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18.12.2016
Von: Jens Gesper

Simone Conrad ins neue Amt eingeführt

Diakoniepfarrerin und DW-Mitarbeitende gestalteten Gottesdienst in Wingeshausen


Viele Menschen trugen am Sonntag in der Wingeshäuser Kirche ihr Scherflein dazu bei, dass der Diakoniegottesdienst der Erndtebrücker Kirchenkreis-Region, bei dem Diakoniepfarrerin Simone Conrad (Mitte) ins Amt eingeführt wurde, gelang.

„Tragt zu den Alten ein Licht“, „Tragt zu den Kranken ein Licht“ und „Tragt zu den Kindern ein Licht“, das sang am Sonntag die versammelte Gemeinde in der Wingeshäuser Kirche. Passenderweise, denn hier wurde Diakoniegottesdienst gefeiert, und viel konkreter kann man den diakonischen Auftrag von Kirche kaum in einem Lied beschreiben. Gut 150 Besucher füllten die Kirche. Aus ganz Wittgenstein und dem Hochsauerland hatten sich Menschen auf den Weg gemacht, im Rahmen des Gottesdienstes wurde auch die neue Diakoniepfarrerin des Kirchenkreises ins Amt eingeführt. Simone Conrad arbeitet seit Sommer mit je einer halben Stelle als Pfarrerin der Birkelbacher Kirchengemeinde und als Wittgensteiner Diakoniepfarrerin, kein leichtes Nebeneinander.

Deshalb ermutigte Pfarrer Stefan Berk als Superintendent des Kirchenkreises Simone Conrad bei ihrer Einführung: „Jetzt musst Du genauer hinschauen, die Kräfte einteilen, weil beide Wege Dich ganz brauchen. Und die Wege zu den Menschen könnten immer noch intensiver, immer noch häufiger, immer noch länger sein.“ Und auch wenn Simone Conrad das Arbeitsgebiet „Diakonie“ als Gemeindepfarrerin natürlich genau kennt, so sind jetzt ganz neue Aufgaben hinzugekommen, die der Superintendent grob umriss: „Lebensberatung, Begegnung mit versteckter Not auch in unseren Dörfern, politische Zwänge, die die Arbeit manchmal eher behindern als fördern - dem allem wirst Du begegnen in dieser Verantwortung als Diakoniepfarrerin.“ Nicht ohne Simone Conrad im nächsten Satz zu versichern: „Aber das Wagnis lohnt sich. Denn Du bist getragen von vielen anderen, die auf diesem Weg schon lange unterwegs sind - und die Du schon kennen gelernt hast.“

Zwei gute Zeichen sandte in diesem Zusammenhang der Gottesdienst aus: Zum einen waren fast alle Presbyteriums-Mitglieder aus der Birkelbacher Kirchengemeinde, zum anderen viele Mitarbeitende des Diakonischen Werks (DW) Wittgenstein in Wingeshausen: Neben Geschäftsführer Thomas Dörr auch viele aus der Erndtebrücker Diakoniestation, denn dieser Diakoniegottesdienst war der für die Erndtebrücker Region im Kirchenkreis, zu der auch Wingeshausen gehört. Und wie immer bei den Kirchenkreis-Diakoniegottesdiensten ruhte auch diesmal die Gestaltung auf vielen Schultern. Einige Aktive aus der Diakonie nahmen ihre Zuhörer durch kurze Spielszenen aus der Kirche mit und schauten in zahlreiche Wittgensteiner Fenster, wo die Diakonie mit all ihren unterschiedlichsten Angeboten und ihren Mitarbeitenden ganz konkret segensreiche Lebenshilfe leistet. Passend dazu segnete Simone Conrad im Gottesdienst einige neue Mitarbeitende des Diakonischen Werks.

Zum anschließenden Kaffeetrinken im benachbarten Gemeindehaus blieben zahlreiche der Besucher aus Nah und nicht ganz so Nah. Auch das wieder ein klares Zeichen der Wertschätzung, so dass der Eindruck offenkundig war: Nach einem halben Jahr ist Simone Conrad in ihrem Amt als Diakoniepfarrerin des Wittgensteiner Kirchenkreises definitiv angekommen.

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