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< Ökumenisch auf dem Kreuzweg unterwegs
16.04.2019
Von: Jens Gesper

Unterwegs bei Sonnenschein

Ökumenischer Kreuzweg bot diesmal verschiedene Blicke auf Birkelbach


Knapp 50 Leute waren am späten Dienstagsnachmittag auf dem Ökumenischen Kreuzweg bei Birkelbach unterwegs.

„Ans Licht“ war der Ökumenische Kreuzweg am Dienstagnachmittag überschrieben, bei dem sich auch diesmal wieder Menschen aus den Evangelischen Kirchengemeinden Birkelbach, Erndtebrück und Wingeshausen sowie aus der Katholischen Christus-König-Gemeinde Erndtebrück gemeinsam in der Karwoche auf den Weg machten. Seinen Titel hatte der Weg von Ben Willikens Fotografie-Malereien, die an den einzelnen Stationen angeschaut wurden, während Texte, Gebete und Lieder an den Karfreitags-Leidensweg Jesu vor knapp 2000 Jahren erinnerten. „Abstufungen von Dunkelheit und Licht kennzeichnen die Bilder des Kreuzwegs ‚Ans Licht‘. Minimalistisch und schlicht, aber präzise und warm öffnen sie die inneren Räume der Dunkelheit in uns für Begegnung und Berührung.“ So stand es in der Erläuterung zum Kreuzweg 2019. Das funktionierte auch, allerdings nur mit Mühe, denn man musste die künstlerischen Ans-Licht-Bilder in ihrem Schwarz-Grau-Weiß schon sehr konzentriert anschauen, weil die Sonne über alle Berge schien. Da hatte es bei den Kreuzwegen in vergangenen Jahren oft ganz anderes Wetter gegeben, das einem bei Schlagregen oder Schnee die Themen „Traurigkeit“ und „Tristesse“ ganz anders nahe brachte.

Knapp 50 Leute waren diesmal auf dem Weg dabei, darunter auch Katechumenen aus den beteiligten evangelischen Kirchengemeinden. Von allen vier Gemeinden wurden die einzelnen Stationen gestaltet, für die Musik dort hatte der Erndtebrücker Pfarrer Stefan Berk die Gitarre dabei. Los ging es diesmal in der Birkelbacher Kirche, hier war auch der Endpunkt des Kreuzweges 2019. Denn seit drei Jahren übernimmt immer eine einzige der beteiligten Gemeinden die Gastgeber-Aufgaben. Von vornherein konnte sich Pfarrerin Simone Conrad da auf ihr Presbyterium verlassen, Anne Neumann aus dem gemeindlichen Leitungsgremium hatte sich mit ihrem Ehemann eine sehr schöne Strecke überlegt. Vor allem die weiter angereisten Kreuzwegs-Teilnehmer genossen bei strahlendem Sonnenschein nie gekannte Ausblicke auf Birkelbach, während man wahlweise mit alten Bekannten oder nie zuvor getroffen Weggefährten ins Gespräch kommen konnte. An den Haltepunkten selbst stand das Thema fest: Von den überlieferten Leidensstationen Jesu wurden Brückenschläge in die Gegenwart versucht. Bei den Gesprächen unterwegs ging es erneut, wenn auch ganz anders, um Gott und die Welt. Nach rund zweieinhalb Stunden war die Gruppe wieder in der Birkelbacher Kirche. Zum Abschluss konnten Alle, die mochten, auf dem Abendmahlstisch eine Kerze entzünden: für sich selbst oder für jemand anderen.

Danach begann der gemütliche Teil. Im Birkelbacher Gemeindehaus warteten auf diese etwas andere Wandergruppe einige Töpfe voller schmackhafter Suppe. Eine weitere Dreiviertelstunde lang genoss man noch einmal das Miteinander und den Ausklang eines insgesamt gelungenen Tages.

Hier gibt es mehr Fotos vom Ökumenischen Kreuzweg und von anderen Veranstaltungen im Kirchenkreis während der Passions- und Osterzeit.