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30.04.2016
Von: Jens Gesper

Neuer Sup ist ein alter Bekannter

William Mitimingi kommt diesmal als Superintendent aus Ngerengere in den Kirchenkreis


Vor zwei Jahren besuchten die Pfarrer Oliver Lehnsdorf, Claudia Latzel-Binder und Christine Liedtke (von links) aus dem Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein die Menschen im Partnerkirchenkreis Ngerengere. Ende April kommt nun eine Delegation aus dem afrikanischen Tansania nach Deutschland zu Besuch. Gemeinsam wird über Bildung nachgedacht.

Knapp vier Jahre sind seit diesem Bild vor der Haustür der Oberndorfer Pfarrers-Familie Lehnsdorf vergangen. Inzwischen ist Christian Seseme (links) nicht mehr Superintendent des Partnerkirchenkreises Ngerengere, sondern in den Ruhestand gewechselt. Sein Nachfolger William Mitimingi (rechts) wird dieser Tage ins Amt eingeführt und kommt Edne April nach Wittgenstein.

Sich die weltweite Ökumene vorzustellen ist generell nicht einfach und wird auch bestimmt nicht leichter dadurch, dass man eher ländlich, beschaulich im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein wohnt, der trotz seiner mehr als 930 Quadratkilometer nicht eine einzige Autobahn-Zufahrt auf seinem Gebiet hat. Neben dem sehr gut funktionierenden Austauschprogramm „Young Ambassadors“ der Wittgensteiner mit der United Church of Christ in Indiana und Kentucky ist es hier der Partnerschaftsausschuss des Kirchenkreises, der sich um die grenzüberschreitende Ökumene kümmert. Der Ausschuss hat vor allem die mehr als 25 Jahre währende Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Ngerengere der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania im Auge.

Auf dem Weg zum Reformations-Jubiläum 2017 ist das laufende Jahr in den drei Evangelischen NRW-Landeskirchen Rheinland, Westfalen und Lippe mit „Weite wirkt“ überschrieben und widmet sich der weltweiten Ökumene. Genau deshalb haben die Wittgensteiner und Hochsauerländer aus dem Kirchenkreis erneut eine Delegation aus Ngerengere eingeladen. Von Samstag, 30. April, bis Dienstag, 17. Mai, sind der neue Superintendent William Mitimingi aus Ngerengere, Vizebischof George Pindua von der Diözese Morogoro, zu der auch Ngerengere gehört, sowie die Lehrerin Christina Chaula und die Erzieherin Paulina Kihaga hier zu Gast. Die Berufe der Frauen sind dabei kein Zufall, denn Bildung ist diesmal das Thema des Besuchs. In unterschiedlichen Bereichen wird das thematisiert, das Programm wächst und gedeiht gerade. Hinzu kommen diverse Begegnungen außerhalb von Wittgenstein, unter anderem das Weite-wirkt-Festival in Halle (siehe gesonderter Bericht).

Aber die Begegnungen mit den Menschen im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein werden auch nicht zu kurz kommen. So sind die Glaubens-Geschwister aus Tansania zu Gast bei Gottesdiensten in Bad Berleburg, Erndtebrück, Eslohe, Oberndorf und Wemlighausen und lernen die Frühstückskreise aus Raumland und Weidenhausen kennen, die schon länger junge Menschen in Ngerengere mit einer Schulpatenschaft unterstützen. Auch wenn das Programm bereits ziemlich voll ist, so gibt es für gemeindliche Gruppen doch noch die eine oder andere Chance, das Quartett aus Tansania in den Kindergottesdienst, den Konfirmandenunterricht, den Frauenkreis oder zum Männerstammtisch einzuladen. Interessierte wenden sich an den Oberndorfer Pfarrer Oliver Lehnsdorf, gleichzeitig Vorsitzender des Partnerschaftsausschusses, unter Tel. (02754) 212707.