Konfi-Cup 2017

Der Konfi-Cup des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein brachte am Freitagabend wieder viele Menschen zusammen: 20 Mannschaften aus allen zwölf Wittgensteiner Kirchengemeinden waren beim Start in Erndtebrück dabei.

Die geplante gemeinsame Konfirmanden-Prüfung der Kirchengemeinden Bad Berleburg und Girkhausen am 1. April muss wahrscheinlich verschoben werden, denn eben jene Konfirmandinnen und Konfirmanden haben jetzt an diesem Tag einen anderen Termin: Am Freitagabend siegten sie im Fußball beim Konfi-Cup des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein und vertreten diesen demnach bei dem Wettbewerb auf der Ebene der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) in Kamen.

Mehr als 200 Menschen aus allen Ecken Wittgensteins brachte der Konfi-Cup zusammen: Weil es in diesem Jahr 20 Mannschaften aus allen zwölf Wittgensteiner Kirchengemeinden - die drei Hochsauerländer fehlten diesmal leider – waren, wurde sowohl in der Dreifachturnhalle Erndtebrück als auch auf dem Berleburger Stöppel gespielt. Ein Shuttle-Service sorgte dafür, dass alle gemeinsam den Anfang und das Ende des Turniers in Erndtebrück miteinander erleben konnten, den konnte sich das Kompetenzzentrum auch leisten, weil die Veranstaltung von der Sparkasse Wittgenstein gesponsert wird.

  • Der Wittgensteiner Konfi-Cup 2017 begann...
  • ... mit einem Bubble-Ball-Fußballspiel,...
  • ... das sehr anstrengend war.

Eröffnet wurde der Abend ebenfalls mit einer Fußball-Partie, die Spieler hierbei sahen allerdings selbst wie Bälle aus. Das Kompetenzzentrum für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit im Kirchenkreis hat Bubble Balls angeschafft: aufblasbare Ballons, in die man hineinschlüpfen kann, so dass am Ende unten nur noch unten zwei Beine herausgucken. Von Knautschzonen umgeben geht es darum mit einem Ball Tore zu schießen. Über den kommunalen Berleburger Jugendförderverein kann man die Bubble Balls künftig ausleihen, es gibt für zwei Mannschaften je sechs Bubble Balls. Thomas Lindner und sein Mitarbeiter-Team bereiteten den Zuschauern ganz, ganz viel Spaß mit ihrem Spiel, wobei die anschließenden Bilder zeigten, dass die Bewegung im Bubble Ball schon ein anstrengendes Fitness-Konzept ist. Verdient hatten sich die Jugendlichen die aktive Teilnahme an der Bubble-Ball-Premiere durch ihre Unterstützung an diesem Abend, denn ein Turnier mit 20 Mannschaften erfordert schon viel Organisation und Infrastruktur. Insbesondere, da nicht nur Fußball, sondern auch Hockey gespielt wurde. Neben den Mitarbeitenden des Kompetenzzentrums wurde Thomas Lindner beim Catering speziell von Teilnehmerinnen der CVJM-Reiterfreizeit, beim Pfeifen auf dem Stöppel durch Schiedsrichter vom Feudinger CVJM unterstützt. Anders wäre diese Gemeinschaftsleistung überhaupt nicht möglich, deshalb weiß Thomas Lindner diese Unterstützung dankbar zu schätzen.

So sehen Sieger aus - Thomas Lindner (links) gratulierte den kickenden Konfirmanden der Kirchengemeinden Bad Berleburg und Girkhausen, die am Ende im Fußball-Finale gewannen...

Auch viele Teams aus den Kirchengemeinden nutzen Kompetenz von außen. Immer häufiger sind es Väter der Konfis, die als Trainer agieren. Christine Liedtke hielt diese Unterstützung für einen wichtigen Teil des Erfolgsgeheimnisses ihrer Konfis. Die Unterstützung durch die Eltern habe sie begeistert, so die Pfarrerin für Bad Berleburg und Girkhausen. Ihre Mannschaft siegte im Fußball-Finale gegen die Banfetaler Mannschaft I aus den Kirchengemeinden Fischelbach und Banfe, Dritter wurde Birkelbach II, Vierter Feudingen II. Im Hockey-Finale gewann Feudingen I gegen die Berghäuser Mannschaft der Raumländer Kirchengemeinde, den dritten Platz teilten sich Arfeld und die Banfetaler Mannschaft II.

  • ... vor Banfe/Fischelbach I auf dem zweiten Platz,...
  • ... Birkelbach II auf dem dritten Platz und...
  • ... Feudingen II auf dem vierten Platz.
Im Hockey ging der Sieger-Pokal an Feudingen I,...

Im Hockey-Finale gewann Feudingen I gegen die Berghäuser Mannschaft der Raumländer Kirchengemeinde, den dritten Platz teilten sich Arfeld und die Banfetaler Mannschaft II. Im Hockey war es für die Oberlahntaler Kirchengemeinde der Feudinger und Oberndorfer die vierte Final-Teilnahme in Folge, die zum dritten Mal mit einem Sieg endete. Wie im vergangenen Jahr haben die Banfetaler erneut zwei Pokale mit nach Hause genommen, was für sie sehr praktisch ist, so bekommt sowohl die Banfer als auch die Fischelbacher Kirchengemeinde einen Pokal fürs Gemeindehaus. Wobei für die Fußballer aus dem Banfetal noch mehr denkbar ist. Möglicherweise können die Berleburger beim Westfälischen Konfi-Cup am 1. April nicht antreten, weil sie dann noch einen dritten Termin haben, ein sehr wichtiges Spiel gegen Siegen. Vielleicht kann dieses Spiel verschoben werden, wenn nicht, dann rückt die Banfetaler Mannschaft nach. Beim EKvW-Konfi-Cup im Kamen winkt der Siegermannschaft als erster Preis der gemeinsame Besuch bei einem Spiel der Fußball-Bundesliga.

  • ...vor Berghausen auf dem zweiten...
  • ... sowie Arfeld und...
  • ... Banfe/Fischelbach II auf dem geteilten dritten Platz.

Impressionen vom Wittgensteiner Konfi-Cup 2017

  • Alle beteiligten Mannschaften mit Trainern, Pfarrern und Fans: Arfeld,
  • Bad Berleburg/Girkhausen, gemeinsame Mannschaft der pfarramtlich verbundenen Nachbargemeinden,
  • Bad Laasphe I,
  • Bad Laasphe II,
  • Banfe-Fischelbach I, gemeinsame Mannschaft der beiden Banfetaler Gemeinden,
  • Banfe-Fischelbach II, gemeinsame Mannschaft der beiden Banfetaler Gemeinden,
  • Birkelbach I,
  • Birkelbach II,
  • Birkelbach III,
  • Birkelbach IV,
  • Erndtebrück 1,
  • Erndtebrück 2,
  • Feudingen 1,
  • Feudingen 2,
  • Feudingen 3,
  • Feudingen 4,
  • Lukas,
  • Berghausen für die Kirchengemeinde Raumland,
  • Wingeshausen 1
  • und Wingeshausen 2.

Beim Konfi-Cup in Kamen

Der Kirchenkreis Wittgenstein ist zwar zahlenmäßig der kleinste in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), seit dem 1. April ist er aber trotzdem der Westfälische Konfi-Cup-Meister 2017 - und das ist kein Scherz.

Die gemeinsame Konfirmanden-Mannschaft der Kirchengemeinden Bad Berleburg und Girkhausen hatte Ende Januar den heimischen Konfi-Cup gewonnen, jetzt brachte sie den EKvW-Pokal zum ersten Mal nach Wittgenstein. Insgesamt traten in Kamen zehn Teams im Wettbewerb um den Westfalen-Titel an. Das Endspiel bestritten die Wittgensteiner gegen die Mannschaft aus dem Kirchenkreis Minden.

Die beiden Gruppen mit der weitesten Anfahrt belohnten sich also mit einer Final-Teilnahme. An diesen Teams lag es übrigens nicht, dass das Turnier wegen Zuspätkommern ein bisschen später anfangen musste. Die mit dem weitesten Weg waren nämlich pünktlich vor Ort. 2:1 gewannen die Wittgensteiner, die sich wegen Krankheitsfällen mit einem Konfirmanden und einem Katechumenen aus dem Kirchenkreis verstärkt hatten, das Endspiel.

Bereits in der Vorrunde waren die Teams aufeinander getroffen, hier endete das Spiel noch 1:1. Wobei Christine Liedtke als Pfarrerin des Teams mit unerwartetem Fußball-Sachverstand aufwartet: „Im zweiten Spiel gab es ein Tor für Minden, das eigentlich gar nicht hätte gezählt werden dürfen, aber wir haben es mit Fassung getragen.“

Obwohl die Wittgensteiner bereits um 7 Uhr morgens am Christus-Haus losgefahren waren, hatten sie schon bei der Vorstellung der Mannschaften zu Beginn für gute Stimmung gesorgt, wie sich Christine Liedtke erinnert: „Die anderen winkten zaghaft, Siegen ließ einen kleinen Jubel hören, und die Wittgensteiner waren nicht zu überhören und jubelten am lautesten.“ Siegerländer und Wittgensteiner mit dem meisten Temperament - wer hätte das gedacht? Aber in Westfalen sind wir eben die Südländer. Aus Wittgenstein waren neben elf Spielerinnen und Spielern - es müssen beim Konfi-Cup immer Mädchen und Jungens auf dem Platz sein - noch 16 Unterstützer dabei, die schon in der Vorrunde viel zu jubeln hatten: 2:0 gegen die Mannschaft aus dem Kirchenkreis Paderborn, 2:0 gegen den Kirchenkreis Unna, 4:0 gegen den Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid. Mit dem bereits erwähnten Unentschieden ergab das zehn Punkte in der Vorrunde, genau wie für Minden. In der anderen Vorrunden-Gruppe holte das Konfi-Team der Kirchengemeinde Netphen in der Vorrunde mit vier Siegen gegen Hamm, Herford, Iserlohn und Schwelm alle zwölf möglichen Punkte - kein Wunder, dass sie für den Kirchenkreis Siegen spielten. Doch gleich im ersten Halbfinale trafen dann die Nachbarkirchen-Kirchenkreise aufeinander - und die Wittgensteiner hatten das bessere Ende für sich: Mit 3:0 qualifizierten sie sich fürs Finale, während die Siegerländer im Spiel um Platz drei noch eine Chance aufs Podest hatten. Hier gewannen die Netphener nach einem Unentschieden in der regulären Spielzeit das Siebenmetterschießen 3:1 gegen Iserlohn.

Wie das Finale ablief, das fasst Max Born als Jugendmitarbeiter der Berleburger Kirchengemeinde so zusammen:
1. Minute - das 1:0 für Berleburg durch Fabio, Vorlage von Finn (links/außen),
2. Minute - der Ausgleich von Minden, die Stimmung ist auf dem Höhepunkt, alle fiebern lautstark mit,
6. Minute - Tim schießt von der Mittellinie, Torwart hält, aber ein exzellenter Schuss, auch Minden hat zahlreiche Chancen, es muss von beiden Mannschaften schnell geschaltet werden, trotz starker Schmerzen am Oberschenkel bleibt Tim weiterhin im Spiel,
11. Minute - Freistoß, Tim hat angetäuscht, anschließend zu Finn geschossen und es kam zum Tor,
nach der 12. Minute wurde abgepfiffen.

Und die Mannschaft der gemeinsamen Konfi-Gruppe der Kirchengemeinden Bad Berleburg und Girkhausen holte den Pokal. Sieben Jungs und vier Mädchen, aber Pfarrerin Christine Liedtke wollte auch noch zwei anderen danken: „Namentlich erwähnen will ich die beiden hilfreichen Väter, die ruhig und fröhlich die Spiele begleitet haben, ausgewechselt haben und den Überblick behielten: Michael Schreiber und Jochen Dickel.“

Und was bedeutet dieser Sieg nun? Das muss man sehen - aber im vergangenen Jahr gehörte zum olympischen Silbermedaillen-Fußball-Team mit Lukas Klostermann ein Spieler, der 2010 in der Siegermannschaft beim Westfälischen Konfi-Cup war. Und was bedeutet dieser Sieg nicht? Dass man um die Konfirmanden-Prüfung drumherum kommt. Die war eigentlich für Samstag vorgesehen und wurde trotz des Siegs nicht abgesagt, sondern am Sonntagnachmittag nachgeholt.

Hier gibt es die Liste aller Spielerinnen und Spieler, die auf Wittgensteiner oder Westfalen-Ebene für Bad Berleburg/Girkhausen gewonnen haben.

Hier gibt es die Ergbnisliste.

Die hervorragenden Fotos hat Bastian Grebe gemacht.