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25.02.2018
Von: Jens Gesper

160 Besucher beim @nderen Gottesdienst

Im wichtigen Gottesdienst für Johannes Drechsler sangen Feudinger CVJM-Tonspuren


Mit 160 Besuchern herrschte viel Betrieb beim „@nderen Gottesdienst“ am Sonntagabend im Feudinger Gemeindehaus.

Der Gesang der Feudinger CVJM-Tonspuren schmückte den „@nderen Gottesdienst“ am Sonntagabend im Feudinger Gemeindehaus.

Nach dem „@nderen Gottesdienst“ am Sonntagabend im Feudinger Gemeindehaus blieben viele der Besucher noch, auch um mit Gemeindepädagoge Johannes Drechsler (Dritter von rechts) zu reden.

Mit 160 ganz jungen wie auch älteren Gottesdienst-Besuchern platzte das Feudinger Gemeindehaus der örtlichen Kirchengemeinde am Sonntagabend fast aus allen Nähten. Auf dem Programm stand „Der @ndere Gottesdienst“. Ausdrücklich so geschrieben, denn es sollte nicht nur die Uhrzeit anders sein als üblicherweise, sondern der Anspruch sollte einfach insgesamt moderner sein. Deshalb das @-Zeichen aus dem Internet. Am Ende fand man als Besucher aber auch ganz analog den Einstieg in den Gottesdienst, vieles war doch wie gewohnt: Denn auch wenn es kein Gesangbuch gab, so wurde trotzdem gesungen. Die Lieder wurden mit dem Beamer an die Wand geworfen genau wie der Predigttext, in den man deshalb auch während der gesamten Predigt von Johannes Drechsler praktischerweise immer wieder hineinschauen konnte.

Seit einem knappen Jahr arbeitet der Gemeindepädagoge im Oberen Lahntal. Dabei übernimmt Johannes Drechsler viele Aufgaben des Pfarrers, weil die Feudinger Kirchengemeinde ihre halbe Pfarrstelle nicht besetzen konnte. Dieses landeskirchliche Modellprojekt will ausloten, wie trotz des absehbaren Pfarrer-Mangels auch in Zukunft durch kreative Ideen und im Zusammenspiel verschiedener Berufsgruppen eine lebendige und fruchtbare Gemeindearbeit gesichert werden kann. Seit April 2017 predigt Johannes Drechslerin in Wittgenstein, aber die formale Befähigung dafür fehlte ihm noch. So hat er in den vergangenen Monaten drei viertägige Seminare als Laienprediger am Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der Evangelischen Kirche von Westfalen in Villigst absolviert, um den formellen Richtlinien Rechnung zu tragen. Beim Gottesdienst jetzt war auch Superintendent Stefan Berk, der als Leitender Theologe im Kirchenkreis nochmal anders als die übrigen Besucher der Predigt zuhörte. Er gibt jetzt am Ende dieser beschleunigten Prädikanten-Ausbildung seine Stellungnahme ab, die dann den Abschluss der Fortbildung darstellt.

Stefan Berk erlebte einen Gottesdienst mit, in dem nicht nur Johannes Drechsler, sondern auch andere Gemeindeglieder zu Wort kamen. Zu hören waren außerdem noch die Feudinger CVJM-Tonspuren, deren fabelhafter Gesang den Gottesdienst zusätzlich schmückte. Und danach blieben viele der Gäste im Gemeindehaus zum späten Kirchcafé, ausdauernd wurde über Gott und die Welt geredet. Damit wurde klar, dass das Konzept mit der @nderen Uhrzeit sehr gut aufgegangen war.