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< Einladung ins Kinderhaus „Martin Luther“
28.08.2016
Von: Jens Gesper

„Hier ist ein Haus mit offenen Türen“

120 Besucher allein beim Gottesdienst im umgebauten Kinderhaus „Martin Luther“


Kita-Leiterin Sabine Dreisbach stellte mit den Kindern beim Gottesdienst die Bauarbeiten fürs Kinderhaus „Martin Luther“ der Evangelischen Kirchengemeinde Erndtebrück nach.

Pfarrer Stefan Berk bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen des umgebauten Kinderhauses „Martin Luther“ der Evangelischen Kirchengemeinde Erndtebrück...

... und enthüllte das neue Schild am Eingang des umgebauten Kinderhauses „Martin Luther“,...

... was die Besucher mit Applaus bedachten.

„Einfach spitze, dass du da bist“, das sangen sich am Sonntag die Besucher des Erndtebrücker Gemeinde-Gottesdienstes im Zelt auf dem schönen Außengelände hinterm Kinderhaus „Martin Luther“ gegenseitig zu. Und das galt für 120 kleine und große Leute, denn so viele hatten den Weg zum Festgottesdienst gefunden, mit dem der Evangelische Kindergarten der Erndtebrücker Kirchengemeinde seinen Neustart nach Um- und Anbau feierte. Damit waren es deutlich mehr Leute als unter das Zeltdach passten, aber bei strahlendem Sonnenschein konnte man auch gut unter freiem Himmel sitzen. Aus dem Kinderhaus wurde mancherlei Sitzgelegenheit angeschleppt. Der Erndtebrücker Pfarrer Stefan Berk hielt den Gottesdienst, der musikalisch von Kathrin Hackler und Manuel Burk an E-Piano und Gitarre begleitet wurde.

Stefan Berk machte entlang des Predigttextes deutlich, wie das Kinderhaus theologisch in das Konzept der Kirchengemeinde passt, in dem er die großen und kleinen Zuhörer ganz direkt ansprach: „Hier ist ein Haus mit offenen Türen. Und ich weiß nicht, ob Ihr das kennt - aber wenn ich das Gefühl habe, dass ich willkommen bin, dass sich jemand über mich freut, dann tut mir das richtig gut. Und so ist das auch mit unserem Kinderhaus hier. Für alle Kinder und Familien, die einen guten Platz für sich suchen. Für alle Mütter und Väter, die sich darauf verlassen wollen: Hier sind unsere Kinder gut aufgehoben. Und es ist ein Haus für Sie als Eltern. Wo Sie mit Ihren Fragen und Anliegen offene Ohren finden. Das ist uns als Gemeinde wichtig, weil wir versuchen, das wichtig zu nehmen, was Jesus erzählt hat. Damit sind wir nie fertig, das müssen wir immer wieder neu buchstabieren. Dafür sind wir Christen, und dafür gibt es unsere Kirchengemeinde in Erndtebrück. Und Sie als Familien können sich darauf verlassen, dass dieser gute Geist Gottes hier in diesem Haus wehen soll.“

Stellvertretend für alle Handwerker, die am Bau mitgewirkt hatten, dankte Stefan Berk Architekt Hans Georg Seifert. Neben den Worten gab es eine Playmobil-Figur von Martin Luther als greifbares Dankeschön. Für den großen Reformator, der jetzt ganz direkt Namens-Patron des Kinderhauses ist, war es eine entscheidende Bedingung seiner Theologie, dass das Volk durch Bildung mündig wurde. Auch Kita-Leiterin Sabine Dreisbach, die seit mittlerweile 34 Jahren in der Einrichtung arbeitet, und ihr siebenköpfiges Team bekamen einen solchen Luther zum Dank, wie Stefan Berk ausführte: „Ihr habt viel Phantasie gebraucht, viel Geduld, weil ja während des normalen Betriebs umgebaut wurde. Dass das alles so wunderbar geklappt hat, dass Ihr so viel angepackt habt, von oben nach unten geräumt und wieder zurück, immer wieder improvisiert - dafür wollen wir uns bedanken.“

Nach dem Gottesdienst wurde an der Straßenseite des frisch gestrichenen Kinderhauses ein nagelneues Schild feierlich enthüllt, das den Namen, den Erzieherin Annemarie Flüß künstlerisch umgesetzt hatte, zeigt. Danach wurde der Tag der offenen Tür gefeiert. Bei Bratwürstchen und einem riesigen Muffin-Büffet von herzhaft bis süß war für jeden Geschmack etwas dabei, Kinderschminken, Halstuch-Druckerei, Zauberer und Ballon-Artist sowie ein Quiz mit vielen spannenden Fragen sorgten dafür, dass niemand Langeweile hatte. Kindergarten-Team, Eltern und Presbyterium arbeiteten Hand in Hand auf den unterschiedlichen Baustellen, außerdem gab es Führungen von Sabine Dreisbach durch das umgebaute Gebäude. Am Ende waren es wohl rund 200 Besucher, die das Kinderhaus „Martin Luther“ besucht hatten.

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