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29.09.2019
Von: Jens Gesper

„Wasser des Lebens“

Banfetaler Kirchengemeinde feierte erstes Gemeindefest beim Hesselbacher Freibad


Beim Banfetaler Gemeindefest-Gottesdienst mit Pfarrer Peter Mayer-Ullmann in Hesselbach stellten sich am Sonntag auch die neuen Katechumenen vor.

Die Musik kam beim Banfetaler Gemeindefest-Gottesdienst vom CVJM-Posaunenchor Hesselbach und Johannes Lang am E-Bass.

Volles Zelt herrschte am Sonntag beim Banfetaler Gemeindefest-Gottesdienst in Hesselbach, je schlechter das Wetter wurde, desto mehr Leute kamen mit ihren Bänken dann auch noch ins Zelt.

„Wasser des Lebens“ - so lautete das Leitmotiv für das erste Gemeindefest der zum Jahresanfang neu entstandenen Evangelischen Kirchengemeinde Banfetal, das am Sonntagmorgen passenderweise im Hesselbacher Freibad mit einem Gottesdienst eröffnet wurde. Zwei große Zelte waren aufgebaut, die Wettervorhersage ließ befürchten, dass das Wasser an diesem Morgen auch von oben kommen könnte. Doch zunächst war die Witterung prima, schon vorm Gottesdienst standen die Großen in größeren Gruppen beieinander und unterhielten sich, während die Kleinen die zahlreichen Spielmöglichkeiten nutzten. Die ungefähre Trennung wurde auch später beibehalten: Während die Jüngeren im und vorm kleineren Zelt ihren Kindergottesdienst feierten, waren die etwa 160 größeren Besucher im größeren Zelt. Die Musik kam hier vom CVJM-Posaunenchor Hesselbach und Johannes Lang am E-Bass, den Gottesdienst hielt Pfarrer Peter Mayer-Ullmann - und der hatte an diesem Morgen ein ziemlich volles Programm.

Da waren zunächst mal die Katechumenen, also die Neuen im gemeindlichen Konfi-Unterricht, der für sie im Frühjahr 2021 endet. Auf einer Festzeltgarnituren-Bank stehend stellten sich die 24 der Reihe nach mit Namen, Alter, Anschrift, Hobbys vor - und außerdem mit ihrer Begründung, weshalb sie sich konfirmieren lassen möchten. Nachdem die Kirchengemeinde sie begrüßt hatte, ging es an diesem Morgen auch noch um zwei Abschiede. Peter Mayer-Ullmann dankte der Diakonischen Gemeindemitarbeiterin Carmen Wagner-Khatibi, die nach siebeneinhalb Jahren diesen Dienst aufgeben musste. Aus gesundheitlichen Gründen, wie sie selbst ausführte, als sie sich ihrerseits für alle erhaltene Unterstützung bedankte. Dabei machte Carmen Wagner-Khatibi deutlich, dass sie hoffe, dass die Diakonische Gemeindemitarbeit im Banfetal möglichst bald wieder besetzt werden könne. Der langjährige Presbyter Gundolf Hees war es dann, der Elfe Mayer-Ullmann als Leiterin von Kindergottesdienst und Frauenfrühstück in Banfe verabschiedete. Das von ihm gezeichnete Bild der ruhig-besonnenen Organisatorin im Hintergrund bestätigte die Pfarrersfrau unbewusst mit ihrer bescheidenen Aussage, dass sie doch einfach das gemacht habe, was gemacht werden musste.

Und dann war da noch Jacqueline Kopp, die bei dem Gottesdienst aus ihren Sommerferien berichtete. Denn die 15-jährige Hesselbacherin nimmt an der siebten Auflage des Austauschs „Youngs Ambassadors“ teil, der im Juli 13 Jugendliche aus dem Wittgensteiner Kirchenkreis mit zwei Begleitern in die USA brachte. Nach zwei Programmen ohne das Banfetal war es diesmal wieder vertreten, was besonders den langjährigen Presbyter Christian Gerhardt freute, der selbst Teilnehmer des ersten Austauschs vor 26 Jahren gewesen war. Er befragte Jacqueline, die aus Amerika erzählte und vor allem eine Hoffnung hatte: Ihre Austauschpartnerin möge sich nächstes Jahr in Wittgenstein genauso wohl fühlen wie sie sich in den drei Wochen in den USA gefühlt habe.

Während so viel Programm war das Wetter vorm Zelt beständig schlechter geworden, so dass die Bänke, die wegen des großen Andrangs draußen aufgestellt worden waren, nach und nach ins Zelt rückten. Denn natürlich fehlte noch die Predigt. Peter Mayer-Ullmann ermunterte darin alle Zuhörer, sich nicht von Zweiflern entmutigen zu lassen, sondern sich immer wieder im Vertrauen auf den Herren, Dinge zu trauen. Entmutigen ließen sich die Banfetaler bei ihrem Gemeindefest auch nicht vom Wetter, das zum Gottesdienst-Ende wirklich sehr nass war. Aber auch diesen Regen konnte man als Wasser des Lebens begreifen, mit dem die neue, junge Evangelische Kirchengemeinde Banfetal aus übervollen Gießkannen gewässert wurde. Zum Mittagessen, das sich direkt an den Gottesdienst anschloss, gab es dann nicht nur Wasser zu trinken. Zünftig ging es zu, egal ob man sich für das deftigere oder das süßere Essen entschied. Auch da war es gut, einen Ort und ein Dach überm Kopf zu haben, deshalb galt Peter Mayer-Ullmanns besonderer Dank der Dorfjugend, die ihre Zelte für Gottesdienst und Gemeindefest aufgebaut hatte, und dem Förderverein „Freibad Hesselbach“.

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