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01.01.2016
Von: Jens Gesper

Pfarrerin Ursel Groß ist Vakanz-Vertetung

Superintendent Berk geht davon aus, dass im Sommer Gleidorfs Gemeindepfarrstelle besetzt werden kann


Gemeindesekretärin Marlene Gerade-Shala, Presbyteriums-Vorsitzender Dr. Johannes Gilbert und Pfarrerin Ursel Groß als Vakanz-Vertretung (von links) sind jetzt die ersten Ansprechpartner in der Evangelischen Kirchengemeinde Gleidorf.

Das vergangene Jahr hat für die Evangelische Kirchengemeinde Gleidorf massive Veränderungen mit sich gebracht. Beide Gemeindepfarrer wurden verabschiedet. Zunächst im Mai der Schmallenberger Peter Liedtke, der nun Flüchtlingspfarrer des Wittgensteiner Kirchenkreises ist, zu dem auch die Gleidorfer Kirchengemeinde gehört. Direkt nach Weihnachten Elisabeth Grube, die eine halbe Pfarrstelle in der Gemeinde hatte und zum Jahresende in Vorruhestand ging. Hinzu kommt, dass die Gleidorfer Kirchengemeinde die erste im Kirchenkreis war, die ins Haushaltssicherungskonzept kam. In finanziell schwierigen Zeiten wegen weniger werdender Gemeindeglieder ein Damoklesschwert, das über vielen Kirchengemeinden hängt.

Aber seit zwei Jahren sind die Gleidorfer akribisch dabei, ihre Hausaufgaben zu machen. In enger Zusammenarbeit mit der Kirchenkreis-Verwaltung entwickelt das Presbyterium als gemeindliches Leitungsgremium eine belastbare Perspektive für die Zukunft: Was man sich noch leisten kann, aber auch, was man sich noch unbedingt leisten will, wird so austariert, dass es längerfristig tragfähig ist für die Diaspora-Gemeinde mit 2200 Gemeindegliedern auf mehr als 160 Quadratkilometern Fläche. Unterstützung erhält das Leitungsgremium durch eine Gemeindeberatung. Inzwischen ist das im Kirchenkreis ein probates Mittel, dass ein Berater-Team von außen gemeinsam mit dem Presbyterium kritisch auf tradierte Strukturen und Abläufe schaut, die auf den Prüfstand müssen: auch aufgrund der sinkenden Gemeindegliederzahlen und der absehbar schwieriger werdenden finanziellen Situation.

Im März beginnt in Gleidorf wie in allen Evangelischen Kirchengemeinden in Nordrhein-Westfalen eine neue Amtszeit des Presbyteriums. Das aktuelle Gremium will noch vorher ein Konzept beschließen, wie man künftig wieder einen ausgeglichenen Haushalt erreicht. Die Zahl der Presbyteriums-Mitglieder wurde wie in vielen anderen Gemeinden auch hier heruntergesetzt, neun der eigentlich angestrebten zehn benötigten Kandidaten - früher waren es zwölf - wurden gefunden. Sie werden am 13. März von Superintendent Stefan Berk mit einem Gottesdienst ins Amt eingeführt, das Gremium ist damit arbeitsfähig.

Der Leitende Theologe des Kirchenkreises Wittgenstein geht davon aus, dass die Situation bis Sommer so geklärt ist, dass die verbleibende Pfarrstelle in der Kirchengemeinde wieder besetzt werden kann. Stefan Berk benennt als Vorsitzender des Kreissynodalvorstands (KSV) - so heißt das Leitungsgremium des Kirchenkreises - eine wichtige Bedingung: „Voraussetzung ist seitens des KSV, dass die beiden Nachbargemeinden Dorlar und Gleidorf sich auf eine Zusammenarbeit des Pfarrpersonals im Grundsatz verständigen.“

So lange es die Vakanz, also: unbesetzte Pfarrstelle, für Gleidorf gibt, hat Pfarrerin Ursel Groß die Vakanz-Vertretung inne. Seit Jahren ist die Siegerländerin aus Hilchenbach in der Kirchengemeinde ein bekanntes Gesicht, zum Beispiel aus der Altenheim-Arbeit. Erreichbar ist sie unter Tel. (02733) 8114784 oder per E-Mail an pn-gross(at)web.de. Zuständig sei die Pfarrerin für Gottesdienste, Seelsorge, kirchliche Amtshandlungen und in Zusammenarbeit mit Jugendpresbyterin Nicole Vosbeck für den Kirchlichen Unterricht, so der Fredeburger Dr. Johannes Gilbert, der seit Jahresanfang als Nachfolger von Elisabeth Grube Vorsitzender des Presbyteriums ist.

Eine kompetente Ansprechpartnerin vor Ort ist auch immer Gemeindesekretärin Marlene Gerade-Shala im Gemeindebüro an der Jahnstraße 3 in Gleidorf: entweder unter Tel. (02972) 5879, per Fax (02972) 960197, per E-Mail an WI-KG-GLEIDORF_1(at)kk-ekvw.de. Die neuen Öffnungszeiten des Gemeindebüros sind montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr sowie freitags von 9 bis 11 Uhr.