Inzwischen trauen sich auch Männer >
< Zu Fuß, auf dem Rad, im Auto nach Stünzel
16.09.2019
Von: Jens Gesper

„Gott ist uns wie ein Schneckenhaus“

Auf Hochdeutsch und Platt ging's für Frauenhilfen in Girkhausen um die Heimat


Claudia Montanus war als Bildungs- und Verbandsreferentin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen bei der Mitgliederversammlung des Wittgensteiner Frauenhilfs-Bezirksverbands im Girkhäuser Gemeindehaus und sprach über das Thema „Heimat“.

Die Mundart-Vorträge bei der Mitgliederversammlung des Wittgensteiner Frauenhilfs-Bezirksverbands im Girkhäuser Gemeindehaus sorgten mehr als einmal für Heiterkeit bei den Zuhörerinnen.

Problemlos brachten die 60 Besucherinnen am Montag bei der Mitgliederversammlung des Wittgensteiner Frauenhilfs-Bezirksverbands im Girkhäuser Gemeindehaus, das inzwischen vom örtlichen Generationenverein übernommen worden ist, die Regularien der Sitzung hinter sich. Zügig wurde nach den Berichten dem Vorstand Entlastung erteilt, Wahlen gab es diesmal keine. Und so konnten sich die Vertreterinnen von 18 Frauenhilfsgruppen schnell mit dem eigentlichen Thema des Nachmittags beschäftigen: nämlich mit der Heimat.

Adelheid Böhl vom Stünzel, Hildegard Born aus Wingeshausen, Gerda Hackenbracht aus Raumland, Renate Homrighausen aus Diedenshausen und Brigitte Rothenpieler aus Rückershausen machten mit ihren unterhaltsamen Texten auf Platt deutlich, wie unterschiedlich sich Heimat schon auf dem kleinen Gebiet von Wittgenstein anhören kann. Beim gemeinsamen Singen des Wittgensteiner Heimatlieds „Wo die Lerche trillert froh ihr Morgenlied“ mit seinem hochdeutschen Text von Walter Birkelbach gab es keine Probleme. Florentine Goswin-Benfers „Wittgestee, mei Hemetlandche“ war da schon eher eine Herausforderung, so dass Brigitte Rothenpieler als Bezirksverbands-Vorsitzende der Frauenhilfen alle Sängerinnen kurzerhand aufforderte, den Text jeweils ihrem vertrauten Dialekt anzupassen. Es hörte sich trotzdem gut an, vielleicht auch weil Georg Spies die Frauen am Harmonium begleitete.

Ganz anders näherte sich dann der Gast mit der weitesten Anreise an diesem Nachmittag dem Thema „Heimat“ an. Claudia Montanus kam aus dem Ruhrgebiet und sprach als Bildungs- und Verbandsreferentin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen über das, was Christinnen auf jeden Fall immer eine Heimat sein kann: „Gott ist uns wie ein Schneckenhaus“, fasste Pfarrerin Berit Nolting als Beauftragte für die Frauenarbeit im Kirchenkreis das Referat zusammen, von dem sie genauso begeistert war wie Brigitte Rothenpieler, die ein einfaches Gütesiegel für den Vortrag hatte: „Der war 1a.“

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