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14.04.2017
Von: Sophie Saßmannshausen und Theresa Heß

„Lernen kann auch Spaß machen“

Osterseminar brachte 58 junge Mitarbeitende aus 14 der 15 Kirchengemeinden zusammen


Wie jedes Jahr wurde in den Osterferien die Schulung für ehrenamtliche Mitarbeiter in den Kirchengemeinden und CVJMs vom Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein durchgeführt. In diesem Jahr fand das Osterseminar in Schwarzenborn statt. Unter der Leitung von Thomas Lindner und Philipp Hartmann vom Kirchenkreis-Kompetenzzentrum für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit waren insgesamt 58 Teilnehmer und weitere neun Mitarbeiter unterwegs.

Los ging es Freitagnachmittag in Bad Berleburg. Nachdem abends alle ihre Zimmer in Schwarzenborn bei Kassel bezogen hatten, waren erst mal Spiele angesagt, die dabei halfen, einander besser kennenzulernen. Das war nötig, schließlich kamen die Teilnehmenden in diesem Jahr aus 14 der 15 Gemeinden des Kirchenkreises: aus dem Hochsauerländer Dorlar und Gleidorf im Norden genauso wie aus dem Banfetal im Süden.

Der Samstag startete mit einzelnen Workshops, in denen es um das beliebte Jugger-Spiel, um Bubbleball, bei dem die Teilnehmenden selbst in riesigen aufblasbaren Kugeln wie Bälle aussahen und Fußball spielten, um erfrischende Wasserspiele oder die Herstellung von Seife ging. So wurden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, eine Gruppenstunde zu gestalten. Eine Bibelarbeit zu Martin Luther, bei der sein Leben in verschiedenen Szenen dargestellt wurde, durfte im Reformationsjubiläums-Jahr auch nicht fehlen. Später schlossen sich Kurse zum Thema „Gruppenpädagogik“ und „Gaben“ an. Hier mussten sich die Seminaristen mit sich selbst beschäftigen und sich einschätzen. Außerdem spielten sie unterschiedliche Gruppensituationen durch, dachten über Gruppendynamik nach und überlegten sich, wie Leiter Gruppenprozesse steuern können.

Nach einem kreativen Gottesdienst und weiteren Kursen splittete sich die große Gruppe auf, die Jugendlichen aus dem ersten Jahr hatten Andachten als Thema und die Jugendlichen aus dem zweiten Jahr lernten alles über Bibelarbeiten, die am Montag auch selber vorbereitet und vorgestellt wurden. Anregungen dafür fanden sie täglich bei verschiedenen Andachten der Mitarbeiter.

Zwischendurch war Zeit für ein Spiele-Karussell, bei dem die Gemeinschaft mit viel Spaß noch besser wurde. Ein Highlight war für alle der Tagesausflug nach Kassel. Jungen und Mädchen wurden getrennt, die einen fuhren Kart während die anderen das Naturkundemuseum besuchten. Dort gab es eine Führung zum Thema „Eiszeit“. Hinterher tauschten die beiden Gruppen ihre Einsatzorte. Dabei kam die Freizeit in der Stadt natürlich auch nicht zu kurz. Abends aßen alle gemeinsam in einem Restaurant. Vollkommen satt und müde traten alle gemeinsam die Rückreise nach Schwarzenborn an.

Inzwischen zu einer echt starken Gemeinschaft geworden mussten sich die Teilnehmenden am Donnerstag wieder in zwei Gruppen trennen, um über rechtliche Grundlagen und über seelsorgliche Aspekte der Arbeit aufgeklärt zu werden. Die Bibelarbeit am Nachmittag über die Dreifaltigkeit Gottes machte den Jugendlichen ebenfalls viel Spaß und war nebenbei auch noch informativ.

Für den Abschlussabend hatten die Teilnehmer schon vorher verschiedene Informationen zum Dresscode bekommen, so waren sie zum Schluss alle Außerirdische von verschiedenen Planeten. In diesen Gruppen absolvierten sie viele Aufgaben, die Teamfähigkeit forderten, um eine Rakete zum Starten zubringen. Am letzten Morgen gab es den Abschlussgottesdienst, in dem die Leute aus dem zweiten Jahr ausgesandt wurden. Nach dem Mittagessen und einer ausgiebigen Verabschiedung ging es zurück in die Heimat. Die entscheidende Erkenntnis des Osterseminars lautete nach einer wunderschönen Zeit: „Lernen kann auch Spaß machen.“

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