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< Verabschiedung für Matthias Gleibe
15.10.2017
Von: Jens Gesper

Matthias Gleibe geht nach Ostwestfalen

100 Besucher beim Verabschiedungs-Gottesdienst des Winterberger Pfarrers


„Gott segne deinen Blick zurück und deine Schritte nach vorn. Er bewahre dir die Erfahrungen an diesem Ort und begleite dich auf dem Weg, der vor dir liegt.“ So verabschiedete Superintendent Stefan Berk den Winterberger Pfarrer Matthias Gleibe aus seinem Dienst.

Die Presbyter Dr. Friedrich Opes (Zweiter von links) und Ute Röttger (Zweite von rechts) hatten für das Ehepaar Gleibe zum Abschied Geschenke dabei: In Ostwestfalen können sie demnächst auch ein Bild von der Evangelischen Kirche in Winterberg aufhängen.

Auch der katholische Pfarrer Norbert Lipinski (links) und Monsignore Dr. Wilhelm Kuhne (Zweiter von links) hatten zum Abschied für den evangelischen Pfarrer Matthias Gleibe (rechts) Geschenke mitgebracht.

Winterbergs stellvertretender Bürgermeister Martin Schnorbus (links) erinnerte an viel Gutes, mit dem sich die Evangelische Kirchengemeinde Winterberg während der Zeit von Matthias Gleibe in das Leben der Stadt eingebracht hatte.

Auch Manfred Gringel wünschte als früherer evangelischer Pfarrer Winterbergs seinem scheidenden Nachfolger Matthias Gleibe (rechts) alles Gute.

Der neue Gemeinderaum unter der Empore passte perfekt für das Kaffeetrinken nach dem Verabschiedungs-Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Winterberg.

Kurz vorm Verabschiedungs-Gottesdienst sagten die Nachbarn beim Kollegenfrühstück schon mal Lebewohl: Die Pfarrer Jürgen Rademacher (rechts) aus Eslohe, Ursel Groß aus Grafschaft und Thomas Janetzki (links) aus Wingeshausen wünschten Matthias Gleibe für den Dienst in Ostwestfalen alles Gute.

Am ersten Advent 2007 wurde er feierlich ins Amt eingeführt, am Sonntag wurde er feierlich verabschiedet: Matthias Gleibe, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Winterberg. „Fast genau zehn Jahre hast Du hier in Winterberg als Pfarrer gelebt und gearbeitet, Du und Deine Frau Claudia, die dieser Gemeinde genauso verbunden ist wie Du selbst. Das konnte man immer und überall spüren, wie wichtig es Euch beiden war, als Christen mit diesem besonderen Auftrag der Verkündigung hier zu leben.“ So sprach Superintendent Stefan Berk als Leitender Theologe des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein, zu dem die Winterberger Kirchengemeinde gehört, Matthias Gleibe jetzt in dessen Verabschiedungs-Gottesdienst an. Stefan Berk unterstrich: „Das war Dir abzuspüren, diese tiefe Ernsthaftigkeit des Fragens nach dem Grund des Glaubens, nach der Rettung, nach dem Heil, dass Gott uns durch seinen Sohn Jesus Christus versprochen hat.“

Nach der offiziellen Entpflichtung durch Superintendent Berk im Gottesdienst, der musikalisch von Christian Blaufuß an der Orgel sowie Ute Röttger und Ludger Kleinsorge mit Gesang und Gitarre gestaltet wurde, meldeten sich noch einige Gäste für Abschieds-Grußworte. Während Stefan Berk von Matthias Gleibes Ernsthaftigkeit gesprochen hatte, legte Dr. Friedrich Opes für das Presbyterium seinen Schwerpunkt auf etwas ganz Anderes. Er bedauerte es, dass der Pfarrer seinen Humor, seine Schlagfertigkeit mitnehmen werde. Der stellvertretende Winterberger Bürgermeister Martin Schnorbus erinnerte an unterschiedlichste Aktivitäten in der Amtszeit von Matthias Gleibe, mit denen sich die Evangelische Kirchengemeinde über ihre gemeindlichen Kernaufgaben hinaus ganz besonders in den Dienst für die Menschen gestellt hatte: sei es durch die Kleine-Offene-Tür-Einrichtung, bei der Flüchtlingsarbeit oder auch durch ein wahrnehmbares kirchliches Auftreten bei der Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaft vor zweieinhalb Jahren. Oft arbeiteten dabei Katholische und Evangelische Kirche Hand in Hand gut zusammen. So verwunderte es nicht, dass sowohl der katholische Pfarrer Norbert Lipinski als auch Monsignore Dr. Wilhelm Kuhne bei der Verabschiedung von Matthias Gleibe waren und sich über die Annäherung freuten, die gerade im laufenden Jahr des Reformations-Jubiläums viel Neues gebracht habe. Für die evangelische Seite war neben Matthias Gleibes Amtskollegen Ursel Groß und Jürgen Rademacher sowie Finanzkirchmeister Dr. Hans Dürr aus den Kirchengemeinden Dorlar und Gleidorf, die zum Wittgensteiner Kirchenkreis gehören, auch Pfarrer Uwe Steinmann aus der benachbarten Kirchengemeinde Medebach beim Gottesdienst. Während es hier um Abschied ging, gab es auch Gäste in der Kirche, die sich freuten. Volker Hafer sprach ein Grußwort, er ist Presbyter in der ostwestfälischen Kirchengemeinde Hunnebrock-Hüffen-Werfen, in der Matthias Gleibe schon zum 1. November seine neue Stelle als Pfarrer antritt.

Das anschließende Kaffeetrinken fand in der frisch umgebauten Evangelischen Kirche statt, wo die Gemeinde jetzt unter der Empore einen freundlichen Gemeindesaal hat. Dass sich das Presbyterium mit dem Verkauf von Immobilien strukturellen Problemen gestellt und so verantwortungsvoll einen gangbaren Weg für eine gute Zukunft eingeschlagen hat, wird ein Pluspunkt sein, wenn Presbyterium und Kirchenkreis überlegen, wie es mit der Kirchengemeinde weitergeht. Die 1350 Gemeindeglieder entsprechen nach Wittgensteiner Maßstäben einer halben Pfarrstelle, wobei Stefan Berk schon lange die besondere Aufgabe sieht, die die vielen Touristen in einem solch beliebten Feriengebiet für eine Kirche mit sich bringen. Am Freitag setzt sich Stefan Berk mit dem Winterberger Presbyterium zusammen und wird mit dem gemeindlichen Leitungsgremium über die kommenden Schritte nachdenken. Als Erstes geht es dabei um die sogenannte Vakanz-Vertretung, im Übergang ist die evangelische Winterberger Pfarrstelle vakant - also unbesetzt. Auch wenn die Gemeinde es natürlich spüren wird, dass sie keinen eigenen Pfarrer hat, so wird ein anderer Pfarrer als feste Vakanz-Vertretung für die Gemeindeglieder ein verlässlicher Ansprechpartner sein. Über die Ergebnisse der Gespräche wird die Winterberger Kirchengemeinde zeitnah informiert.

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