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14.11.2016
Von: Reni Rode

Diesmal fällt Weihnachten aus

Wittgensteiner Bezirksverband der Frauenhilfe stimmte auf Advent ein


Die Singgruppe stellte ein Adventslied beim Wittgensteiner Bezirksverband der Evangelischen Frauenhilfe in Oberndorf vor.

Weihnachten findet nicht statt - wieso könnte das passieren? Um diese Frage zu beantworten, könnte es viele Gründe geben, wissen doch viele Menschen gar nicht mehr, warum Weihnachten gefeiert wird. Dann könnte es doch genauso gut auch ausfallen. Noch wird diese Befürchtung nicht Wirklichkeit werden, verbinden zahlreiche Christen auch heute noch immer noch viele Bedürfnisse, Wünsche, Freuden und Hoffnungen mit der Advents- und Weihnachtszeit.

Um diesen Gedanken ausführlich nachzugehen, hatte der Bezirksverband der Evangelischen Frauenhilfe in Wittgenstein nach Oberndorf ins Gemeindehaus eingeladen. Dem befremdlichen Thema und dem trüben Novemberwetter zum Trotz hatten sich 49 Teilnehmerinnen mehrerer Frauenhilfe- und Frauentreffgruppen im Oberen Lahntal eingefunden. Man saß im Kreis um eine leere Mitte, die in früheren Jahren immer adventlich gestaltet war. Laute Swing-Musik ertönte aus dem Lautsprecher. Erstaunen, verständnisloses Lächeln machte sich breit. Einige Frauen bewegten sich im Rhythmus der Musik. Pfarrer Oliver Lehnsdorf wurde aufgefordert und tanzte mit Partnerin ums Plakat „Weihnachten fällt aus!“ herum. Ein komischer Beginn - aber gar nicht vorweihnachtlich!

Dann hieß Brigitte Rothenpieler als Vorsitzende des Bezirksverbands die Teilnehmerinnen sowie den Ortspfarrer willkommen, erklärte die Überlegungen und rückte so alles ins rechte Licht. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Lehnsdorf folgte eine Andacht von Pfarrerin Berit Nolting aus Berghausen. Beide betonten, dass auch die dunklen Tage des Lebens erfahren und durchlebt werden müssten, um nicht das verborgene Licht zu übersehen, sondern es wieder zu finden. Anschließend führte der Vorstand einen Sketch von Vorstandsmitglied Christel Knebel vor, der das Thema des Nachmittags vertiefte.

Was würde wirklich fehlen, wenn es Weihnachten nicht mehr gäbe? Gemeinsam wurden liebgewonnene Bräuche und Vertrautes zusammengetragen, auf Papierstreifen geschrieben und in die Kreismitte gelegt. Erstaunlich, wie schnell sie bedeckt war.

Nach der Kaffeepause wurde in Gruppen weiter gearbeitet und nachgedacht. Dabei standen Adventskranz und -kalender, Weihnachtsbaum und -lieder, Geschenke, Quiz- und Gesellschaftsspiele sowie Plätzchenbacken besonders im Mittelpunkt. Die Gruppenergebnisse wurden im Plenum vorgestellt, und dann gab es doch noch eine adventlich dekorierte Kreismitte sogar mit einem schneienden Tannenbaum.

Als zum Schluss der erwähnte Sketch nochmal, diesmal allerdings mit einem erweiterten Schlussteil gespielt wurde, wurde allen Anwesenden deutlich, worauf es Weihnachten in erster Linie ankommt. Jesus kam ohne all die weltlichen Dinge der Gegenwart auf die Erde. Sie sind schönes Beiwerk, aber wichtig ist allein die Frohe Botschaft. Sie wird uns auch heute noch verkündet. Ohne sie gäbe es Weihnachten nicht. Mit selbstgebackenen Plätzchen in einer gebastelten Geschenktüte und einer Arbeitsmappe mit Vorschlägen zur Gestaltung der adventlichen Nachmittage in den Frauengruppen traten alle den Heimweg an. Ein besonderer Dank des Bezirksverband-Vorstands ging für diesen frohen, aber auch besinnlichen Nachmittag an die Oberndorfer Frauenhilfe.