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21.07.2019
Von: Jens Gesper

Neue Presbyterinnen nach Konfirmation

In Winterberg wurden zwei Konfi-Mütter am Sonntag in ihr Amt eingeführt


Außer einem Sonnenblumen-Strauß bekamen die neuen Presbyterinnen auch einen dicken Ordner mit dem Titel „Gemeinde leiten“, das Foto zeigt von links nach rechts: Dr. Friedrich Opes, Tanja Jülich, Peter Liedtke, Janine Hetzler und Rosi Raeggel.

Pfarrer Peter Liedtke dankte jetzt im Gottesdienst Christine Hakenes-Leisner (rechts) für ihre langjährigen Küsterdienste in der Winterberger Kirche, Rosi Raeggel übernimmt nun diese Arbeiten.

Konfirmationen sind zum einen ein Schlusspunkt hinter den Konfi-Unterricht und zum anderen ein Anfang, sie markieren für die jungen Leute den Eintritt ins kirchliche Erwachsenenleben. Wenn es gut läuft, bleiben die Jugendlichen nach den Konfirmationen ihren Gemeinden tatsächlich erhalten und einige werden sogar ehrenamtliche Mitarbeiter im Kindergottesdienst, in Jungscharen oder bei den Jugendbibelwochen. In der Winterberger Kirchengemeinde waren die Konfirmationen diesmal auf eine ganz andere Weise ein Startpunkt. Zwei der Konfirmanden-Mütter aus diesem Jahr wurden nämlich am vergangenen Sonntag als Presbyterinnen ins Amt eingeführt. Genau so viele Stellen waren im gemeindlichen Leitungsgremium unbesetzt. Dankbar nahm die Evangelische Kirchengemeinde Winterberg das Angebot an, dass sich Janine Hetzler aus Langewiese und Tanja Jülich aus Neuastenberg gern in die ehrenamtliche Pflicht nehmen lassen wollten.

Damit bringen die Neuen den Blickwinkel der Ortschaften stärker ins Winterberger Presbyterium ein und außerdem einigen frischen Wind mit, sind sie doch rund 15 Jahre jünger als die bisher jüngsten Presbyter. Aus ihrer Perspektive ist den Beiden naturgemäß die Jugendarbeit ein großes Anliegen. Sie muss und kann für die Kirchengemeinde nun deutlicher in den Blick kommen, nachdem in den vergangenen Jahren viele Kräfte in den Umbau der Evangelischen Kirche in Winterberg und die damit verbundene Aufgabe von Räumen dort gesteckt wurden. Durch den multifunktionalen Umbau hat sich die Kirchengemeinde gut für die Zukunft aufgestellt. In diesen Umbruchzeiten sucht sie derzeit nach einem neuen Pfarrer, einer neuen Pfarrerin, nachdem der frühere Pfarrstellen-Inhaber Matthias Gleibe die Gemeinde vor zwei Jahren verlassen hat. Aus diesem Grund war es Peter Liedtke, der in dem Abendmahls-Gottesdienst gemeinsam mit den Presbytern Dr. Friedrich Opes und Rosi Raeggel die beiden Neuen ins Amt einführte. Peter Liedtke ist als Pfarrer im Wittgensteiner Kirchenkreis, zu dem die Winterberger Gemeinde gehört, auch für Vertretungsdienste zuständig. Er unterstrich in seinen Ausführungen das Verständnis vom Priestertum aller Gläubigen, nach dem sich Alle mit ihren jeweiligen Gaben in den Dienst der Kirche stellen mögen, und dankte Tanja Jülich und Janine Hetzler nochmal ausdrücklich für ihre Bereitschaft, eben das zu tun.

Einen großen Dank richtete Peter Liedtke an diesem Morgen außerdem auch noch an Christine Hakenes-Leisner, die im selben Gottesdienst als jahrelange Küsterin der Winterberger Kirche verabschiedet wurde. Ihre Nachfolge ist geklärt. Presbyterin Rosi Raeggel wird künftig in einem verringerten Stundenumfang die Winterberger Küster-Aufgaben übernehmen. Die Veränderungen und all die gemachten Hausaufgaben können die Evangelische Kirchengemeinde Winterberg zuversichtlich in die Zukunft schauen lassen. Und ganz zum Schluss hatte Peter Liedtke eine weitere gute Nachricht für die Gottesdienst-Besucher. In Zeiten, da es ganz allgemein schwer geworden ist, Pfarrer für den ländlichen Raum zu finden, gibt es eine Bewerbung für die örtliche Stelle. Er gehe davon aus, dass sich im September jemand bei einem Gottesdienst in Winterberg der Gemeinde vorstellen werde.