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21.12.2019
Von: Jens Gesper

Der Grundstein erinnert jetzt

In Bad Fredeburg gab es eine kleine Feierstunde, wo einst die Friedenskirche stand


Presbyter Dr. Johannes Gilbert (links) und der neue Grundstücksbesitzer Ludger Ritter enthüllten gemeinsam den Erinnerungsstein in Bad Fredeburg.

Grundstücksbesitzer Ludger Ritter und Pfarrerin Ursel Groß freuten sich am Samstagmorgen gemeinsam über den neuen Erinnerungsstein in Bad Fredeburg.

Rund 50 Menschen versammelten sich am Samstagmorgen an der Stelle in Bad Fredeburg, wo bis vor dreieinhalb Jahren die Friedenskirche der Evangelischen Kirchengemeinde Gleidorf gestanden hat. Mittlerweile sind hier auf dem ehemaligen Grundstück der Kirchengemeinde Einfamilienhäuser. Und an der Böschung für eines der Häuser liegt jetzt der eingefasste Grundstein des abgerissenen Gotteshauses als Erinnerung an die Friedenskirche, die knapp 50 Jahre der Gleidorfer Kirchengemeinde und ihren Gemeindegliedern wertvolle Dienste geleistet hatte: bei Taufen, bei Konfirmationen, bei Hochzeiten, bei Beisetzungen und ungezählten Gottesdiensten.

„Heute ist ein Tag der Dankbarkeit: Wir können einen langen, schmerzlichen Prozess abschließen. Die Friedenskirche ist nicht mehr, aber ihr Grundstein ist da, und er wird helfen, die Erinnerung an die Kirche zu bewahren. Darum ist dies ein Tag der Dankbarkeit gegenüber Menschen und gegenüber Gott.“ Mit diesen Worten begrüßte Pfarrerin Ursel Groß die Zuhörerschaft, die aus diesem Grund gleich zu Beginn „Nun danket alle Gott“ anstimmte, begleitet vom Posaunenchor der Gemeinde, der die gesamte Feierstunde musikalisch umrahmte. Außerdem waren neben vielen Evangelischen und der ehemaligen Gleidorfer Pfarrerin Elisabeth Grube auch Pastor Ullrich Birkner, Mitglieder vom Pfarrgemeinderat und vom Kirchenvorstand der Katholischen Gemeinde aus Bad Fredeburg sowie Ludwig Poggel als Vorsitzender des kommunalen Bezirksausschusses Bad Fredeburg vor Ort.

Besonders erwähnte Ursel Groß außerdem noch den Presbyter Dr. Johannes Gilbert und den neuen Grundstücksbesitzer Ludger Ritter: „Ich bin sehr, sehr dankbar, dass Du, lieber Johannes, beim Abriss der Kirche den Grundstein gerettet hast. Neu gefasst wird er nun in Zukunft die Erinnerung an die Friedenskirche bewahren - und er kann das auf dem Grundstück, auf dem er schon immer war dank Ihnen, Familie Ritter.“ Aber bei aller Dankbarkeit wollte die Pfarrerin dieses Zeichen der Erinnerung kurz vor Weihnachten auch als Aufbruchssignal verstanden wissen: „Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass dieser Tag auch für unsere Gemeinde - und ich sage sehr bewusst für unsere ganze Gemeinde - zu einem Türöffner in die Zukunft wird. Gott möge uns in Bewegung bringen, dass Altes wirklich abgeschlossen und Neues wachsen kann.“

Nach der Feierstunde ging die Festgemeinde dann noch zum gemeinsamen Suppe-Essen in Guntermanns Stuben. Gut die Hälfte der Anwesenden folgte der Einladung der Gemeinde

Hier gibt es den Ablauf der Feierstunde,
hier gibt es mehr Fotos von der Veranstaltung.