Konfi-Cup 2016

Das Foto zeigt einen Großteil der Spieler, die beim Konfi-Cup des Wittgensteiner Kirchenkreises in Erndtebrück im Fußball und im Hockey antraten, um die besten Teams zu finden.

Scheinbar gab es zwei Grundvoraussetzungen für den Erfolg beim Wittgensteiner Konfi-Cup in diesem Jahr: Erstens musste die Gemeinde eine Pfarrerin haben, zweitens musste der Gruppenname mit einem „B“ beginnen. Denn: Beim Hockey siegte das Team Birkelbach 2 von Simone Conrad, im Fußball die Mannschaft Berghausen von Berit Nolting. Aber in Wirklichkeit ging es natürlich um mehr: um Technik, Taktik, Ausdauer, Fitness, Spaß, Spannung und außerdem auch noch um Glück. Denn die Finalspiele wurden beide nicht in der regulären Spielzeit entschieden. Die Hockey-Mannschaften mussten ins Penalty-Schießen, die Kicker ins Sieben-Meter-Schießen.

Insgesamt 16 Mannschaften traten in der Erndtebrücker Dreifachturnhalle an. Aus der Kirchenkreis-Region III waren mit Birkelbach, Erndtebrück, Raumland und Wingeshausen alle vier Gemeinden vor Ort, aus der Kirchenkreis-Region II mit Banfe, Feudingen und Fischelbach immerhin drei der vier Gemeinden. Die Berleburger und die Hochsauerländer Region fehlten diesmal leider komplett.

  • Auch Pfarrerinnen und Pfarrer mit einem FC-Köln-Fan-Status dürften beim Wittgensteiner Konfi-Cup ihren Fußball-Sachverstand unter Beweis stellen.
  • Wenn man Kräfte bündelt, dann ist man stärker. Das merkten auch die Banfer und Fischelbacher. Die beiden Kirchengemeinden schickten zwei gemeinsame Mannschaften und holten - als einzige - auch gleich zwei Pokale, einen im Fußball und einen im Hockey.

Mit einem Team von sechs jugendlichen Ehrenamtlichen sorgte Thomas Lindner für gute Musik und geschmeidige Abläufe bei dem Turnier, in dem vier Vierer-Gruppen in zwei Sportarten ihre Sieger für die nächste Runde suchten. Für das Hockey-Turnier hatte Thomas Lindner aus seinem alten CVJM in Wiehl Oliver Adolphs eingeladen, der sich beim Westbund dafür engagiert, dass das Spiel mit Schläger und dem gut Sieben-Zentimeter-Durchmesser-Bällchen populärer wird. Beim Konfi-Cup diesmal funktionierte es wieder, weil es im Fußball immer sehr starke Unterschiede zwischen den Möglichkeiten von trainierten Vereins-Kickern und eher ungeübten Spielern gibt. Beim Hockey weist das Niveau der Jugendlichen viel kleinere Ausschläge nach oben und unten aus.

 

  • Im Hockey hatten beim Wittgensteiner Konfi-Cup in Erndtebrück Birkelbach 2 den Schläger vorn. Sie siegten gegen die Feudinger Konfirmanden im Endspiel allerdings erst beim Penalty-Schießen.
  • Die Berghäuser Mannschaft siegte jetzt beim Wittgensteiner Konfi-Cup im Fußball. Die Raumländer Kirchengemeinde vertritt nun Wittgenstein beim Wettbewerb auf Landeskirchen-Ebene.

Vielleicht waren es auch deshalb acht unterschiedliche Teams, die sich für die zwei Runden der letzten Vier qualifizierten.

Im Hockey stellte sich die Schlusstabelle folgendermaßen dar: Birkelbach 2, Feudingen 1, Banfe-Fischelbach 2, Raumland vor Wingeshausen 2, Feudingen 3, Birkelbach 1, Feudingen 4, Wingeshausen 1, Berghausen, Birkelbach 3, Banfe-Fischelbach 1, Feudingen 2, Erndtebrück 3, Erndtebrück 1 und Erndtebrück 2.

Im Fußball sah es am Ende so aus: Berghausen, Banfe-Fischelbach 1, Wingeshausen 1, Feudingen 4 vor Feudingen 3, Birkelbach 2, Birkelbach 1, Feudingen 2, Feudingen 1, Erndtebrück 3, Banfe-Fischelbach 2, Birkelbach 3, Erndtebrück 1, Raumland, Wingeshausen 2 und Erndtebrück 2.

Pokale gab es für die drei Erstplatzierten, die Trophäen wurden erneut von der Sparkasse Wittgenstein gesponsert. Berghäuser, Birkelbacher, Feudinger und Wingeshäuser bekamen je einen, die Spielgemeinschaft der Banfer und Fischelbacher sogar zwei Pokale, so dass jetzt in jedes Gemeindehaus einer gestellt werden kann.

  • Im Fußball wurde beim Wittgensteiner Konfi-Cup Banfe-Fischelbach 1 Zweiter...
  • ... und Wingeshausen 1 Dritter.

Doch wichtiger als Platzierungen und Pokale war der Spaß, den die Jugendlichen an diesem Abend gemeinsam mit ihren Pfarrern hatten. Insgesamt waren es wohl rund 200 Menschen in der Halle. Zur guten Stimmung trug bei, dass die Konfirmanden aus der Kirchenkreis-Region III sich gerade mal eine Woche vorher beim Konfi-Camp besser kennengelernt hatten. Das war es klar, wer angefeuert wurde, wenn es gegen die Banfetaler oder Oberlahntaler ging. Und so landeten die Birkelbacher und Berghäuser vorn. Die Kirchengemeinde Raumland wird als Siegerin im Fußball wie vor zwei Jahren Wittgenstein beim Konfi-Cup auf der Ebene der Evangelischen Kirche von Westfalen vertreten. Am Samstag, 5. März, spielt ihre Mannschaft für den gesamten Kirchenkreis in Kamen.

Impressionen vom Wittgensteiner Konfi-Cup 2016

  • Alle beteiligten Mannschaften mit Trainern, Pfarrern und Fans: Banfe-Fischelbach 1, gemeinsame Mannschaft der beiden Banfetaler Gemeinden,
  • Banfe-Fischelbach 2, gemeinsame Mannschaft der beiden Banfetaler Gemeinden,
  • Birkelbach 1,
  • Birkelbach 2,
  • Birkelbach 3,
  • Erndtebrück 1,
  • Erndtebrück 2,
  • Erndtebrück 3,
  • Feudingen 1,
  • Feudingen 2,
  • Feudingen 3,
  • Feudingen 4,
  • Berghausen für die Kirchengemeinde Raumland,
  • Raumland,
  • Wingeshausen 1
  • und Wingeshausen 2.

Beim Konfi-Cup in Kamen

Drei Wochen nach ihrem Sieg beim heimischen Konfi-Cup fuhren die kickenden Konfirmanden aus der Raumländer Kirchengemeinde nach Kamen, um die Farben Wittgensteins beim Konfi-Cup auf Ebene der Evangelischen Kirche von Westfalen zu vertreten.

„Fußball ist kein Synchronschwimmen“ - nachdem das dank eines mitreisenden Vaters geklärt war, spielte die Mannschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Raumland beim neunten Konfi-Cup der Evangelischen von Westfalen sehr gut und holte in einem Teilnehmerfeld von elf Mannschaften den dritten Platz für den Wittgensteiner Kirchenkreis. Insgesamt 127 Jugendliche kickten in Kamen, für die Raumländer Kirchengemeinde spielten Leonie Afflerbach, Tim Duchhardt, Nele Förster, Daniel Kroh, Tim Keller, Emma Limper, Phillip Pape, Kilian Radenbach, Mik Römer, Jan Rosemann, Anna Schöneborn und Marek Wilke. Dabei ist Tim Keller zwar kein Raumländer Konfirmand, doch seine Kirchengemeinde war beim Wittgensteiner Konfi-Cup nicht vertreten. Und so spielte der Arfelder in der Raumländer Mannschaft mit. Aber egal, ob aus Raumland, Berghausen, Weidenhausen oder Arfeld, zu erkennen waren die Wittgensteiner Spieler gut, schließlich trugen sie alle neue orangefarbene Trikot-T-Shirts, gesponsert vom Förderverein „freunde der kirche berghausen“. Trainer war schon wie beim Wittgensteiner Konfi-Cup Jörn Wilke aus Weidenhausen.

In der Vorrunde gewannen die Wittgensteiner gegen die Mannschaften aus den Kirchenkreisen Unna und Paderborn, sehr zum Vergnügen von Berit Nolting, die wie ein knappes Dutzend Eltern und Geschwister mit ihren Konfirmanden nach Kamen gefahren war. Und während die Berghäuser Pfarrerin dem Fußball eigentlich eher zurückhaltend gelassen begegnet, war sie diesmal wohl mit Ehrgeiz dabei. Jedenfalls wenn man sie schwärmen hört von den Toren etwa von Kilian Radenbach oder über das Paderborner Spiel: „Gewonnen durch ein sensationelles Tor von Leonie Afflerbach“, so Berit Nolting. Bei den Jungens war sie ohnehin sicher, dass die gut spielen würden, aber ihre Konfirmandinnen haben die Pfarrerin schon beeindruckt: „Die Mädchen sind alle keine Fußballerinnen, sondern eher in der Leichtathletik aktiv oder beim Tanzen, aber sie waren bissig, haben sich gut den anderen Spielern in den Weg gestellt und sich vielen Bällen entgegengeworfen.“

Und nicht nur die Spielerinnen und Spieler bekamen ein gutes Zeugnis von Berit Nolting, die Pfarrerin war überzeugt: „Wir waren die beste Begleittruppe, haben den meisten Krach gemacht.“ Obwohl Mik Römer beim Siebenmeterschießen im Halbfinale gegen die späteren Turnier-Sieger aus Sprockhövel zweimal hielt, musste sich die Raumländer Mannschaft in diesem Spiel geschlagen geben. Beim anschließenden Spiel um Platz drei war Berit Nolting offenkundig schwer nervös, aber voll bei der Sache: „Wieder Siebenmeterschießen, Mik drei gehalten, vier Elfmeter verwandelt, 5:4, aber ich weiß nicht genau, ich habe nicht hingeguckt.“ Alle Halbfinal- und Finalspiele wurden im Siebenmeterschießen entschieden. Das zeigt, wie ähnlich stark die vier Erstplatzierten allesamt waren, aber auch, wie knapp die Wittgensteiner letztendlich an einer Teilnahem auf Ebene der Evangelischen Kirche von Deutschland vorbeigeschrammt sind. Da spielt nun im Mai direkt vorm DFB-Pokal-Endspiel der Frauen in Köln Sprockhövel für die Evangelische Kirche von Westfalen.

Die allermeisten Fotos hat Katja Wilke gemacht, ein paar auch Berit Nolting.