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15.12.2019
Von: Jens Gesper

Über 950 Euro für die Arche

Wittgensteiner Betreuungsverein war Gewinner beim Yazzmine-Konzert in Erndtebrück


Nach Stefan Berks adventlicher Hinführung mit einer Geschichte startete das Adventkonzert der Band „Yazzmine“ in der Evangelischen Kirche Erndtebrück.

Detlef Ernst, Peter Gnich, Katharina Belz, Rupert Dreßler und Martin Dreßler (von links) freuten sich über gut 200 Besucher beim Adventskonzert in der Evangelischen Kirche Erndtebrück.

In den dafür vorgesehenen Wand-Vertiefungen fanden sich in der Evangelischen Kirche Erndtebrück keine Gesangbücher mehr, denn bei dem Lied „Wie soll ich dich empfangen“ lud Yazzmine die gut 200-köpfige Konzert-Gemeinde zum Mitsingen ein.

Gut 200 Besucher erlebten am Sonntagabend in der Evangelischen Kirche Erndtebrück das in diesem Jahr einzige Advents-Konzert der Wittgensteiner Band „Yazzmine“ mit. Über ein Dutzend Lieder hatten Katharina Belz (Gesang und Querflöte), Detlef Ernst (Gitarren), Martin Dreßler (Keyboards und Gesang), Rupert Dreßler (Bässe) und Peter Gnich (Drums und Perkussion) mitgebracht. Dazwischen gab es immer wieder passende, nachdenkliche Texte und Geschichten.

Einige Lieder stammten vom drei Jahre alten Weihnachtlieder-Album der Band, wie das schwedische „Jul, Jul, strålande Jul“, das instrumentale „Praying“, das schwerere „Maria durch ein' Dornwald ging“ und das leichtere „Schneeflöckchen, Weißröckchen“. Aber es gab auch ganz Anderes, wie etwa John Lennons „Imagine“. Beeindruckend wie dieses Lied in der Yazzmine-Interpretation vom kleinlaut-zurückhaltenden Ausgang plötzlich eine energiegeladene Wucht entwickelte, so dass man wirklich glauben wollte, wenn sich nur alle eine friedliche Welt wünschen würden, dann entstünde sie auch.

Da musste man es bei dem Adventskonzert in einer Kirche ertragen, dass sich John Lennon diese perfekte Welt nicht nur ohne Nationalgrenzen vorstellte, sondern auch ohne Religionen. Aber gleich danach griffen alle Konzert-Besucher selbst zum Gesangbuch, denn Yazzmine und ihre Zuhörer stimmten gemeinsam „Wie soll ich dich empfangen“ an. Dieses Lied zeichnete zum Abschluss des Konzerts eine ganz ähnliche Perspektive, allerdings mit dem im Mittelpunkt, der uns Weihnachten feiern lässt: „Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt als das geliebte Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jammerlast, die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast.“

Der Eintritt an diesem Abend war frei - Yazzmine hatte das Konzert der Kirchengemeinde Erndtebrück geschenkt, wie sich Pfarrer Stefan Berk freute. Die Kollekte wurde für einen guten Zweck gesammelt, der mit seinen Möglichkeiten das komplizierte Leben auf dieser Welt hier vor Ort ein bisschen einfacher macht. Mehr als 950 Euro kamen für den Betreuungsverein „Arche“ zusammen, der in Wittgenstein die hauptamtliche und die ehrenamtliche Betreuung von Menschen ermöglicht.

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