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17.02.2019
Von: Jens Gesper

Dortmunder Kirchentag fest im Blick

Mit Informations-Veranstaltung und Gottesdiensten Lust auf Großveranstaltung gemacht


„Ich glaube. Ich stehe im Wald.“ - ist das der Kirchentags-Projekte des Wittgensteiner Kirchenkreises überschrieben, bei dem in St. Petri in Dortmund ein KirchenWald mit vielen echten Bäumen installiert wird: Werbung dafür machten in Wemlighausen Silke Grübener, Stefan Berk, Gunda von Fircks, der kleine Veranstaltungs-Besucher Philipp und Stephan von Kolson (von links).

Sie werden im Juni aber auch schon in den Monaten vorher absehbar Einiges für den Dortmunder Kirchentag zu tun haben: Stephan von Kolson, Silke Grübener, Gunda von Fircks, Stefan Berk und Jaime Jung (von links).

Der Girkhäuser CVJM-Posaunenchor unter Leitung von Georg Spies umrahmte die Kirchentags-Informations-Veranstaltung im Abenteuerdorf stimmungsvoll und authentisch.

Pfarrerin Christine Liedtke konnte sich bei ihrer Predigt in der Girkhäuser Kirche gut hinter dem Kirchentags-Leitmotiv „Was für ein Vertrauen“ ein Ausrufzeichen vorstellen.

Nach dem Gottesdienst, bei dem sich in Girkhausen (Foto) wie auch in Wemlighausen und Bad Berleburg die aktuellen Konfirmandinnen und Konfirmanden vorstellten, verteilten die Konfis an die Besucher Kirchentags-Samentütchen von Ringelblumen bis zur Blühpflanzen-Mischung „Bienenweide“.

Auch nach dem Gottesdienst fanden die Kirchentags-Samentütchen von Ringelblumen bis zur Blühpflanzen-Mischung „Bienenweide“ beim Kirchkaffee in Girkhausen noch reißenden Absatz.

Während das Besucherinteresse am Samstagmorgen im Abenteuerdorf Wittgenstein eher überschaubar klein war, sind die Ideen und Pläne des heimischen Kirchenkreises für den Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 19. bis 23. Juni in Dortmund ehrgeizig groß. Davon konnten sich die zwei Händevoll Gäste, die jetzt in der Kirchenkreis-Freizeiteinrichtung in Wemlighausen waren, überzeugen. Außerdem waren vor Ort Gunda von Fircks vom Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen und Stephan von Kolson vom Dortmunder Kirchentag sowie unter der Leitung von Georg Spies der Girkhäuser CVJM-Posaunenchor mit Verstärkung aus Wunderthausen, die gemeinsam mit ihrer Musik schon mal ordentlich für Kirchentags-Atmosphäre sorgten, Wittgensteins Superintendent Stefan Berk, Abenteuerdorf-Geschäftsführerin Silke Grübener, Pfarrer Jaime Jung aus Erndtebrück und Adelheid Böhl als stellvertretende Vorsitzende des Bezirksverbands der Evangelischen Frauenhilfe in Wittgenstein.

Gunda von Fircks und Stephan von Kolson berichteten aus ihren Arbeitsfeldern und machten so Lust auf die Großveranstaltung, hatten zum Beispiel nagelneue Insider-Informationen, etwa wie die Antwort auf die Frage, ob Bundeskanzlerin Angela Merkel nun zum Kirchentag kommt oder nicht. Und es gab reichlich Werbematerialien vom Armbändchen bis zu Kugelschreibern und Bierdeckeln an einer Bude, die die weitgereisten Besucher als Auto-Anhänger nach Wittgenstein gebracht hatten und die sinnbildlich für die Ruhrgebiets-Büdchen stand, Orte sozialer Kommunikation. Abenteuerdorf-Geschäftsführerin Silke Grübener berichtete vom Abend der Begegnung nach den Dortmunder Kirchentags-Eröffnungsgottesdiensten, hier wird sich der Wittgensteiner Kirchenkreis an einem Stand von 40 laufenden Metern mit einzelnen Gemeinden, seiner Flüchtlingsarbeit und seinem Abenteuerdorf vorstellen. Schließlich ist die Evangelische Kirche von Westfalen und damit die Landeskirche der Wittgensteiner und Hochsauerländer diesmal Kirchentags-Gastgeberin.

Superintendent Stefan Berk erläuterte ein Projekt, bei dem der Wittgensteiner Kirchenkreis für die Zeit des Kirchentags in der Evangelischen St.-Petri-Kirche in Dortmund einen KirchenWald mit vielen echten Bäumen installiert, wo man unter der Überschrift „Ich glaube. Ich stehe im Wald.“ auf Waldwegen innehalten, lauschen, entdecken könne. Unter der Leitung von Pfarrer Jaime Jung und in Zusammenarbeit mit dem Wittgensteiner Tansania-Ausschuss und dem Kirchenkreis-Kompetenzzentrum für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit soll rund um den Kirchentag eine zehntägige Begegnung von jeweils vier jungen Leuten aus Ngerengere, der United Church of Christ in Indiana und Kentucky sowie aus dem Wittgensteiner Kirchenkreis stattfinden. Sie werden vom ersten bis zum letzten Tag beim Kirchentag sein - und mit weiteren Wittgensteiner und Hochsauerländer Jugendlichen aus dem Kirchenkreis in den bewährten Massenunterkünften in Schulen übernachten. Speziell für alle jungen Leute ab 16 Jahren organisiert Franzi Heß vom Kompetenzzentrum den fünftägigen Kirchentags-Aufenthalt in Dortmund mit Busfahrt dorthin und Übernachtungen dort. Interessierte wenden sich direkt an sie unter Tel. (02751) 924136 oder per E-Mail an franziska.hess(at)kk-wi.de. Für Erwachsene, die nach Dortmund wollen, ist Peter Liedtke der Ansprechpartner, bei ihm gehören Busfahrt sowie die Übernachtung bei Privatpersonen zum Gesamtpaket, das für alle durch den vorherigen Kauf von Kirchentags-Eintrittskarten komplettiert wird. Peter Liedtke ist am Handy unter (0172) 2150853 oder mit einer E-Mail an peter(at)theodatus.de zu erreichen. Er weiß auch mehr über die Tagefahrten, die für Fronleichnam, 20. Juni, und für Samstag, 22. Juni, geplant sind.

Der eigens aus diesem Anlass verstärkte Kleine Chor zum Lobe Gottes der Berleburger Kirchengemeinde singt unter der Leitung von Christine Liedtke jeden Tag beim Kirchentag, auch heimische Blechbläser sind in Dortmund hier und da zu hören. Auf dem Markt der Möglichkeiten beim Kirchentag werden sich schließlich unter Anderem Frauenhilfs-Frauen aus den Kirchenkreisen Siegen und Wittgenstein präsentieren, Berit Nolting würde sich noch über ein paar weitere Wittgensteiner Frauen freuen. Wer hieran Interesse hat, wendet sich direkt an die Berghäuser Pfarrerin unter Tel. (02751) 411077 oder per E-Mail an berit.nolting(at)kg-raumland.de.

Nach anderthalb Stunden war dieser Kirchentags-Termin in Wemlighausen vorbei, Gunda von Fircks und Stephan von Kolson machten sich als Teil der nordrhein-westfalen-weiten Sternfahrt aus Wittgenstein auf den Weg zur Dortmunder Reinoldikirche. Aber das Thema blieb. Am gleichen Wochenende wurden hier an einigen Orten Kirchentags-Gottesdienste gefeiert. Für die Kirchenkreis-Region III beim zentralen Gottesdienst mit Pfarrer Stefan Berk in der Evangelischen Kirche Erndtebrück, für die Hochsauerländer Kirchenkreis-Region in der Esloher St.-Johannis-Kirche mit Pfarrer Peter Liedtke. Rund um Bad Berleburg hatte Pfarrerin Christine Liedtke die Vorstellungs-Gottesdienste der Konfirmandinnen und Konfirmanden gemeinsam mit den Jugendlichen zu diesem Thema vorbereitet: Diese waren zuerst in der Wemlighäuser Odebornskirche, dann in der Girkhäuser Kirche und schließlich in der Berleburger Stadtkirche. Christine Liedtke widmete sich in ihrer Predigt dem Kirchentags-Leitmotiv aus dem zweiten Buch der Könige: „Was für ein Vertrauen“. Die Pfarrerin machte sich Gedanken über das offenkundig fehlende Satzzeichen am Ende: Fragezeichen, Ausrufzeichen oder drei Pünktchen - alles wäre möglich. Eingebettet war die Predigt in viele frische Lieder, die die Konfis ausgesucht hatten, und außerdem auch noch ein Anspiel von den Jugendlichen. Den Schlusspunkt setzten ebenfalls die Konfis. Am Ausgang schenkten sie den Gottesdienst-Besuchern Samentütchen von Ringelblumen bis zur Blühpflanzen-Mischung „Bienenweide“. Auch hierauf prangte groß und gut sichtbar das Kirchentags-Motto: Was für ein Vertrauen.