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25.08.2018
Von: Jens Gesper

Eine Stadt für Kinder

Fischelbach hat für Kinderferienwoche spannendes Konzept und 85 Teilnehmer


Im Rahmen der traditionsreichen Kinderferienwoche stand von Dienstag bis Samstag vorm Fischelbacher Lutherhaus die Kinderferienstadt mit ihren 85 gut gelaunten Einwohnern.

Voller Freude feierten die 85 Kinderferienwochen-Teilnehmer mit ihren Verwandten in der Fischelbacher Kirche am Freitagabend einen fröhlichen Gottesdienst.

„Willkommen in der Kinderstadt“ stand diesmal über der Kinderferienwoche der Evangelischen Kirchengemeinde Fischelbach. Die traditionsreiche Veranstaltung nahm ihre 85 Teilnehmenden zum einen mit auf eine Zeitreise in das Jericho vor 2000 Jahren, zum anderen gab sie insbesondere den jungen Bewohnern der Kinderstadt einen wichtigen Impuls für deren Zukunft: „Kinder sind nicht nur Teilnehmer beim Programm, sondern Mitwirkende.“

So stand es im klug durchdachten Kinderstadt-Konzept des eingetragenen Vereins „Kirche Unterwegs“ der Bahnauer Bruderschaft, einem freien Werk innerhalb der Evangelische Landeskirche in Württemberg. Das war die Grundlage für die Fischelbacher Veranstaltung. Die Mädchen und Jungen sollten bei der Kinderferienwoche nicht zuschauende Konsumenten sein, sondern als eigenständige Menschen und Persönlichkeiten Anteil nehmen, mitmachen, mitarbeiten, mitgestalten. Dabei zeigten die biblischen Geschichten vom blinden Bettler Bartimäus und dem Zöllner Zachäus, die beide Jesus trafen, wie Vertrauen und Begegnung einem Menschen die Augen öffnen können.

Basteln, singen, Anspiele, Bewegung vom Fußball bis zum Tanzen - das ehrenamtliche Team um Jürgen Schneider hatte sich auch diesmal ein lustiges, buntes, spannendes Programm überlegt, das hungrig machte. Aber kein Problem, die Küchenmannschaft im Fischelbacher Lutherhaus bereitete als Kantine der Kinderstadt jeden Tag leckeres Essen vor. Bis auf Donnerstag, da stand der gemeinsam Ausflug nach Fort Fun auf dem Programm. Am Freitagabend führte ein fröhlicher Familiengottesdienst in der Fischelbacher Kirche die unterschiedlichen Fäden noch einmal beieinander. Was man von Bartimäus und Zachäus lernen kann, das fasste ganz am Schluss des Gottesdienstes ein Mitspieler der Kinderstadt-Rahmenhandlung folgendermaßen zusammen: „Zum Beispiel, dass Vertrauen zu Gott das Herz füllt und froh macht“. Ganz anschaulich war das begeisterte und mitreißende Miteinander im Gottesdienst der beste Beweis für die Macht der Frohen Botschaft.

Bevor dann die traditionelle Übernachtung im Lutherhaus bei der 31. Kinderferienwoche anstand, feierten bei einem Kinderstadt-Fest nach dem abendlichen Gottesdienst Jung und Alt zusammen, dass es die Veranstaltung seit 30 Jahren gibt: 1988 wurde sie aus der Taufe gehoben. Auf dem Marktplatz, der zwischen Lutherhaus, aufgebauten Zelten und aufgepumpter Hüpfburg entstanden war, gab es reichlich zu essen: von Würstchen bis zu Waffeln, von Crêpes bis zur Zuckerwatte.

Am Samstag ging die beliebte Kinderferienwoche dann zu Ende. Die Kinderstadt schloss ihre Tore, aber die Erinnerungen und Impulse aus dieser Woche nehmen die Mädchen und Jungen mit. Und nächstes Jahr sind die Kleinen und Großen wieder da. In der letzten Woche der Sommerferien im Fischelbacher Lutherhaus. 2019 wird es wohl keine Kinderstadt sein, aber wieder ein frisches Konzept, das dabei hilft, die alten biblischen Geschichten für junge Menschen in die Gegenwart zu übersetzen, um sie ihnen so leichter zugänglich zu machen.

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