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28.01.2020
Von: Jens Gesper

Krimhild Ochse verstorben

Frühere Gleidorfer Vikarin und Schwarzenauer Pfarrerin wird am 28. Januar begeisetzt


Im September 2016 war Krimhild Ochse beim fröhlichen KU3-Begrüßungs-Gottesdienst der Lukas-Kirchengemeinde (Foto). Manche Eltern der Drittklässler-Konfirmanden damals kannte die Pfarrerin aus ihrer Schwarzenauer Zeit. Am zweiten Weihnachtstag ist Krimhild Ochse jetzt im Alter von 61 Jahren verstorben.

Bei der Feier zum 100-jährigen Bestehen der Gleidorfer Frauenhilfe im Dezember 2012 war Pfarrerin Krimhild Ochse (Zweite von links) nochmal in der Kirchengemeinde, in der sie ihr Vikariat absolviert hat, und sprach dort ein Grußwort.

Im Alter von 61 Jahren ist am zweiten Weihnachtstag Krimhild Ochse verstorben, die ab der ersten Hälfte der 1980er Jahre bis in die zweite Hälfte der 2000er Jahre im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein vielfältig gewirkt hat.

Die gebürtige Gevelsbergerin absolvierte von 1983 bis 1985 ihr Vikariat in der Evangelischen Kirchengemeinde Gleidorf, wo sie anschließend im damals so genannten Hilfsdienst tätig war. Von Juni 1987 an war Krimhild Ochse die letzte Pfarrerin der Schwarzenauer Kirchengemeinde, deren Vereinigung mit den benachbarten Elsoffern zur damaligen Lukas-Kirchengemeinde im Eder- und Elsofftal in 2006 sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Dr. Ralf Kötter vertrauensvoll vorbereitete und vollendete. Da die Schwarzenauer Gemeinde von Anfang an zu klein war für eine komplette Pfarrstelle, hatte Krimhild Ochse hier stets einen Klinikseelsorge-Zusatzauftrag: zunächst in der Laaspher Schlossbergklinik, danach in der Berleburger Odebornklinik. Sie arbeitete also zunächst im Hochsauerland, dann auf Berleburger und auf Laaspher Stadtgebiet. Aber auch auf dem Erndtebrücker Kommunalgemeinde-Gebiet kannte man sie, weil sie nach dem Weggang von Pfarrer Henning Debus die Vakanz-Verwaltung der Birkelbacher Kirchengemeinde übernahm. Für den gesamten Kirchenkreis hatte Krimhild Ochse darüberhinaus seit 1992 die Diakonie-Beauftragung inne, zeitweise war sie die Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Wittgenstein, bevor das DW zur gemeinnützigen GmbH wurde. Seit 1996 gehörte die Schwarzenauerin zum Kreissynodalvorstand, dem Leitungsgremium des Wittgensteiner Kirchenkreises, ab 2000 war sie als Synodalassessorin die Stellvertreterin von Superintendent Hans-Jürgen Debus.

2006 wechselte Krimhild Ochse aus Wittgenstein in die Siegerländer Kirchengemeinde Oberholzklau, ab 2015 übernahm die Pfarrerin in Abstimmung mit der Evangelischen Kirche von Westfalen einen Beschäftigungsauftrag der Landeskirche im Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg wahr. „Möge Gott Krimhild Ochse den Frieden schenken, den sie so vielen anderen Menschen in den seelsorglichen Begegnungen zugesprochen hat“, heißt es im gemeinsamen Nachruf von Kirchenkreis Wittgenstein, Lukas-Kirchengemeinde und Diakonischem Werk auf Krimhild Ochse. Die Trauerfeier zu ihrer Beisetzung findet am Dienstag, 28. Januar, ab 11.30 Uhr in der Friedhofskapelle des Zentralfriedhofs Gevelsberg statt.