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29.04.2016
Von: Jens Gesper

Ausschuss-Mitglieder gesucht

Nur wenn sich genügend Interessierte finden, kann sich der Kirchenkreis so selbstständig leiten, wie es sein Anspruch ist


Das ist ein Teil des Theologischen Ausschusses im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein, auch hierfür werden noch Mitglieder gesucht, die gute Mischung aus Laien und Theologen macht viel von der gewünschten Lebendigkeit aus.

33278 Gemeindeglieder hatte der Evangelische Kirchenkreis Wittgenstein zum Jahresende 2015 in seinen 16 Kirchengemeinden in Wittgenstein und im Hochsauerland. Damit ist er mit Abstand der kleinste der 28 Kirchenkreise in der Evangelischen Kirche von Westfalen. Auch wenn es seit 15 Jahren eine gemeinsame Verwaltung der Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein gibt, entscheiden und leiten die Evangelischen zwischen Erndtebrück, Elsoff und Eslohe immer noch selbst - und zwar von unten nach oben, wie es reformiert sein muss. Doch dafür braucht man Menschen, die sich einbringen, die sich engagieren.

Es war schon bei den jüngsten Presbyteriums-Wahlen sehr schwer, genügend Presbyterinnen und Presbyter zu finden. Nachdem die neuen Gemeindeleitungs-Gremien gerade ins Amt eingeführt worden sind, konstituieren sich im Sommer die unterschiedlichen Ausschüsse des Wittgensteiner Kirchenkreises neu. Und auch hier werden noch sachkundige Menschen gesucht. Voraussetzung für eine Mitarbeit gibt es zwei: man muss Gemeindeglied in einer Gemeinde des Wittgensteiner Kirchenkreises sein und ins Presbyterium wählbar, also 18 Jahre alt.

Die Laaspherin Monika Benfer ist Vorsitzende des Nominierungsausschusses, der für die Vorschläge von neuen Ausschussmitgliedern zuständig ist. Für sie ist die Kleinheit und Überschaubarkeit des Kirchenkreises ein Riesen-Vorteil. Wenn man hier in den Gremien mitarbeite, dann habe das allein aus diesem Grund schon eine Relevanz. Man könne einfach sehr spürbar Dinge bewegen. Außerdem stelle ein Kirchenkreis auch dadurch, dass er sich selbst organisiere, leite und gestalte, klar, dass er noch ein selbstständiger Kirchenkreis sei. Deutlicher gesagt: Es ist absehbar, dass es den Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein nicht mehr für alle Ewigkeit geben wird, aber so lange er es aus seiner Mitte heraus schafft, sich selbst zu leiten, und zwar nach den Ansprüchen einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, so lange kann ihm niemand seine Selbständigkeit nehmen.

Und so liegt es an den Hochsauerländern und Wittgensteinern im Kirchenkreis, ihre Selbstständigkeit unter Beweis zu stellen. Da die Gesamtstruktur der Ausschüsse erst bei der Kreissynode im Herbst verändert werden soll, geht es im Juni zunächst nur um die Pflichtausschüsse. Neben dem Finanz- und dem Nominierungsausschuss ist das der Theologische Ausschuss, in allen dreien sind Interessierte herzlich willkommen. Außerdem werden mehrere Laien für den Kreissynodalvorstand, das Kirchenkreis-Leitungsgremium, gesucht. Im Nominierungsausschuss sitzt Monika Benfer mit Dr. Liesel Baum, Thomas Dienst, Matthias Köhler sowie den Pfarrern Matthias Gleibe und Jürgen Rademacher. Bianca Brieseck aus Eslohe-Herhagen und der Erndtebrücker Karl-Ludwig Wiesel hören auf, deshalb wäre es wichtig, neue Ehrenamtliche für diesen Ausschuss zu finden.

Das Dilemma bei der Suche nach Neuen bringt Monika Benfer sehr einleuchtend auf den Punkt: „Es fallen einem immer die ein, die sowieso schon so viel machen.“ Deshalb würde sich die Vorsitzende über Vorschläge freuen. Man kann sich an sie direkt unter Tel. (02752) 7989 wenden oder an Christiane Petri von der Superintendentur des Wittgensteiner Kirchenkreises unter Tel. (02751) 93410. Willkommen sind direkte Nachfragen von Interessierten, aber auch Hinweise auf Interessierte, die manchmal - ohne bösen Willen - einfach niemand auf dem Schirm hat. Die nächste Sitzung des Nominierungsausschusses findet am Freitag, 29. April, im Berleburger Haus der Kirche statt, wie übrigens die meisten Ausschuss-Sitzungen im Wittgensteiner Kirchenkreis.