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27.10.2019
Von: Jens Gesper

Johannes Drechsler als Prädikant eingeführt

Feudinger Gemeindepädagoge hat Fortbildung zum Laienprediger abgeschlossen


Nach der biblischen Lesung des Feudinger Presbyters Erhard Latt wurde Gemeindepädagoge Johannes Drechsler von Superintendent Stefan Berk (von links) im Feudinger Gemeindehaus offiziell ins Amt des Prädikanten eingeführt.

Die Musiker und Sänger beim Lobpreis-Gottesdienst im Feudinger Gemeindehaus waren jetzt: Jan Philipp Horchler, Birthe Becker-Betz, Maren Gerhardt, Henrike Horchler und Lukas Lang (von links).

Gesprochen wird eigentlich wenig bei den Lobpreis- und Singe-Gottesdiensten, die es in der ersten Jahreshälfte schon in Hesselbach und Fischelbach gab: Es gibt Erläuterungen zu den vielen gemeinsam gesungenen Liedern und natürlich Gebete. Auch Sven Sonneborn erklärte jetzt als Vorsitzender des Feudinger CVJM kurz und ganz anschaulich, weshalb er sich das Lied „Wunderbarer Hirt“ für den Gottesdienst im örtlichen Gemeindehaus gewünscht hatte. Dabei ging es um die lebendigen Szenen mit ihm selbst, die durch den Liedtext vor seinem geistigen Auge entstanden.

Ein Bild, das Superintendent Stefan Berk aufnahm. Denn in dem Singe-Gottesdienst gab es noch einen feierlichen Teil. Der Feudinger Gemeindepädagoge Johannes Drechsler wurde in diesem Rahmen offiziell in den Dienst als Prädikant eingeführt. Johannes Drechsler gehöre zu den Hauptamtlichen, die mit ihrer Arbeit dafür sorgen sollten, dass in den Menschen eben solche Bilder aus biblischen Geschichten entstünden. Früher hießen die Prädikanten Laienprediger. Damit ist nun amtlich, was faktisch allerdings schon seit Längerem genauso im Oberen Lahntal gehandhabt wird: Johannes Drechsler darf nach einer westfälischen Fortbildung offiziell Amtshandlungen und Gottesdienste durchführen. Nachdem die Feudinger Kirchengemeinde keinen Pfarrer für ihre halbe freie Stelle gefunden hatte, wurde hier begleitet von der Evangelischen Kirche von Westfalen vor zweieinhalb Jahren ein Modellprojekt gestartet, in dem Johannes Drechsler als neuer Gemeindepädagoge ganz bewusst pfarramtliche Tätigkeiten übernehmen sollte. Eine Predigt gab es an diesem Abend vom neuen Laienprediger allerdings nicht, da es eben ein Singe-Gottesdienst war.

Auch in der dritten Auflage waren die Organisatoren der Veranstaltung die Banfetaler Kirchengemeinde und der Hesselbacher CVJM - und tatsächlich kamen auch bei diesem Auftritt knapp über die Hälfte der fünf Musiker und Sänger der Begleitband aus dem Banfetal: Aber neben Birthe Becker-Betz, Maren Gerhardt und Lukas Lang waren diesmal auch die Feudinger Henrike und Jan Philipp Horchler mit dabei. Egal, ob auf Englisch oder Deutsch, ob mit oder ohne Noten, ob in großen oder ziemlich kleinen Buchstaben - die Texte aller Lieder wurde mit dem Projektor an die Wand geworfen. Und die allermeisten der über 100 jungen Besucher, auch aus Nachbar-Kirchengemeinden, oft auch jung, ließen sich zum Mitsingen einladen. Und so ging der etwas andere Gottesdienst zu Ende. Anschließend waren alle Gäste bei Knabbereien und Getränken zu weiteren Gesprächen im Gemeindehaus eingeladen.

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