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14.08.2016
Von: Jens Gesper

Sonntagmorgen im Teamwork

Viele Akteure beim Diakoniegottesdienst in der Christuskirche Schmallenberg


Viele Menschen mit vielen Köpfen und vielen Händen sorgten dafür, dass der Diakoniegottesdienst der evangelischen Kirchengemeinden Dorlar und Gleidorf am Sonntag in der Schmallenberger Christuskirche viele Facetten der diakonischen Arbeit beleuchtete.

Viel Betrieb herrschte beim anschließenden Kirchcafé im Katharina-Zell-Haus.

Knapp 100 Menschen bescherten der Christuskirche in Schmallenberg am Sonntag fast ein volles Haus. Die evangelischen Nachbarkirchengemeinden Dorlar und Gleidorf feierten hier ihren gemeinsamen Diakoniegottesdienst. Der Gottesdienst war ein Werk vieler Beteiligter und machte damit deutlich, wie gute Diakonie funktioniert: nämlich nur als Mannschaftsleistung. Viele Menschen trugen ihr Scherflein dazu bei, dass der Gottesdienst mit dem Leitmotiv „Hinsehen - hingehen - helfen - die vielfältigen Aufgaben der Diakonie“ gelang.

Gleich zu Beginn stellte Pfarrerin Ursel Groß das Team vor: Renate Kasten, Silvia Querbach und Christian Mertens von der Diakonie Ruhr-Hellweg, die in Schmallenberg arbeitet, Margitta Grebe für das Diakonische Werk Wittgenstein, da die Gemeinden Dorlar und Gleidorf zum Wittgensteiner Kirchenkreis gehören, sowie Christine Knape und Ingrid Krüger vom Ambulanten Hospizdienst „Schmallenberger Land“. Sie alle erzählten aus ihrer vielfältigen Arbeit. Die Orgel spielte an diesem Tag Frank Hanses. Zur festen Diakonie-Gottesdienst-Mannschaft gehörten neben Ursel Groß erneut Gisela und Günter Bannuscher aus der Gleidorfer sowie Karin Paetsch und Brigitte Stooff aus der Dorlarer Kirchengemeinde. Exemplarisch für die Arbeit der Diakonie wurden Schuldnerberatung, Suchtberatung und Vormundschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge genannt. Puzzleteil für Puzzleteil erschien neben dem Altar ein breit aufgestelltes Bild verschiedenster Arbeitsbereiche, die eines verband: Sie standen alle im Dienste der Nächsten. Dankbarkeit und Wertschätzung für die Arbeit von Hauptamtlichen, Nebenamtlichen und Ehrenamtlichen wurde im Gottesdienst immer wieder deutlich, zugleich aber ebenfalls die Einladung, diese Angebote auch anzunehmen. Ganz grundsätzlich wurde das Wort „Diakonie“ im Gottesdienst beleuchtet: „Der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet ‚Diener‘.“ Dabei wurde über den evangelischen Bereich hinaus geschaut: „In diesem Sinne arbeitet die katholische Kirche unter dem Namen ‚Caritas‘ - Nächstenliebe.“

Dem Abendmahlsgottesdienst schloss sich im Katharina-Zell-Haus unterhalb der Christuskirche ein Kirchcafé an, zu dem sich viele Gottesdienst-Besucher einladen ließen. Die Klienten vom Ambulant-Betreuten Wohnen in Schmallenberg hatten 100 Muffins gebacken und gespendet, der Ambulante Hospizdienst hatte 100 Partybrötchen verschiedener Geschmacksrichtungen mitgebracht, den Kirchcafé selbst hatten Gisela und Günter Bannuscher vorbereitet. Und so funktionierte der Kirchcafé nach dem gleichen Prinzip wie zuvor schon der Gottesdienst und die Diakonie ganz generell: im Teamwork.