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14.10.2016
Von: Jens Gesper

Ein Lebenscafé für Trauernde in Bad Laasphe

Jeden dritten Montag im Monat gibt es jetzt das Angebot im Haus des Gastes


In Ergänzung zu seinem bisherigen Programm bietet der Ambulante Hospizdienst Wittgenstein jetzt auch in Bad Laasphe ein Lebenscafé für Trauernde: an jedem dritten Montag im Monat zwischen 15 und 17 Uhr im Raum „Zum Steinchen“ im Haus des Gastes.

Im Lebenscafé für Trauernde wird in Bad Laasphe demnächst geredet und geschwiegen, je nachdem, was dran ist. Bei der offiziellen Eröffnung wurde jetzt fürs Netzwerken vor allem miteinander gesprochen...

... und gesprochen...

... und gesprochen.

Drei Wochen nach der Wittgenstein-Premiere in Bad Berleburg wurde am Freitagabend in einer Feierstunde das Lebenscafé für Trauernde im Laaspher Haus des Gastes eröffnet. Drangvolle Enge herrschte im Raum „Zum Steinchen“ im ersten Obergeschoss. Sage und schreibe 60 Menschen wollten bei der offiziellen Eröffnung dabei sein. An gleicher Stelle warten die Mitarbeiterinnen des Lebenscafés ab jetzt an jedem dritten Montag im Monat zwischen 15 und 17 Uhr auf trauernde Angehörige. Nach zwei Jahren Vorarbeit geht das Café an den Start, um Anlaufstelle für alle Trauernden zu sein, die durch den Tod einen Menschen verloren haben. Für den Besucher gibt es zunächst eine gastfreundliche Begrüßung im Lebenscafé. Wie es weitergeht, ergibt sich, aber in jedem Fall soll Zurückhaltung gewahrt werden. Es geht um die Begegnung von Trauernden und die tröstende Erkenntnis, dass man nicht allein solch eine schwierige Situation erlebt.

Das neue Angebot versteht sich auch als Ergänzung zum Ambulanten Hospizdienst. Dieser hat derzeit in Wittgenstein rund 40 ehrenamtlich Mitarbeitende. Seit 13 Jahren ist der Hospizdienst inzwischen aktiv. Nachdem Thomas Dörr als Geschäftsführer des Diakonischen Werks Wittgenstein die Gäste bei der Feierstunde begrüßt hatte, stellte die Leiterin des Ambulanten Hospizdiensts, Tanja Baldus, gemeinsam mit Manuela Völkel Motivation und Konzept fürs Lebenscafé vor. Das Koordinatorinnen-Trio wird von Karin Schneider komplettiert. Gestaltet wurde die Eröffnung jedoch auch von weiteren ehrenamtlichen Kräften, für die Musik sorgte der Flötenkreis der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) Friedensdorf, zudem las Heike Pöppel das Buch „Der Baum der Erinnerung“ vor.

Grußworte sprachen Superintendent Stefan Berk für den Wittgensteiner Kirchenkreis und Laasphes Bürgermeister Thorsten Spillmann. Welch vernetzende Funktion dieser Abend allein schon hatte, wurde klar, wen man schaute, wie viele Menschen er zusammenbrachte: Vor Ort waren die Pfarrer Dieter Kuhli und Steffen Post der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Laasphe, die frühere Wittgensteiner Diakoniepfarrerin Stephanie Eyter-Teuchert, außerdem Pastor Wilfried Weniger von der örtlichen FeG, Ehrenamtliche des Hospizdienstes, Diakonische Gemeindemitarbeiterinnen, weitere Mitarbeitende der Wittgensteiner Diakonie, Presbyter, Vertreter von der Atempause Wittgenstein, des Feudinger Pflegediensts Engedi , des Oberndorfer Seniorenstifts Elim und des Laaspher August-Hermann-Francke-Hauses - eine Aufzählung ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Damit das Lebenscafé für Trauernde kostenlos vom Wittgensteiner Diakonischen Werk angeboten werden kann, braucht es Geld. Spenden an oder eine Mitgliedschaft im Freundeskreis für diakonische Arbeit im Kirchenkreis Wittgenstein sind da eine große Hilfe. Ein Faltblatt des eingetragenen Vereins gibt es hier. Wer sich genauer über das Laaspher Lebenscafé für Trauernde informieren möchte, ruft Gisela Homrighause unter Tel. (02752) 7071 an, sie ist in Bad Laasphe die Ansprechpartnerin für das Angebot.

Hier gibt es die Postkarte zum Lebenscafé.