Gott wirkt durch solch einen Austausch >
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30.06.2019
Von: Jens Gesper & Susanne Bald

„Man lässt keine Menschen ertrinken! Punkt!“

Eine Woche nach dem Kirchentag mahnt vor Berleburgs Stadtkirche die Gruppe „Seebrücke“


Eine Mahnwache erinnerte in der Nacht von Samstag auf Sonntag und danach auch noch die Berleburger Gottesdienst-Besucher vor der Stadtkirche an eine schreckliche Bilanz.

„Man lässt keine Menschen ertrinken! Punkt!“ - ganz klar hat es Pfarrerin Dr. Sandra Bils beim Abschlussgottesdienst des Evangelischen Kirchentags in Dortmund formuliert: „Wenn wir Jesus glauben: ‚Was ihr dem geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan’ (Matthäus 25, 40) dann ist für uns Lebenretten kein Verbrechen, sondern Christenpflicht.“

Das sagt noch nicht, wie kompliziert das alles ist, aber es macht doch klar, welchen Anspruch Christen an die Welt und an sich selbst haben müssen.

Eine Woche später wurden heute Morgen die Gottesdienst-Besucher vor der Evangelischen Stadtkirche Bad Berleburg mit einer Mahnwache begrüßt.

Susanne Bald von der Berleburger Seebrücke-Gruppe schreibt dazu: „‚Jeder Mensch hat einen Namen’ - mit dieser Aktion erinnerte die Bewegung ‚Seebrücke’ beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund an weit über 35.000 Menschen, die in den letzten Jahren auf ihrer Flucht allein im Mittelmeer ertrunken sind – und von denen man weiß.

Am selben Tag, an dem die Seawatch-Kapitänin Carola Rackete auf Lampedusa wegen der Rettung von 53 Menschenleben festgenommen wurde, griff die Initiative Seebrücke Bad Berleburg die Aktion mit einer Mahnwache an der Evangelischen Stadtkirche Bad Berleburg auf, um einmal mehr die Unmenschlichkeit der europäischen Abschottungspolitik zu verdeutlichen.“