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23.09.2016
Von: Jens Gesper

Ein Lebenscafé für Trauernde in Bad Berleburg

Jeden ersten Donnerstag im Monat gibt es jetzt das Angebot bei der Diakonie


Rituale sind wichtig: Tanja Baldus (links) entzündete eine Kerze als Zeichen, dass das Lebenscafé jetzt ein Licht für Trauender sein möchte. Heike Pöppel (rechts) ist Ansprechpartnerin, wenn man Fragen zu dem neuen Angebot in Bad Berleburg hat.

Silvia Dörr begleitete die Feierstunde musikalisch.

Bei der Diakonie gab es auch einen Büchertisch zum Thema „Trauer“.

„Lange saßen sie da und hatten es schwer, aber sie hatten es gemeinsam schwer - und das war ein Trost“, so heißt es in Astrid Lindgrens Buch „Ronja Räubertochter“. Und so steht es auf einer Postkarte vom Ambulanten Hospizdienst Wittgenstein beim heimischen Diakonischen Werk. Auf der anderen Seite steht Lebenscafé für Trauernde, denn genau dafür macht die Postkarte Werbung. Das nagelneue Angebot wurde jetzt in einer kleinen Feierstunde bei der Diakonie an der Berleburger Schützenstraße 4 der Öffentlichkeit vorgestellt. In diesem Haus wird das Lebenscafé auch künftig an jedem ersten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr seine Pforten öffnen.

Rund 40 Leute waren zum festlichen Eröffnungs-Termin gekommen. Und damit in etwa so viele wie der Ambulante Hospizdienst heute ehrenamtlich Mitarbeitende hat. Seit 13 Jahren ist der Hospizdienst inzwischen aktiv. Nachdem Thomas Dörr als Geschäftsführer des Diakonischen Werks die Gäste bei der Feierstunde begrüßt hatte, stellte die Leiterin des Ambulanten Hospizdiensts, Tanja Baldus, gemeinsam mit Manuela Völkel Motivation und Konzept fürs Lebenscafé vor. Das Koordinatorinnen-Trio wird von Karin Schneider komplettiert. Nach zwei Jahren Vorarbeit geht das Café nun an den Start, um Anlaufstelle für Trauernde zu sein, die durch den Tod einen Menschen verloren haben. Den Besucher erwartet zunächst eine gastfreundliche Begrüßung im Lebenscafé. Wie es weitergeht, ergibt sich dann, aber in jedem Fall soll Zurückhaltung gewahrt werden. Es geht um die Begegnung von Trauernden und die tröstende Erkenntnis, dass man nicht allein solch eine schwierige Situation erlebt. Wer sich genauer über das Angebot informieren möchte, ruft Heike Pöppel unter Tel. (02751) 13022 an, sie ist in Bad Berleburg die Ansprechpartnerin für das Angebot.

Welchen Stellenwart das Lebenscafé hat, machte die Anwesenheit von Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann bei der Vorstellung deutlich, der für dieses Angebot ausdrücklich dankte. Neben den Gemeindepfarrern Claudia Latzel-Binder, Christine Liedtke und Dr. Dirk Spornhauer war auch Peter Liedtke als Synodalassessor des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein bei der Feierstunde, der als Pfarrer ebenfalls wusste, wie gut es für Menschen im Trauerprozess ist, eine Anlaufstelle zu haben. Musikalisch umrahmte Silvia Dörr am Klavier die Veranstaltung, die mit Monika Schröders Lesung von „Leb wohl, lieber Dachs“ - einem Buch passend zum Thema Trauer - in einen gemütlichen Teil überging.

Hier gibt es die Postkarte zum Lebenscafé.
Hier gibt es das Faltblatt vom Hospizdienst..