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18.02.2018
Von: Jens Gesper

„Weil ein Abenteuer kalkuliert werden muss“

Silke Grübener beim Dankesfest für Ehrenamtliche im Abenteuerdorf in Dienst eingeführt


Beim Gottesdienst zum Auftakt des Dankesfestes für die ehrenamtlichen Unterstützer des Freizeitzentrum-Umbaus wurde Silke Grübener als Geschäftsführerin des Abenteuerdorfes Wittgenstein offiziell von Superintendent Stefan Berk in ihren neuen Dienst eingeführt.

Die Vorsitzende des früheren Freizeitzentrum-Kuratoriums Sabine Lang sorgte für die Musik beim Gottesdienst.

Als Geschäftsführerin bedankte sich Silke Grübener bei den Ehrenamtlichen aus der Berleburger Kirchenkreis-Region und dem Haus der Kirche,...

..., aus der Laaspher Kirchenkreis-Region und dem angrenzenden Hessen...

... aus der Entdtebrücker und der Hochsauerländer Kirchenkreis-Region sowie aus dem Siegerland.

„Sie haben den weiten Raum hier oben für das Abenteuer mit vorbereitet. Und jetzt leiten Sie diesen Raum. Jetzt ist es Ihr Geschäft. Jeden Tag, tatsächlich, seit Anfang Januar jeden Tag - nicht nur nebenbei, sondern ganz und gar, mit Haut und Haar. Und das bekommt unserem Abenteuerdorf gut. Wir brauchen Sie, weil Sie neben dem Herz für das alles hier auch rechnen können und wollen, weil Sie wissen, dass ein Abenteuer auch kalkuliert werden muss - und ohne den wirtschaftlichen Rahmen schnell den Bach runter geht.“ So wandte sich am Sonntagnachmittag Stefan Berk als Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein an Silke Grübener. Nachdem die 44-Jährige aus Dautphetal-Mornshausen seit August mit je einer halben Stelle für das Abenteuerdorf und in der Verwaltung der beiden selbstständigen Kirchenkreise Wittgenstein und Siegen gearbeitet hatte, ist sie seit Jahresbeginn Geschäftsführerin des umgebauten, ehemaligen Freizeitzentrums in Wemlighausen. Feierlich wurde die ursprünglich aus Feudingen stammende Silke Grübener beim Gottesdienst im Rahmen eines Festes für die ehrenamtlichen Unterstützer des Umbaus in ihren neuen Dienst eingeführt.

Rund 100 Besucher aus vielen Wittgensteiner und Hochsauerländer Ecken des Kirchenkreises sowie aus dem benachbarten Hessen und Siegerland waren an diesem Nachmittag für den Einführungsgottesdienst, der der Auftakt des Dankesfestes war, ins sonnige Wemlighausen gekommen. Nach dem Segensvotum für Silke Grübener von Stefan Berk, von Erndtebrücks Pfarrerin Kerstin Grünert, von Wittgensteins CVJM-Kreisvorsitzender Dorothea Messerschmidt, von Abenteuerdorf-Hausleitung Maike Schröder sowie von Christiane Petri und Reinhard Stolz aus dem Berleburger Haus der Kirche nahm die neue Geschäftsführerin an diesem Nachmittag die Chance wahr, sich bei den vielen Anwesenden zu bedanken, die durch ihr großes ehrenamtliches Engagement den Umbau des Freizeitzentrums überhaupt erst ermöglicht hatten: „Wenn ich es richtig überschlagen habe, mehr als 150 verschiedene Menschen, die jüngsten so um die zehn Jahre, die ältesten über 70 beziehungsweise sogar über 80 Jahre. Ich möchte Danke sagen für vielfältigste Unterstützung unseres Abenteuerdorfs, für jede einzelne Stunde Eigenleistung auf der Baustelle - insgesamt knapp 7000 Stunden, was einen finanziellen Wert von über 100.000 Euro ausmacht.“ Und wer Silke Grübener kennt, der weiß, dass sie bestimmt richtig überschlagen hat.

Deshalb reichten natürlich auch die Dankeschön-Geschenke und das Essen für die eingeladenen Ehrenamtlichen. Als Präsent gab es für Jeden einen Kirchenkreis-USB-Stick mit knapp 1500 Fotos aus den Zeiten des Umbaus und der Neueröffnung sowie eine große Wimmelbild-Karte vom Abenteuerdorf, für den Hunger gab es Currywurst, Rohkost und leckeren Nachtisch. Wobei Silke Grübener bei allen Mühen und Beschwernissen die vielen Ehrenamtsstunden, von denen sie übrigens auch selbst einige übernommen hatte, nochmal in einem ganz anderen Licht erscheinen ließ: „Bei den Arbeitseinsätzen hat man viele tolle Menschen getroffen, manche neu kennengelernt. Viel Spaß gab es, wenn man sich nach den Abriss- oder bei den Anstricharbeiten die ganzen verstaubten und angemalten Leute angeschaut hat oder man bei den Dämmarbeiten überlegte, ob man die kratzenden Flusen jemals wieder aus den Klamotten bekommen würde.“ Deshalb scheute sich die Geschäftsführerin jetzt beim Dankesfest auch nicht, schon mal anzukündigen: „Und weil wir nicht wollen, dass es Entzugserscheinungen gibt, haben wir uns für dieses Jahr mit der Verbretterung der Balkone im Haupthaus und der Außenbeleuchtung zum Zeltplatz noch ein paar Eigenleistungen aufgehoben, zu denen wir zu gegebener Zeit gewiss nochmal herzlich einladen.“

Hier gibt es den gesamten Gottesdienst-Ablauf.