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28.02.2016
Von: Jens Gesper

Diakonische Gemeindemitarbeit: Wechsel in WuDi

Martina Homrighausen bei Gottesdienst in Wunderthausen verabschiedet, Margit Weller begrüßt


Bei einem Gottesdienst in der Wunderthäuser Kirche verabschiedeten Pfarrer Detlef Metz, Mitglieder des Bevollmächtigtengremiums und andere Diakonische Gemeindemitarbeiterinnen aus Wittgenstein ihre Kollegin Martina Homrighausen (Sechste von links) und begrüßten Margit Weller (Fünfte von rechts) als deren Nachfolgerin.

Diakonie leitet sich aus dem Altgriechischen ab, das Wort „Diakonia“ bedeutet Dienst. Dabei geht es um den Dienst am Menschen im kirchlichen Raum. Die Diakonie ist ein Wesensmerkmal von Kirche. Auf diesen Grundgedanken ging auch Pfarrer Dr. Detlef Metz am Sonntag beim Gottesdienst in der Wunderthäuser Kirche ein. Denn in diesem Rahmen wurde die frühere Diakonische Gemeindemitarbeiterin Martina Homrighausen mit Dankes- und Segensworten aus dem Dienst verabschiedet, während an gleicher Stelle Margit Weller in eben diesen Dienst ebenfalls mit Segenswünschen von unterschiedlichen Seiten eingeführt wurde. Martina Homrighausen war von April 2010 fünf Jahre lang Diakonische Gemeindemitarbeiterin, auch für Girkhausen, seit vergangenem November ist Margit Weller ihre Nachfolgerin in der Kirchengemeinde Wunderthausen/Diedenshausen. Beide Frauen sind aus Diedenshausen.

Margit Weller hatte sich auf einen Gemeindebrief-Artikel gemeldet, in dem Detlef Metz fragte: „Hätten Sie Interesse an einer kleinen Nebentätigkeit, zehn bis zwölf Stunden im Monat?“ Dem Bevollmächtigtengremium (BVG) der Gemeinde - das ersetzte das Presbyterium nach dessen Rücktritt vor rund zwei Jahren - sei es ein wichtiges Anliegen gewesen, dass diese Arbeit weitergehe, unterstrich Detlef Metz. Und dafür dankte Barbara Lenz-Irlenkäuser. Die Schwarzenauerin ist beim Diakonischen Werk Wittgenstein die Koordinatorin der Diakonischen Gemeindemitarbeit. Das Angebot wird vom Diakonischen Werk gemacht, der kommunale Kreis Siegen-Wittgenstein und der Kirchenkreis Wittgenstein unterstützten es von Anfang an finanziell, und auch die Kirchengemeinden lassen sich ihre Diakonische Gemeindemitarbeit gern etwas kosten. Barbara Lenz-Irlenkäuser stellte beim Gottesdienst noch einmal das konkrete Anliegen der Arbeit vor. Im Jahr 2007 war die Idee für diese neue Version der alten Gemeindeschwester aus der Lukas-Kirchengemeinde zunächst fürs Berleburger Stadtgebiet, dann für den ganzen Altkreis Wittgenstein umgesetzt worden. Derzeit gibt es elf (Korrektur: Wir haben nochmal nachgezählt, es sind zwölf) Diakonische Gemeindemitarbeiterinnen in Wittgenstein. Sechs von ihnen waren jetzt in Wunderthausen, um sich vor der einen Kollegin zu verabschieden und die andere Kollegin in den eigenen Reihen zu begrüßen. Der Auftrag ist für alle Diakonischen Gemeindemitarbeiterinnen der gleiche, nämlich sich um die Belange aller alten Menschen vor Ort zu kümmern, ihnen auf vielfältige Weise Hilfestellung anzubieten und sich mal ganz einfach Zeit für sie zu nehmen.

Für die Kirchengemeinde Wunderthausen/Diedenshausen ist diese Wiederbesetzung ein wichtiges Zeichen der Lebendigkeit in schwierigen Zeiten. Seit mehr als zwei Jahren hat die Kirchengemeinde keinen Pfarrer mehr. Die rund 800 Gemeindeglieder entsprechen in der heutigen Zeit nicht mal mehr einer halben Pfarrstelle. Kurz nach dem Weggang des Pfarrers trat das Presbyterium zurück und wurde durch das BVG ersetzt. Für die im Februar anstehenden regulären Presbyteriumswahlen fanden sich weder in Wunderthausen noch in Diedenshausen genügend Interessierte. Und so teilte Detlef Metz, der als Pfarrer im Entsendungsdienst im Wittgensteiner Kirchenkreis arbeitet und seit knapp einem Jahr die Vakanz-Vertretung in der Gemeinde innehat, jetzt im Gottesdienst mit, dass die Gemeindeleitung erneut von einem BVG übernommen werde. Wie schon das vorhergehende, wurde auch dieses vom Wittgensteiner Kreissynodalvorstand (KSV) bestimmt, der ist das Leitungsgremium des Kirchenkreises. Zum neuen BVG gehören diesmal allerdings keine Gemeindeglieder mehr, sondern die KSV-Mitglieder Pfarrerin Silke van Doorn und Dr. Wolfgang Pollinger sowie Oliver Berg als Verwaltungsleiter des Kreiskirchenamtes Siegen/Wittgenstein. Mehr darüber kann die Gemeinde am Sonntag, 20. März, erfahren, dann wird das bisherige BVG in einem Gottesdienst verabschiedet und der Kirchenkreis bedankt sich bei dessen Mitgliedern für deren großes Engagement in schwierigen Zeiten.