutzte Stefan Berk nicht nur dazu, sich über den Neuen zu freuen, sondern auch zum ausdrücklichen Danke sagen: zum einen Klaus Aderhold, zum anderen Maike Schröder. Klaus Aderhold hatte mit seiner zupackenden Hilfsbereitschaft als Geschäftsführer über viele Jahre hinweg den Geist des Abenteuerdorfs bestimmt, nach seinem selbstgewünschten Ausscheiden aus der Geschäftsführer-Position im vergangenen Jahr hatte Maike Schröder diesen Posten kommissarisch übernommen. In den Unwägbarkeiten des anstehenden Umbaus behielt sie Ruhe und Überblick und rührte nochmal die Werbetrommel, so dass das Haus bis zum Oktober fast durchgängig ausgebucht ist. Beide werden weiterhin erlebnis- und tierpädagogisch im Abenteuerdorf arbeiten, aber konnten sich für sich eine Arbeit in der Geschäftsführung des neuen Abenteuerdorfs nicht vorstellen.

Ein knappes Dutzend Bewerbungen aus ganz Deutschland waren nach der Stellenausschreibung in Bad Berleburg gelandet. Auch dank Sabine Lang, nicht nur Kuratoriums-Vorsitzende, sondern als Fachleitung „Pädagogik“ und Seminarleitung „Erlebnispädagogik“ des Bildungs- und Studienzentrums im Marburger Bibelseminars mit sehr guten Verbindungen in diesem Bereich. Werner Hoffritz bringt eine große praktische Hausleitungs-Erfahrung inklusive ökonomischem und theoretischem Unterbau mit ins neue Abenteuerdorf. Ums Theologische muss sich der Kirchenkreis kümmern, aber das kann er ja auch - und außerdem wäre ein stärkeres Engagement seinerseits und seiner Gemeinden ein weiteres wichtiges Puzzlestück, damit das Abenteuerdorf wieder stärker eine Einrichtung des Wittgensteiner Kirchenkreises und der Menschen in seinen 16 Kirchengemeinden wird.