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28.05.2017
Von: Leonie Hof

Gedenkstättenfahrt für junge Ehrenamtliche

Kreisjugendring und Kompetenzzentrum kooperierten bei Gedenkstättenfahrt nach München


20 junge Ehrenamtliche der Jugendarbeit im heimischen Evangelischen Kirchenkreis aus Wittgenstein und Hochsauerland unternahmen jetzt eine Gedenkstättenfahrt nach München, um dort die Spuren der Nazis zu erkunden.

20 junge Ehrenamtliche der Jugendarbeit im heimischen Evangelischen Kirchenkreis aus Wittgenstein und Hochsauerland unternahmen jetzt eine Gedenkstättenfahrt nach München. Diese wurde vom Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit im Wittgensteiner Kirchenkreis durchgeführt und gefördert mit Mitteln aus dem Kinder- und Jugendplan des Kreises Siegen-Wittgenstein und des Landes Nordrhein-Westfalen. Ganze vier Tage voller interessantem Programm verbrachten sie in einer der Hauptorte der nationalsozialistischen Bewegung.

Donnerstagmorgens ging es um 6 Uhr los, gähnend standen die 20 Mitarbeiter plus vier Leiter vor dem Bus, der sie innerhalb von acht Stunden nach München transportieren sollte. In der Hauptstadt Bayerns angekommen wurden die Koffer in den Zimmern verstaut, danach brach man direkt zum ersten Programmpunkt der Fahrt auf, eine Führung zum Thema „Hauptstadt der Bewegung“. Während dieser Führung wurden die Anfänge der Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) und der Aufstieg Adolf Hitlers beleuchtet. Dabei wurden auch verschiedenste Gebäude gezeigt, wie etwa das Hofbräuhaus, in dem damals einige berüchtigte Reden gehalten wurden. Nach der Führung gab es ein Abendessen, anschließend fielen die Reisenden müde in die Betten.

Der Freitag fing sehr entspannt an, dem Frühstück folgte eine kleine Wanderung ins Herz Münchens, zum Marienplatz. Dort gab es die Möglichkeit, die Innenstadt zu erkunden und zu bummeln. Ab 16 Uhr begann die zweite rund zweistündige Führung, „Nationalsozialismus und Widerstand“ das Thema. Die Kirchenkreis-Gruppe besichtigte unter anderem die berühmte Münchner Universität in der damals auch die Geschwister Scholl studierten. Es wurde selbstverständlich über die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ informiert, aber auch andere bedeutende Widerstandskämpfer Münchens wurden während dieser Führung durch Berichte noch einmal lebendig. Es schloss sich das Abendessen an, danach ging es noch einmal in die Münchener Innenstadt.

Der wichtigste Programmpunkt am Samstag, der auf keinen Fall fehlen durfte, war der Besuch im Konzentrationslager Dachau. Es begann mit einer kleinen Führung mit Informationen zum damaligen Leben dort, danach wurden in Kleingruppen verschiedene Punkte der Führung selbst bearbeitet und die Ergebnisse anschließend den anderen Kleingruppen vorgestellt. Allen Teilnehmern ging vor allem die Enge in den Baracken und das unmenschliche Lagerleben nahe. Gegen Abend wurde in einem kleinen Tagesabschluss im Englischen Garten über die vergangenen Tage und Erlebnisse gesprochen.

Nach dem letzten Frühstück im Hotel am Sonntag ging es zum Gottesdienst-Besuch in die Stephanus-Kirche. Danach führte der Weg die Gruppe wieder zurück nach Bad Berleburg. Nachdenklich und um einige wichtige Eindrücke reicher wurde das Ziel gegen Abend erreicht.