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29.11.2015
Von: Jens Gesper

Gottesdienste neu strukturiert

Gleidorfer konzentrieren sich in der Gemeinde auf den Sonntag und auf die beiden Kirchen


Die Evangelische Kirchengemeinde Gleidorf konzentriert sich mit ihren Gottesdiensten auf ihre Kirchen, dazu Pfarrerin Ursel Groß: „Äußerlich hat sich damit viel verändert, was aber bleibt, ist die Mitte – das Evangelium, die Botschaft von der Liebe Gottes zu uns Menschen – die Taufe, das sichtbare Zeichen für Gottes Ja zu uns – und das Abendmahl und der Segen, Zuspruch Gottes für uns und Zeichen für unsere Verbundenheit mit ihm und untereinander.“

Nach dem Weggang von Pfarrer Peter Liedtke im Frühsommer und dem bevorstehenden Ruhestand von Pfarrerin Elisabeth Grube ab 2016 muss die Evangelische Kirchengemeinde Gleidorf ihre Gottesdienststruktur wieder verändern. Diese wurde im Rahmen einer neuen Gemeindekonzeption beschlossen und jetzt bei einem Gottesdienst in der Evangelischen Christuskirche Schmallenberg noch einmal erläutert. Den Gottesdienst gestaltete Pfarrerin Ursel Groß mit Presbytern aus den unterschiedlichen Ecken der 160-quadratkilometer-großen Kirchengemeinde: mit Günter Bannuscher aus Grafschaft, Renate Betz aus Gleidorf, Brigitte Hiltscher aus Bad Fredeburg, Werner Kördel aus Fleckenberg und Nicole Vosbeck aus Schmallenberg. Regina Segref begleitete den Gottesdienst an der Orgel.

Kernpunkt der neuen Struktur ab 2016 ist es, dass es Sonntags-Gottesdienste von nun an nur noch ab 10 Uhr abwechselnd in der Gleidorfer Auferstehungskirche und in der Schmallenberger Christuskirche gibt. Und zwar mit einer einfach zu behaltenden Regelmäßigkeit: Am ersten und dritten Sonntag im Monat in der Auferstehungskirche Gleidorf, am zweiten und vierten Sonntag in der Christuskirche Schmallenberg - und falls der Monat einen fünften Sonntag hat, dann ist dieser Gottesdienst ebenfalls in der Evangelischen Kirche in Schmallenberg. Die Gottesdienste am ersten und am zweiten Sonntag im Monat werden jeweils als Abendmahls-Gottesdienste gefeiert. In der Auferstehungskirche Gleidorf finden zudem die Andachten in Advents- und Passionszeit statt. Außerdem gibt es eine detaillierte Liste mit einer genauen Feiertagsregelung, also mit einer präzisen Zuordnung von Gottesdienstorten und -zeiten. Taufgottesdienste finden von nun in einem Rhythmus von sechs bis acht Wochen statt, die Termine stehen frühzeitig im Gemeindebrief.

Gemeindliche Gottesdienste ohne Feiertags-Anlass beginnen jetzt ausschließlich am Sonntagmorgen um 10 Uhr. Die 18-Uhr-Gottesdienste am Samstagabend wurden komplett gestrichen. Dennoch wird es zusätzlich weiterhin Evangelische Gottesdienste im Seniorencentrum St. Raphael und im Senioren- und Pflegeheim Haus Monika in Bad Fredeburg, im Schmallenberger Haus im Lenninghof und im Oberkirchener Haus auf der Insel geben. Diese finden nun jeweils einmal im Vierteljahr statt und wenden sich vor allem an die Bewohnerinnen und Bewohner sowie an die Mitarbeitenden der Häuser. Die Gottesdienste im Fachkrankenhaus „Kloster Grafschaft“ werden weitergeführt, diese hält Pfarrerin Elisabeth Grube ab 2016 allerdings als Ruheständlerin und ehrenamtlich.

Abschiednehmen ist schwer, das war auch dem Team klar, das den Gottesdienst jetzt vorbereitet hatte, aber Pfarrerin Ursel Groß machte genau deshalb noch einmal einen Punkt ganz stark: „Äußerlich hat sich damit viel verändert, was aber bleibt, ist die Mitte – das Evangelium, die Botschaft von der Liebe Gottes zu uns Menschen – die Taufe, das sichtbare Zeichen für Gottes Ja zu uns – und das Abendmahl und der Segen, Zuspruch Gottes für uns und Zeichen für unsere Verbundenheit mit ihm und untereinander. Diese Mitte zu leben, ist nicht abhängig von Gebäuden, sondern davon, dass die Gemeinde zusammenkommt als eine Gemeinde und Gottesdienst feiert.“

Neuer, erweiterter Fahrdienst

„Wer wagt mit uns den Aufbruch?“ fragt das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Gleidorf im neuen Gemeindebrief. Dem Leitungsgremium ist klar, dass man die Gemeindeglieder auf diesem Weg der Veränderung mitnehmen muss. Und „mitnehmen“ ist ein gutes Stichwort. Denn das Konzept „Mitfahrgelegenheit zum Gottesdienst“ soll künftig ausgebaut werden. Bisher hatte Herbert Schreiber das ausdauernd, treu und verlässlich für Gemeindeglieder und Klinik-Patienten aus Bad Fredeburg angeboten. Er zieht sich jetzt leider aus diesem ehrenamtlichen Dienst zurück. Mit Bedauern, aber auch mit großer Dankbarkeit für die geleistete Arbeit hat die Gemeinde das zur Kenntnis genommen.

Künftig gibt es gleich vier neue Ansprechpartner, die sich anbieten und mit denen man bis samstagsnachmittags um 16 Uhr eine Mitfahrt zum Gottesdienst absprechen kann: Stefanie Ockershausen aus Schmallenberg ist erreichbar unter Tel. (02972) 978185, das Ehepaar Kördel aus Fleckenberg unter Tel. (02972) 5356, Jutta Dellweg aus Grafschaft unter Tel. (02972) 961584 und Hedwig Metz aus Bad Fredeburg unter Tel. (02974) 83432.

Insbesondere für den Fahrdienst von Bad Fredeburg, Nordenau, Westfeld, Werpe, Harbecke, Felbecke werden noch Unterstützer gesucht. Wer seine Dienste anbieten möchte, meldet sich im Gemeindebüro bei Marlene Gerade-Shala von montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr unter Tel. (02972) 5879, bei Presbyter Dr. Johannes Gilbert unter Tel. (02974) 6475 oder bei Pfarrerin Ursel Groß unter Tel. (02733) 8114784.