„Man lässt keine Menschen ertrinken! Punkt!“ >
< „Einen Schlüssel zu haben, ist gut“
30.06.2019
Von: Jens Gesper

Ein Weg, um den Himmel aufzuschließen

Berleburger Diakoniegttesdienst hatte in der Elsoffer Kirche das Thema „Schlüssel“


Die Wittgensteiner Diakoniepfarrerin Simone Conrad (links) gestaltete am Sonntag mit einem Team den Gottesdienst der Berleburger Diakoniestation in der Elsoffer Kirche.

Barbara Kümmel (links) aus dem Leitungsgremium der Lukas-Kirchengemeinde dankte Marion Bock für zehn Jahre Arbeit in der Tagesbetreuung im Elsoffer Gemeindehaus.

Mit einem neuen Schlüssel gingen am Sonntag alle Besucher des Berleburger Diakoniegottesdienstes aus der Elsoffer Kirche nach Hause.

Vom Generalschlüssel über einen Wohnungsschlüssel und einen Safeschlüssel bis hin zu einem Notenschlüssel hatten verschiedene Mitarbeiterinnen der Berleburger Station im Diakonischen Werk Wittgenstein jetzt beim Diakoniegottesdienst in der Elsoffer Kirche unterschiedlichste Öffner in der Hand, während sie aus ihren beruflichen Alltagen als Pflegedienstleiterin, als Alltagsbegleiterin, als gesetzliche Betreuerin und aus der Tagespflege berichteten. Ganz am Ende sprach Pfarrerin Simone Conrad, die dafür zunächst einmal eine sichtbar vielbenutzte Bibel hochhielt: „Ich habe einen Schlüssel mitgebracht, der auf den ersten Blick gar kein Schlüssel ist - und der dennoch ganz viel erschließt und aufschließt. Ich habe eine Bibel mitgebracht. Sie ist für mich ein Schlüssel in ganz verschiedener Hinsicht. Zunächst einmal ist sie ein möglicher Schlüssel zu Gott: die Bibel erzählt von Erfahrungen, die Menschen mit Gott gemacht haben.“ In ihrer Predigt band die heimische Diakoniepfarrerin all das zuvor Gehörte zusammen und kam im Hinblick auf die viele, gute, wichtige Arbeit, die in der Wittgensteiner Diakonie mit großem Engagement und Herzblut geleistet wird, zu einem ganz neuen Gedanken: „Sich für andere Menschen einsetzen, kann den Himmel aufschließen.“

Das Bild des Schlüssels zog sich durch den gesamten fröhlichen Gottesdienst, in dem auch ein Kind getauft wurde. Die Wortbeiträge der zahlreichen Mitarbeitenden und die passgenaue musikalische Gestaltung machten aus dem Gottesdienst eine runde Sache für alle Besucher. In diesem Rahmen wurde Marion Bock verabschiedet, die in den vergangenen zehn Jahren für die Tagesbetreuung von Lukas-Kirchengemeinde und Diakonischem Werk im Elsoffer Gemeindehaus zuständig war. Wegen einer zu geringen Nachfrage wurde dieses Angebot nun zwar nicht aufgegeben, aber auf Eis gelegt, Marion Bock arbeitet künftig an anderer Stelle beim Diakonischen Werk. Deshalb dankte ihr Barbara Kümmel aus dem Bevollmächtigtengremium der Lukas-Kirchengemeinde für ihre Arbeit, und Simone Conrad segnete Marion Bock für deren neuen Dienst als Koordinatorin im Hospizdienst.

Hier gibt es den kompletten Gottesdienst als pdf-Datei.