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20.05.2017
Von: Jens Gesper

Ein Apfelbaum als Konfirmationsgeschenk

Girkhäuser Presbyterium lässt sechs Jugendliche zu Hacke und Schaufel greifen


„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“ - dieser Satz wird Martin Luther zugeschrieben. Mit dem Weltuntergang ist gerade noch nicht zu rechnen, in Wittgenstein sowieso nicht. Trotzdem wurde jetzt neben der Girkhäuser Kirche ein Apfelbäumchen gesetzt. Am Tag vor der Girkhäuser Konfirmation bekamen die eine Konfirmandin und die fünf Konfirmanden vom Presbyterium der örtlichen Evangelischen Kirchengemeinde ein Apfelbäumchen geschenkt und vor dem großen Tag in der Kirche pflanzten die sechs junge Leute im Beisein von Pfarrerin Christine Liedtke und anderer Presbyteriumsmitglieder den Apfelbaum „Biesterfelder Renette“. Wikipedia weiß über die Sorte: „Der Baum ist im Wuchs kräftig und starkwüchsig. Er ist reichtragend und sehr anspruchslos. Besonders für Höhenlagen geeignet.“

Eigentlich hatten die Jugendlichen am Samstagmorgen nur mit einer Probe für die Konfirmation tags drauf gerechnet, sie wurden vom Geschenk des Presbyteriums überrascht. In einer Kooperation des gesamten Konfirmanden-Jahrgangs pflanzten sie den Baum alle gemeinsam. Klaus Saßmannshausen erläuterte als Presbyteriums-Vorsitzender, wie das Geschenk gemeint sei: „Das Apfelbäumchen soll euch immer an den Anspruch von Martin Luther erinnern, wenn ihr einmal Probleme habt, geht zu eurem Baum bei eurer evangelischen Kirche in Girkhausen, erinnert euch an den Satz von Martin Luther, schöpft wieder neue Hoffnung, denn das Leben geht mit Gottes Hilfe weiter, es gibt einen neuen Anfang.“

Theologisch und theoretisch gab es beim Konfirmations-Gottesdienst noch mehr zum Thema „Wachstum“, ganz praktisch lud Pfarrerin Christine Liedtke die Jugendlichen allerdings schon mal zum Apfelkuchen-Essen im Herbst 2027 ein, wenn sich die Konfirmation zum zehnten Mal gejährt haben wird.