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21.10.2018
Von: Jens Gesper

Manfred Dinger geehrt

Beim Laaspher Gottesdienst an die Ordination des Pfarrers vor 50 Jahren erinnert


Zum 50. Jahrestag seiner Ordination erhielt der frühere Laaspher Gemeindepfarrer Manfred Dinger (rechts) jetzt bei einem Gottesdienst in der Stadtkirche eine Urkunde, viel Anerkennung und einen großen Dank von seinem Nachfolger Steffen Post.

Wenn Vertreter vom „Johanneum“ früher im Herbst nach Wittgenstein kamen, dann nahmen sie bei ihrer Rückreise nach Wuppertal gern Kartoffeln mit, auch als Lebensmittel-Spende für die dortige Evangelisten-Schule. Das ist heute nicht mehr so. Dennoch steht Wittgenstein weiterhin im Oktober auf dem Besuchsplan der Einrichtung. Am Sonntag predigte Pfarrer Dr. Stefan Jäger vom Johanneum in der Stadtkirche Bad Laasphe - und damit schloss sich ein Kreis. Im gleichen Gottesdienst gratulierte Gemeindepfarrer Steffen Post seinem Amtsvorgänger Manfred Dinger. Der ehemalige Johanneums-Schüler feierte gerade den 50. Jahrestag seiner Ordination. Ordination ist die Aufnahme in die Dienstgemeinschaft der Pfarrer mit allen Rechten und Pflichten sowie die Segnung und die Sendung für den Dienst der öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung.

Kurz nach dem 88. Geburtstag von Manfred Dinger schaute Steffen Post auf den Lebenslauf seines Vorgängers. Manfred Dinger hatte zunächst eine kaufmännische Lehre absolviert und fünf Jahre lang in diesem Beruf gearbeitet, bevor er eine neue Ausbildung am Johanneum begann. Von 1956 bis 1959 war er hier, dann wurde er CVJM-Untersekretär in Unterbarmen, später Gemeindehelfer in Vohwinkel, 1963 bis 1968 arbeitete er in Gütersloh. Nach einer berufs-begleitenden Aufbau-Ausbildung zum Pastor wurde er 1968 als Pfarrer ordiniert, sechs Jahre lang arbeitete er in dem Beruf in Hagen-Kabel. Von Anfang 1974 bis Oktober 1992 war Manfred Dinger dann Laaspher Pfarrer.

Die Anstöße für die Gemeindearbeit, die Manfred Dinger gab, waren vielfältig: Abende für Kurgäste, Begegnung mit ausländischen Mitbürgern, kirchliche Kontakte in der Städtepartnerschaft mit Tamworth, Arbeitskreis „Solidarische Kirche Wittgenstein“, Missionarischer Gemeindeaufbau, geistliche Musiken in der Stadtkirche, Friedenswochen, Hauskreis-, Weltladen- und Posaunenchor-Arbeit, Gemeindefeste, Kontakte zur anhaltinischen Landeskirche in der DDR. Dazu kam im Ruhestand die Mitarbeit im Christlich-Jüdischen Freundeskreis Bad Laasphe und bei der Offenen Kirche, die in Bad Laasphe gerade ihr zehnjähriges Bestehen feierte. Inzwischen musste er sich aus gesundheitlichen Gründen aus dieser Arbeit zurückziehen. Und auch wenn er sich dafür jetzt im Chorraum setzten musste, nahm Manfred Dinger seine Jubiläums-Urkunde gern aus den Händen von Steffen Post entgegen. Und der frühere Laaspher Pfarrstellen-Inhaber freute sich außerdem über die zahlreichen Besucher, die nach dem Gottesdienst noch zum Kirchkaffee ins Gemeindehaus kamen.