Familiengottesdienst mit Farbklecks >
< „Hand in Hand“ in Bad Berleburg
16.07.2017
Von: Jens Gesper

„Nicht jede Hand muss alles tun“

Berleburger Diakoniegottesdienst war als Hand-in-Hand-Arbeit vieler Beteiligter ein Erfolg


Viele verschiedene Hände für die vielen Facetten von diakonischer Arbeit im Diakonischen Werk und im Kirchenkreis Wittgenstein, die alle gut ineinandergriffen um den Diakoniegottesdienst in der Berleburger Stadtkirche unter der Überschrift „Hand in Hand“ auf die Beine zu stellen.

Im Berleburger Diakoniegottesdienst wurden auch neue Mitarbeiterinnen des Diakonischen Werks Wittgenstein für ihre wichtige Arbeit gesegnet.

Begrüßen, Injektionen setzen, telefonieren, Medikamente verabreichen, Autos lenken, Blutzucker messen, Trost spenden, Knöpfe annähen, Rollstühle schieben, vernetzen, Absprachen besiegeln, Stützstrümpfe anziehen, Halt geben, Würfel werfen, Computer bedienen, mit den Menschen oder für die Menschen beten - auch wenn die Aufzählung lang war, so war sie doch nicht einmal im Ansatz vollständig. Beim Diakoniegottesdienst für das Berleburger Stadtgebiet am Sonntagmorgen in der Evangelischen Stadtkirche Bad Berleburg zählten Vertreterinnen aus den unterschiedlichen Arbeitsbereichen des Diakonischen Werks Wittgenstein ziemlich Vieles auf, was bei ihnen alles Handarbeit ist. Denn überm Gottesdienst stand als Leitmotiv: Hand in Hand.

Nachdem die Berleburger Ortspfarrerin Claudia Latzel-Binder die rund 80 Besucher im Gottesdienst begrüßt und sich dabei über das „wunderbare Thema“ gefreut hatte, formulierte die Wittgensteiner Diakoniepfarrerin Simone Conrad die Frage, die am Anfang aller Überlegungen zum Gottesdienst gestanden habe: „Was tun unsere Hände in unserem Dienst?“ Begleitet mit an die Leinwand geworfenen Fotos von Wittgensteiner Händen gaben Mitarbeiterinnen vom heimischen Diakonischen Werk Auskunft: Christine Benfer von der Pflegedienstleitung, Regina Althaus und Edith Wahl von der Ambulanten Pflege, Heike Pöppel vom Ambulanten Hospizdienst, Karin Schneider vom Palliativdienst, Marion Bock von der Tagesbetreuung, Andrea Impelmann und Babara Lenz-Irlenkäuser von den Diakonischen Gemeindemitarbeit, Andrea Becker und Elke Boshof von der Alltagbegleitung und Katharina Belz von der Gesetzlichen Betreuung. Allein die kurzen Einbringungen und die zahlreichen Köpfe dahinter verdeutlichten, wie viele und wie verschiedene Menschen mit den unterschiedlichsten Begabungen das Diakonische Werk Wittgenstein ausmachen.

Simone Conrad freute sich, dass das Miteinander, das aus diesem Hand in Hand entsteht, Gott sei Dank eine wichtige Erkenntnis mitbringe: „Nicht jede Hand muss alles tun.“ Während jede und jeder Einzelne selbst in Gottes verlässlicher Hand geborgen sei, könne man in dieser Gewissheit Gottes Segen weitergeben. Mit dem gemeinsam gesungenen „So nimm denn meine Hände“ endete der Diakoniegottesdienst mit Simone Conrads Erläuterung, dass dies eigentlich kein Beerdigungslied, sondern früher auch bei Taufen, Konfirmationen und Hochzeiten gesungen worden sei.