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10.03.2019
Von: Jens Gesper

Einladung zum Aufbruch

Erndtebrücker Diakoniegottesdienst fand mit viel Musik in Oberndorf statt


Außer Feudinger CVJM-Posaunenchor und Kirchenchor Berghausen/Feudingen waren auch sie wichtig beim Diakoniegottesdienst in Oberndorf: Dagmar Rath, Simone Conrad, Renate Kaden, Nicole Dickel, Reinhild Dörnbach, Jessica Friedrich, Ursula Hampel, Renate Stark, Erika Wiesel und Oliver Lehnsdorf (von links).

„Den Aufbruch wagen - denn Gott will uns segnen und wir sollen ein Segen sein“, gleich im ersten Gebet am Sonntagmorgen in der Oberndorfer Kirche wurde das Leitmotiv des Diakoniegottesdienstes in ganz wenigen Worten mit Leben und Inhalt gefüllt. Zum ersten Mal fand der Gottesdienst der Erndtebrücker Diakoniestation im Oberen Lahntal statt, Aufbruch stand als Thema darüber. Die Wittgensteiner Diakoniepfarrerin Simone Conrad hatte mit der Erndtebrücker Pflegedienstleiterin Nicole Dickel, Mitarbeiterinnen der Diakoniestation, Ursula Hampel und Erika Wiesel als Diakonischen Gemeindemitarbeiterinnen aus dem Oberen Lahntal sowie Pfarrer Oliver Lehnsdorf den Morgen vorbereitet.

Im Gottesdienst wurde passend zur Jahreszeit über den Aufbruch der Natur im Frühling nachgedacht, aber auch über die Aufbrüche von Menschen. Mit sehr anschaulichen Einbringungen nahmen unterschiedliche Mitarbeiterinnen des Diakonischen Werks Wittgenstein die rund 120 Menschen in der Oberndorfer Kirche mit in ihre verschiedenen Berufsalltage. Sehr persönliche Äußerungen machten dabei klar, dass im Dienst am Nächsten hier Menschen mit Leib und Seele arbeiten. Das wurde auch nochmal sehr deutlich, als sich drei Mitarbeiterinnen von Simone Conrad für eben diesen Dienst im Gottesdienst segnen ließen.

All das passte sich wunderbar in einen sehr musikalischen Gottesdienst ein: Die Gemeinde ermutigte sich dabei selbst zum Beispiel singend mit optimistischen Liedern wie „Freuet euch der schönen Erde“ und „Mache dich auf und werde Licht“. Hinzu kam die kreative künstlerische Gesamtgestaltung des Gottesdienstes durch den Feudinger CVJM-Posaunenchor unter Leitung von Joachim Hackler und den Kirchenchor Berghausen/Feudingen unter Leitung von Renate Hackler. Beispielhaft sei hier der wohlbekannte Psalm 23 genannt, der an diesem Morgen im Wechsel von Pfarrerin, Chor, Bläsern und Gemeinde ganz vertraut und doch auch ein bisschen ungehört neu war.

Nach dem Gottesdienst entließ Diakoniepfarrerin Simone Conrad die Gemeinde in die neue Woche: „Lassen wir uns von der aufkeimenden Natur und den aufbrechenden Knospen anstecken. Gehen wir Dinge an, die vielleicht schon lange vor unseren Füßen liegen. Machen wir uns auf, dorthin, wohin Gott uns schickt. Ich bin gewiss: Es wird uns zum Segen sein.“ An der Kirchentür bekamen alle Gottesdienst-Besucher eine Blumenzwiebel mit der angehängten musikalischen Bestärkung für den kommenden Alltag: „Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist, weil Leben heißt sich regen, weil Leben wandern heißt.“

Hier gibt es viel mehr Fotos,
hier gibt es den kompletten Gottesdienst.