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16.03.2016
Von: Jens Gesper

Viel Unterstützung für viel Gutes

Freundeskreis für diakonische Arbeit im Kirchenkreis hofft deshalb wieder auf mehr Spenden


Nach der Jahreshauptversammlung des Freundeskreises für diakonische Arbeit im Kirchenkreis Wittgenstein stellte sich der Vorstand zum Gruppenbild auf: Klaus Braun, Anja Irle, Ulrike Kloft, Matthias Köhler, Luise Dickel, Kassenwartin Barbara Kümmel, Heike Pöppel, Ina von Domarus als Vertreterin für den Freundeskreis im Kuratorium sowie Schriftführer Hans-Werner Christ (von links).

Rund 20 Leute kamen jetzt zur Jahreshauptversammlung des Freundeskreises für diakonische Arbeit im Kirchenkreis Wittgenstein, die im Berleburger Haus der Diakonie in stattfand. Der Verein unterstützt etwa den Ambulanten Hospizdienst und die Diakonische Gemeindemitarbeit. Breiten Raum nahm der Koordinatorinnen-Bericht des Ambulanten Hospizdiensts ein, den Tanja Baldus auch im Namen ihrer Kollegin Karin Schneider vortrug: „Der Ambulante Hospizdienst hatte 52 Erstkontakte mit Menschen, die schwerkrank oder sterbend waren und deren Angehörigen. 30 Menschen durften wir durch haupt- und ehrenamtliche Hospizhelfer am Lebensende begleiten.“ Rund zwei Drittel der Begleitungen fanden im ambulanten, etwa ein Drittel im stationären Bereich statt. Sie dauerten von einem Tag bis zu einem halben Jahr. Begleitungen wurden vor allem auf Berleburger Gebiet in Anspruch genommen, in Erndtebrück wurden drei, in Bad Laasphe vier Betroffene und ihre Angehörigen begleitet. 38 Hospizdienst-Ehrenamtliche waren eingebunden.

Verabschiedet aus dem Dienst haben sich nach etwa zehn Jahren Ilse Runge, Horst Meyer und Jutta Vinken. Aber im November erhielten 15 Teilnehmerinnen ihr neues Zertifikat, weil sie im Befähigungskurs für ehrenamtliche Sterbebegleitung insgesamt 100 Unterrichtseinheiten absolviert hatten: „Erfreulich ist zu berichten, dass alle Teilnehmerinnen sich bereit erklärt haben, sich für ein würdevolles und selbstbestimmtes Sterben im Hospizdienst einzusetzen“, so Tanja Baldus.

Und die Anfragen werden mehr, wie die Koordinatorin vermutet: „Die stationären Einrichtungen sind jetzt durch das Gesetz aufgefordert, mit einem Ambulanten Hospizdienst zusammenzuarbeiten, um eine nachhaltige Hospizkultur zu leben. Das bedeutet für uns, dass wir mehr in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern angefragt werden.“ Außerdem sprach die Koordinatorin ein anderes Projekt an: „Ein Höhepunkt in diesem Jahr wird die Eröffnung des Lebenscafé für Trauernde sein. Wir möchten Trauernden in einem geschützten Raum die Möglichkeit geben, mit Menschen, die in Trauer sind, in Kontakt zu kommen.“ Je einmal im Monat soll es ein Treffen beim Diakonischen Werk in Bad Berleburg und im Laaspher Haus des Gastes geben.

Auch Babara Lenz-Irlenkäuser gab als Koordinatorin für die Diakonische Gemeindemitarbeit in Wittgenstein einen kurzen Einblick in deren Arbeit. Es waren knapp 2100 Besuche der zwölf Diakonischen Gemeindemitarbeiterinnen im abgelaufenen Jahr, darunter 132 Erstkontakte. Dabei seien die Gemeindemitarbeiterinnen aus den Kirchengemeinden sehr gut vernetzt zu anderen diakonischen Angeboten, der Hospizdienst sei nur einer der vielen Ansprechpartner.

Nachdem der Vorstand einstimmig entlastet worden war, ging es um Wahlen. Als kommissarischem Vorsitzenden wäre es Matthias Köhler lieb gewesen, wenn sich jemand anderes für diesen Posten gefunden hätte. Der Laaspher hatte als zweiter Vorsitzender das Amt übernommen, nachdem sich der Vorsitzende Christoph Kunze vergangenes Jahr aus der Vorstandsarbeit verabschiedet hatte. Doch am Ende war Matthias Köhler der einzige Kandidat und wurde einstimmig gewählt, genau wie Heike Pöppel. Die Berleburgerin ist jetzt als zweite Vorsitzende seine Stellvertreterin. Die Beisitzer im Freundeskreis sind nach einer Wahl aus fünf Kandidaten nun Klaus Braun, Luise Dickel, Anja Irle und Ulrike Kloft. Ansonsten musste für den Vorstand nicht neu gewählt werden. Horst Homrighause bleibt ebenfalls noch bis 2017 Kassenprüfer, Heike Kroh wurde neu zur Kassenprüferin bestimmt. Neu ins Kuratorium des Hospizdienstes wurde einstimmig Gisela Homrighause gewählt, ebenfalls einstimmig wurden Dr. Liesel Baum, Thomas Dörr, Barbara Lenz-Irlenkäuser, Ingrid Leinweber und Gabriele Rahrbach-Reinhold im Beirat „Ehrenamtlicher Besuchsdienst“ bestätigt.

Einstimmig wurde von der Versammlung beschlossen, dass der Freundeskreis die Palliativ-Pflege mit einer Spende von 3000 Euro und die nicht-refinanzierte Allgemeine Lebensberatung im Diakonischen Werk Wittgenstein mit 1000 Euro unterstützt. Einstimmig auch die Entscheidung, dass die Dreiviertelstelle von Tanja Baldus um eine Viertelstelle aufgestockt werden soll.

Nur bei einem Beschluss wurde diskutiert, und zwar über die finanzielle Form der Förderung für die angehenden Trauerbegleiterinnen, von denen vier für das das Lebenscafé ausgebildet werden sollen: Mit 8000 Euro wird der Freundeskreis das unterstützen, so dass ein Eigenanteil von 500 Euro bei jeder der künftigen Teilnehmerinnen verbleibt. Sinnvoll und gut sind all diese Unterstützungen der diakonischen Arbeit in Wittgenstein, doch der Vorsitzende Matthias Köhler r wies auf ein kleines Problem hin. Die Spenden für die diakonische Arbeit seien weniger geworden, es sei nicht mehr so häufig wie früher der Fall, dass etwa bei Trauergottesdiensten die Kollekte für den Freundeskreis bestimmt werde. Dabei habe genau das geholfen, all die wichtigen diakonischen Arbeiten so engagiert zu unterstützen. Deshalb wünschte sich Matthias Köhler, dass er wieder mehr Spenden für den Freundeskreises für diakonische Arbeit im Kirchenkreis Wittgenstein gebe.

Spendenkonten gibt es bei der

Sparkasse Wittgenstein (IBAN: DE64460534800000014233; BIC: WELADED1BEB)

und bei der

Volksbank Mittelhessen (IBAN: DE89513900000021899909; BIC: VBMHDE5F).