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24.01.2018
Von: Jens Gesper

Das Ehrenamt in Kirche und Gesellschaft

Willi Brase war zu Gast bei der Wittgensteiner Pfarrkonferenz


Auch nach dem Vortrag und der Diskussion miteinander bei der Wittgensteiner Pfarrkonferenz war das Thema „Ehrenamt“ längst nicht erschöpft, wie hier beim anschließenden Gespräch im Berleburger Haus der Kirche von Superintendent Stefan Berk, dem Referenten Willi Brase und Pfarrer Dieter Kuhli (von links), der die Pfarrkonferenzen organisiert.

Bis vergangenes Jahr war Willi Brase der heimische SPD-Abgeordnete im Bundestag und in seiner letzten Wahlperiode dort auch der Vorsitzende im Unterausschuss „Bürgerschaftliches Engagement“. Jetzt besuchte der Kreuztaler die Pfarrkonferenz des Wittgensteiner Kirchenkreises, um genau darüber zu sprechen. Das Thema im Berleburger Haus der Kirche lautete: „Bedeutung des Ehrenamts in Gesellschaft und Kirche“.

Ging es bei den Impulsen von Willi Brase zunächst mal sehr stark um die politische und die gesellschaftliche Perspektive, so wurde im anschließenden Gespräch mit anderthalb Dutzend Pfarrerinnen und Pfarrern aus dem Kirchenkreis sehr schnell deutlich, dass für die Evangelische Kirche das Ehrenamt nicht nur praktisch, sondern auch theologisch überlebenswichtig ist. Das Priestertum aller Gläubigen - oder genauer: aller Getauften - ist da der Grundgedanke.

Auch wenn sich alle Anwesenden einig waren, dass es schwieriger wird, Menschen längerfristig zu binden, so stand für die Allermeisten gleichermaßen fest: Trotz aller beruflichen Verpflichtungen und trotz eines generell verdichteten und beschleunigten Lebens wollen sich Menschen gern ehrenamtlich einbringen. Hier müsse über neue Beteiligungsformen nachgedacht werden, die bei aller Flexibilität für die ehrenamtlich Engagierten auch Verlässlichkeit garantierten für diejenigen, die das ehrenamtliche Engagement brauchen.