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20.01.2016
Von: Jens Gesper

Schweißen bei der Pfarrkonferenz

Ein Dutzend Pfarrer besuchte das Bildungszentrum Wittgenstein


Pfarrer Dieter Kuhli (rechts) kennt seinen ehemaligen Konfirmanden Jonathan Benfer (Dritter von links) als Ehrenamtlichen der kirchlichen Jugendarbeit in Bad Laasphe und erlebte ihn im Bildungszentrum Wittgenstein jetzt in einem ganz anderen Zusammenhang.

Sehr interessiert schauten Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem heimischen Kirchenkreis beim virtuellen Schweißen im Bildungszentrum Wittgenstein zu.

Beim Rundgang durch das Bildungszentrum Wittgenstein kamen die Teilnehmenden der Pfarrkonferenz auch in eine neue Klasse mit sechs Flüchtlingen.

Interessiert ließen sich die Teilnehmenden der Pfarrkonferenz beim Besuch im Bildungszentrum Wittgenstein viele Dinge erklären.

Allmonatlich treffen sich die Pfarrerinnen und Pfarrer des Wittgensteiner Kirchenkreises zu ihrer Pfarrkonferenz, um sich einen Morgen lang konzentriert mit einem Thema zu beschäftigen. Synodalassessor Dieter Kuhli organisiert die Veranstaltungen. Oft geht es dabei um theologische Themen, aber Theologie hat natürlich auch immer mit dem echten Leben zu tun. Üblicherweise finden diese Treffen im Berleburger Haus der Kirche an der Schloßstraße statt, am vergangenen Mittwoch war allerdings das Bildungszentrum Wittgenstein das Ziel für ein Dutzend Pfarrer. Der Termin war auf Vermittlung von Pfarrer Detlev Schnell zustande gekommen, der im Wittgensteiner Kirchenkreis für den Beruflichen Religionsunterricht zuständig ist und seit Jahren als Lehrer am Berufskolleg Wittgenstein in Bad Berleburg Religion unterrichtet.

Geschäftsführer Winfried Schwarz begrüßte die Gäste im Bildungszentrum Wittgenstein, danach erläuterte Sozialpädagogin Gisela Tölle die beeindruckenden und vielfältigen Angebote, mit denen man für möglichst viele Jugendliche den Weg in eine Ausbildung ebnen will. Dazu gehören berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen genau wie Qualifizierungen für Arbeitsuchende. Nach dem Vortrag und einem Imbiss führte Ausbildungsleiter Werner Dreisbach die Besucher durch die Unterrichtsräume und die Werkstatt. Sehr interessiert schauten die Pfarrerinnen und Pfarrer Jugendlichen beim Arbeiten über die Schulter. In einem Raum traf die Gruppe auf ein halbes Dutzend Flüchtlinge, auch für diese Klientel tüftelt man im Bildungszentrum an Möglichkeiten, um sie für den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Natürlich aus Eigeninteresse, aber letztendlich zum Wohle für alle Beteiligten und für Wittgenstein.

Das sei auch ihm vor Ort nochmal sehr deutlich geworden, so Superintendent Stefan Berk, wie professionell sich die heimische Wirtschaft auch in diesem Bereich für Wittgenstein engagiere. Mit viel Interesse ließ er sich wie die eine Kollegin oder der andere Kollege die Maschinen erklären, etwa wenn es um virtuelles Schweißen oder echtes Fräsen ging. Für die Pfarrer war es zudem spannend Jugendliche in diesem anderen Umfeld wahrzunehmen, Jugendliche, die wenige Jahre vorher vielleicht in ihrem Konfirmandenunterricht gesessen hatten. Am Ende waren alle Teilnehmenden der Pfarrkonferenz jedenfalls dankbar für diesen Einblick ins Leben.

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