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22.01.2017
Von: Jens Gesper

Ein Wochenende im Christus-Haus

Berleburger Teen-Kreis bot von Freitag bis Sonntag eine Wohngemeinschaft


Gemeinsam kickern,...

... gemeinsam Speisen-Zubereiten,...

... gemeinsam essen,...

... gemeinsam klettern,...

... gemeinsam nachdenken,...

.... gemeinsam Abendgebet feiern beim WG-Wochenende des Berleburger Teen-Kreises.

„Wie kann aus einem Leben in der Mittelmäßigkeit ein Leben der Leidenschaft werden?“ - die Fragestellung für das WG-Wochenende des Berleburger Teen-Kreises im Christus-Haus war schon sehr ehrgeizig. Von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag lebten 20 Jugendliche im Konfirmanden-Alter als Wohngemeinschaft auf Zeit ohne Eltern, aber mit Chiara Bauhöfer, Max Born, Fabian Mettbach und Franziska Beitzel, vier Mitarbeitenden aus der Jugendarbeit, in dem Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Berleburg im Herrengarten. Neben Dusch-, Koch- und Putzplan halfen 16 Regeln von „Die Teilnehmer haben Rauchverbot“ bis „Nachts wird das Christus-Haus nicht verlassen“, von „Das Handy wird nur in der Freizeit benutzt“ bis „Wir sind kein Hotel Mama“ das Zusammenleben zu organisieren. Und es funktionierte, und alle hatten Spaß, und keiner wurde verletzt, auch wenn es hie und da hoch hinausging bei der Veranstaltung, die finanziell vom Förderverein der Berleburger Kirchengemeinde unterstützt wurde.

Das Programm war vielfältig, das gemeinsame Essen gut, zum Langweile-Bekommen blieb überhaupt keine Zeit. Das Geländespiel „Stratego“ im Berleburger Stadtpark gehörte genauso zum Programm wie ein gemeinsamer Besuch im Kletterpark und im Hochseilgarten in Schmallenberg. Die Gruppe schaute gemeinsam den Film „Gott ist nicht tot“, in dem ein amerikanischer College-Professor seine Studierenden in einem Philosophie-Kurs dazu zwingt, den Satz „Gott ist tot“ auf ein Blatt Papier zu schreiben, weil sie sonst durchgefallen sind. Ein junger Mann widersetzt sich dem, deshalb soll er dann dem Professor Gottes Existenz beweisen. Es gab Stille Zeiten, es wurde ein Gebetsabend gefeiert, die 14 Konfirmanden der Gruppe hatten Konfi-Unterricht und alle zusammen besuchten den Gottesdienst mit Pfarrerin Christine Liedtke am Sonntagmorgen in der Stadtkirche. Aus all diesen sehr unterschiedlichen Erlebnissen destillierte die Mitarbeitenden eine Erkenntnis: „Wir als Christen sollen und wollen wachsen, weil Stillstand Rückgang ist. Stehen bleiben bedeutet Rückschritt, wir wollen wachsen, wachsen in unserem Glauben und dabei geht es tatsächlich um mehr. Mehr von Jesus, mehr Vertrauen in Gott, mehr Kraft, mehr Leidenschaft, mehr Sehnsucht nach Gott.“

Aus dem Jesu-Wort „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er‘s euch gebe“ abgeleitet und mit dem Satz aus Paulus Epheser-Brief „Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen“ vor Augen versicherte das junge WG-Team den noch jüngeren Teilnehmern des Wochenendes: „Du bist berufen, von Gott geliebt zu sein, ohne Bedingungen und ohne Forderungen; Gott liebt dich so, wie du bist, ja er liebt dich, weil du so bist wie du bist, weil er dich (extra) so geschaffen hat.“ Mit dieser Gewissheit kann aus jedem Leben der Mittelmäßigkeit ein Leben der Leidenschaft werden. Und selbst wenn trotzdem nicht jeder Tag gleich gut gelingt, legen Gott und der Glaube an ihn doch das Fundament für diese Gewissheit.

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