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11.04.2017
Von: Jens Gesper

Wieder ökumenisch auf dem Kreuzweg

Rund um Erndtebrücker Gickelsberg fand nach zwei Jahren Pause Traditionsveranstaltung statt


Wer hier evangelisch und wer hier katholisch ist, das spielt keine Rolle. Wichtig war, dass man sich kurz vor Karfreitag und in Erwartung der anschließenden frohen Osterbotschaft beim Ökumenischen Kreuzweg gemeinsam miteinander auf den Weg machte.

Nach zwei Jahren Pause aus verschiedenen Gründen zog der Ökumenische Kreuzweg auf dem kommunalen Erndtebrücker Gemeindegebiet jetzt kurz vor Karfreitag wieder über 50 jüngere und ältere Interessierte an, die zwei Stunden lang gemeinsam unterwegs waren und sieben Mal anhielten, um sich an ebenso vielen Kreuzweg-Stationen den Leidensweg Christi in Erinnerung zu rufen. Das geschah bei gemeinsamen Liedern, Bildbetrachtungen und Gebeten, an jeder Station wurde zudem der Brückenschlag von dem Geschehen vor 2000 Jahren in die Gegenwart geschafft.

Wie immer waren die Evangelischen Kirchengemeinden Birkelbach, Erndtebrück und Erndtebrück dabei, ebenfalls wie immer war die Katholische Christus-König-Gemeinde Erndtebrück vertreten und gestaltete eine Kreuzweg-Station. Neu war, dass sich mit Berit Nolting auch eine Pfarrerin der Raumländer Kirchengemeinde mit auf den Weg machte. Birkelbacher, Erndtebrücker, Raumländer und Wingeshäuser Kirchengemeinde bilden eine Wittgensteiner Kirchenkreis-Region, möglicherweise könnten sich künftig auch die Berghäuser, Dotzlarer, Hemschlarer, Raumländer, Rinther, Sassenhäuser, Stünzeler und Weidenhäuser ganz offiziell am Ökumenischen Kreuzweg beteiligen - wobei das Angebot natürlich immer für alle Interessierten aus ganz Wittgenstein offen steht. Eine Räumländer Beteiligung würde auch durch eine veränderte Organisation einfacher: War es früher aufgrund der Gegebenheiten meistens ein Weg von Birkelbach nach Erndtebrück oder umgekehrt, ist das Konzept jetzt, dass eine Gemeinde allein die Veranstaltung ausrichtet. So kann der Kreuzweg künftig auch mal rund um Wingeshausen, Müsse und Aue führen, so dass die Wingeshäuser nicht nur immer Gäste sein müssen.

Ausrichter war diesmal bei der Premiere die Evangelische Kirchengemeinde Erndtebrück, in ihrer Kirche ging der Weg los und endete auch bei einer gemeinsamen Suppe. Am Konzept unterwegs änderte sich nichts: Zwischen den Stationen mischte sich die Gruppe immer wieder neu in andere Gesprächsrunden, man plauderte über Gott und die Welt. Und wer nicht direkt aus der Edergemeinde war, der bekam unterwegs bei der Tour über den Gickelsbeg ganz neue Ausblicke auf Erndtebrück geboten, trotz veränderter Streckenverläufe war der Ökumenische Kreuzweg zwischen Erndtebrück und Birkelbach oder umgekehrt in den vergangenen Jahren für Mehrfach-Teilnehmer schon ein bisschen vorhersehbar geworden. Auch hier funktionierte das neue Konzept gut, so dass es hoffentlich im kommenden Jahr wieder einen Ökumenischen Kreuzweg in Wittgenstein gibt.

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