„Möge Gott die schwierige Arbeit im Martinswerk weiterhin segnen!“ >
< „Meister auf ewig“
11.06.2018
Von: Jens Gesper

Ein Pfarrer mit einer eigenen Kirche

Fürs 200-jährige Bestehen schaut der Wittgensteiner Kirchenkreis auch ins Sauerland


Um „Pfarrer Friedel Birker und das Martinswerk in Dorlar“ geht es bei einem Vortrag am 11. juni zum 200-jährigen Bestehen des Wittgensteiner Kirchenkreises im Berleburger Haus der Kirche.

Die Vortragsreihe im Berleburger Haus der Kirche, Schloßstraße 25, aus Anlass des 200-jährigen Bestehens des heimischen evangelischen Kirchenkreises geht weiter. Dabei wird es am Montag, 11. Juni, ab 19 Uhr noch einmal sehr deutlich, dass der Kirchenkreis zwar Wittgenstein heißt, aber schon sehr früh über die Wittgensteiner Grenzen hinaus ins katholische Hochsauerland blickte. Das Thema an diesem Abend lautet nämlich „Pfarrer Friedel Birker und das Martinswerk in Dorlar“. Rolf Hufnagel spricht als ehemaliger Lehrer und früherer Presbyter der Evangelischen Kirchengemeinde Dorlar über diese traditionsreiche Jugendhilfe-Einrichtung in dem heutigen Schmallenberger Ortsteil.

Der Martinshof und damit auch Dorlar ist vielen Wittgensteinern auch heute noch ein Begriff, weil es hier in vielen Kirchengemeinden nach dem Zweiten Weltkrieg und an manchen Orten bis in die Gegenwart immer wieder solidarische Aktionen für das Jugendheim gegeben hat: Kartoffel-Sammlungen oder auch vorösterliche Eier- und Spenden-Sammlungen. Untrennbar mit dem Martinswerk ist Friedel Birker verbunden, evangelischer Christ zum Teil in der Sauerländer Diaspora aufgewachsen, der nach seinem in Siegen abgelegten Abitur Theologie studierte, schon als 25-Jähriger 1932 auf seinem elterlichen Mühlenhof in Dorlar ein Jugendheim eröffnete, gleich nach dem Zweiten Weltkrieg die Gründung der Dorlarer Kirchengemeinde vorantrieb, deren Kirche im Ort auf seinem Grund und Boden ihm privat gehörte.

Friedel Birker war eine schillernde Persönlichkeit, die Rolf Hufnagel den Zuhören in einem Vortrag mit vielen Fotos näherbringt. Alle Interessierten sind herzlich nach Bad Berleburg eingeladen.