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19.10.2017
Von: Jens Gesper

Ideen, Wünsche, Träume, Möglichkeiten

Zukunftswerkstatt für Wemlighäuser Kirche am 9. Dezemebr im Abenteuerdorf


Knapp anderthalb Monate sind verstrichen seitdem man sich in Wemlighausen bei der Gemeindeversammlung der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Berleburg darauf einigte, dass Presbyterium und eine Bürger-Gruppe aus Schüllar und Wemlighausen für den Erhalt der gemeindlichen Gebäude in Wemlighausen mit der Kirchenkreisverwaltung ins Gespräch kommen wollten. Ziel war es, in finanziell schwieriger werdenden Zeiten die Gebäude zu erhalten - auch durch ein größeres ideelles und finanzielles Engagement der Dorfgemeinschaften. Bevor sich der Verwaltungsleiter Oliver Berg jedoch diese Woche aus dem Siegener Kreiskirchenamt auf den Weg zu einem erneuten Treffen in Wittgenstein machte, wurde ihm signalisiert, dass dieses nicht stattfinden werde. Gespräche im Vorfeld zwischen Kirchengemeinde und Bürger-Gruppe hatten offenbart, dass der Erhalt aller Gebäude definitiv nicht zu stemmen ist.

Am Donnerstagabend hatte nun die Kirchengemeinde ihre Presbyteriums-Sitzung, bei der erneut über die Gebäudesituation in Wemlighausen gesprochen wurde. Auch wenn das zwischenzeitlich anvisierte Maximalziel der Ortschaften nicht erreicht werden konnte, hat sich deutlich etwas geändert. Insbesondere die Gemeindeversammlung im September hatte dem gemeindlichen Leitungsgremium eindrucksvoll signalisiert, dass die Menschen in Schüllar und Wemlighausen etwas tun wollen, um ihre Kirche im Dorf zu lassen. Die fest ins Auge gefasste Schließung der Wemlighäuser Kirche zum neuen Jahr ist für das Presbyterium vom Tisch. Allerdings entschieden sich die Presbyteriums-Mitglieder am Donnerstagabend dafür, dass man in den nächsten Wochen auf einen Makler zugehen werde, um die Möglichkeiten auszuloten, wie man sich am sinnvollsten von dem Pfarrhaus mit dem großen Gemeindesaal trennen könne. Bei kirchlichen Gebäuden und Grundstücken kein leichtes Unterfangen, weil hier auch immer eine detaillierte Abstimmung mit der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld erfolgen muss. Dabei ist sich das Presbyterium eines weiteren Problems bewusst. Die Heizung von Pfarrhaus und Kirche ist nämlich verbunden. Doch auch diese Schwierigkeit macht den Presbyteriums-Mitgliedern keine Angst mehr.

Nichtdestotrotz will die Kirchengemeinde ein Konzept, wie die Kirche in Wemlighausen erhalten werden soll. Mäßig besuchte Gottesdienste sind noch kein gutes Argument für den Erhalt der Kirche. Es muss mehr Leben in die Kirche, so lautet die Grundüberzeugung des Presbyteriums. Und in Erinnerung an die äußerst lebendige Gemeindeversammlung im September möchte die Kirchengemeinde am Samstag 9. Dezember, alle Gemeindeglieder und Interessierten aus Wemlighausen, Schüllar und natürlich aus Bad Berleburg ins Abenteuerdorf Wittgenstein einladen: Einen halben Tag lang sollen sich alle gemeinsam Gedanken über die Zukunft der Wemlighäuser Kirche machen. Ob es um mehr organisierte gemeindliche Gruppen oder neue Gottesdienst-Formen geht, das entscheiden diejenigen, die an diesem Tag diskutieren wollen. Das Presbyterium hofft auf eine ähnlich beeindruckende Kulisse wie bei der Versammlung im September und möchte gern mit allen, die sich einbringen wollen, an diesem Tag über Ideen, Wünsche, Träume und Möglichkeiten nachdenken.