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24.09.2017
Von: Jens Gesper

Zustimmend zur Kenntnis genommen

Versammlung der Dorlarer Kirchengemeinde freut sich über Pläne für Parkplätze und Überdachung


Das ist die Hälfte der rund 40 Gemeindeversammlungs-Besucher in der Esloher St.-Johannis-Kirche, die nach dem Gottesdienst blieben, um sich von Finanzkirchmeister Dr. Hans Dürr (rechts) wegen der geplanten Bauarbeiten auf den neuesten Stand der Dinge bringen zu lassen.

Im Anschluss an den Gottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde Dorlar fand jetzt in der Esloher St.-Johannis-Kirche eine Gemeindeversammlung statt, zu der sich immerhin rund zwei Drittel der 60 Gottesdienst-Besucher einladen ließen. Bereits zum zweiten Mal ging es in diesem Jahr in einer Gemeindeversammlung um geplante Bautätigkeiten der Kirchengemeinde. Schon im Mai waren Konzepte für drei Vorhaben vorgestellt worden: erstens die Umgestaltung der Sanitärräume im Gemeindehaus unterhalb der Kirche, zweitens die Schaffung neuer Parkplätze, drittens die Anlage einer Überdachung zwischen dem Kirchengebäude und dem freistehenden Kirchturm.

Projekt eins war unumstritten und soll in der zweiten Oktoberhälfte bis zum Reformationsfest umgesetzt werden. Die Sanitärräume werden nicht nur modernisiert, sondern auch noch um eine behindertengerechte Toilette und eine Wickelkommode erweitert. Bei Punkt zwei und drei wurde auch aufgrund kritischer Anfangen nach der ersten Gemeindeversammlung nachgebessert. Zu den Parkplätzen gehört die Vorgeschichte, dass sich die Dorlarer Kirchengemeinde vor knapp sechs Jahren auf die Esloher Kirchen als Mittelpunkt des Gemeindelebens zentriert und von ihren beiden Kirchen in Reiste und Wenholthausen getrennt hat. Die allwöchentlichen Gottesdienste für die knapp 1100 Gemeindeglieder finden jetzt in der Regel an der Esloher Martin-Luther-Straße statt - und hier gibt es gerade mal sieben Parkplätze. Von den zunächst am Hang neben der Kirche geplanten neuen Parkplätzen nahm das Presbyterium als Leitungsgremium der Kirchengemeinde Abstand, stattdessen sollen diese nun auf Höhe des Pfarrhauses entlang der Martin Luther-Straße entstehen.

Bevor Finanzkirchmeister Dr. Hans Dürr die neuen Überlegungen vorstellte, dankte er zunächst einmal ausdrücklich den Nachbarn für deren bisherige Geduld. Denn eine größere Veranstaltung der Kirchengemeinde sorge stets für eine schwierige Parksituation an der Wendehammer-Straße. Ihre Parkplatzzahl wolle die Kirchengemeinde jetzt mehr als verdoppeln: Zu den bestehenden sieben kommen zehn weitere, davon zwei als behindertengerechte, drei Meter breite Parkplätze. Auch wenn das Auto-Abstellen an Heiligabend oder zu den Konfirmationen absehbar schwierig bleibe, verbessere sich die Situation dennoch spürbar. Mit der Kommunalgemeinde seien die Dinge besprochen. Außerdem brauche die Kirchengemeinde für die Anlage der neuen Parkplätze keine Kredite. Die Nachfrage aus der Versammlung, ob diese Zahl an Parkplätzen ausreichend sei, wurde notiert. Man werde in den kommenden Jahren schauen, ob die Dinge nun so funktionierten.

Das bisherige Vordach vorm eigentlichen Kirchraum ist ein Flachdach - und das halte nicht mehr ewig, so Hans Dürr. Deshalb soll es kurzerhand inklusive eines größeren Vorplatz-Teils mit einem dunkelgrauen Stufendach aus Titanzink überdacht werden, das farblich gut zum Schiefer der Kirche passe. Zur Straße hin zeige künftig ein beleuchtetes Glasschild, dass es sich bei dem Gebäude um die Evangelische St.-Johannis-Kirche handelt. Genau gegenüber werde eine weitere Glasscheibe zwischen Kirchgebäude und Kirchturm angebracht, so dass demnächst auch der scharfe Wind weg sei, der schon mal direkt vor der Kirche pfeift, wenn die Gemeindeglieder nach dem Gottesdienst hier noch beieinander stehen und miteinander plaudern . Die Baugenehmigung, so der Finanzkirchmeister, sei eingeholt, den Preis fürs Dach schätzte er auf 38.000 Euro. Auch diese Planungen wurden von der Gemeindeversammlung sehr zustimmend zur Kenntnis genommen.