Konfi-Cup 2013

Eine beeindruckende Teilnehmerzahl hatte der Wittgensteiner Konfi-Cup 2013 zu bieten.

Einen neuen Teilnehmer-Rekord verzeichnete jetzt der Konfi-Cup des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein. 22 Mannschaften waren am Start, von den 16 Gemeinden des Kirchenkreises hatten immerhin neun - und damit über die Hälfte - Katechumenen und Konfirmanden geschickt. Zum einen ging es um einen spannenden und fröhlichen Abend mit einem Fußball- und einem Hockey-Wettbewerb, zum anderen um die Wittgensteiner Fahrkarte nach Kamen.

Kurz vor Mitternacht stand fest, dass Feudingen IV den Kirchenkreis auf EKvW-Ebene vertreten wird. Dass es eine Mannschaft aus dem Oberen Lahntal sein würde, war schon vorher klar. Denn sowohl in der Erndtebrücker Dreifachturnhalle als auch in der Turnhalle auf dem Berleburger Stöppel hatten sich in zwei getrennt ausgetragenen Vorrunden die Oberlahntaler Konfirmanden durchgesetzt: In Bad Berleburg waren es die Oberndorfer, in Erndtebrück die Feudinger.

Am Ende wollten viele Zuschauer wissen, welche Mannschaft aus dem Oberen Lahntal die Wittgensteiner Farben im Fußball beim Konfi-Cup auf Landeskirchen-Ebene vertritt.

Die große Teilnehmer-Zahl hatte diese Zweiteilung nötig gemacht: In Bad Berleburg spielten neun Mannschaften, in Erndtebrück 13. Ganz schön kniffelig waren die Spielpläne und die Logistik gewesen, um die sich wieder Thomas Lindner als Pädagogische Fachkraft im Kompetenzzentrum für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit des Kirchenkreises gekümmert hatte. Nach dem gemeinsamen Auftakt mit einem geistlichen Impuls in Erndtebrück sorgte ein Bus-Shuttle-Service dafür, dass die ausgelagerten Mannschaften mit Trainern und Fans auf den Stöppel kamen. Der gemeinsame Abschluss fand dann mit den beiden Endspielen in Hockey und Fußball wieder in der Edergemeinde statt. Im Fußball siegten die Feudinger Konfirmanden gegen die Oberndorfer Konfirmanden. Im Hockey belegte Wingeshausen I den ersten Platz, Zweiter wurde Bad Laasphe I. Insgesamt über 200 Teilnehmer und Besucher verzeichnete die Veranstaltung, besonders unterhaltsam war es, die beteiligten Pfarrerinnen und Pfarrer in ungewohnter Rolle am Spielfeldrand zu sehen. Manch einen als Trainer, andere als euphorische Unterstützer. In jedem Fall aber mit einem lauten Organ.

Pfarrerin Berit Nolting, die im Wittgensteiner Kirchenkreis die Beauftragte für die Konfirmandenarbeit ist, freute sich zum einen über das große Interesse an der Veranstaltung, zum anderen über die Väter, die in mancher Mannschaft sehr engagiert mitarbeiteten. Dafür sei sie als Pfarrerin, die nicht so viel Ahnung von Fußball habe, auf jeden Fall sehr dankbar. Der Laaspher Pfarrer Dieter Kuhli lobte indes ausdrücklich seinen örtlichen Kollegen Steffen Post, der offenbar eigens noch ein Geheim-Training vor dem Konfi-Cup anberaumt hatte. Dass es bei einem Wettbewerb um Leistung geht, ist klar. Aber auch noch um andere Dinge. Erndtebrücks Pfarrer Stefan Turk freute sich deshalb darüber, dass sich seine Katechumenen und Konfirmanden ganz bewusst für gemischte Mannschaften ausgesprochen hatten: in allen drei Mannschaften spielten Mädchen und Jungen gemeinsam, wie übrigens auch in den beiden Fußball-Mannschaften des Finales.

Das ist Team-Geist im Oberlahntaler Fußball: Links stehen die Oberndorfer Zweitplazierten mit dem Feudinger Pfarrer Oliver, rechts stehen die Feudinger Sieger mit dem Oberndorfer Pfarrer Oliver Lehnsdorf.

Am Ende sahen die Siegerlisten folgendermaßen aus: Im Fußball: Feudingen IV wurde Erster, Feudingen I Zweiter, Gleidorf II und Berghausen/Weidenhausen Dritter, fünfte Plätze belegten: Bad Laasphe I, Birkelbach II, Lukas I und Raumland. Außerdem spielten mit: Bad Berleburg, Bad Laasphe II, Birkelbach I, Erndtebrück I, II und III, Feudingen II und III, Gleidorf I, Lukas II und III, Wingeshausen I, II und III. Im Hockey: Wingeshausen I wurde Erster, Bad Laasphe I Zweiter, Lukas II und Bad Laasphe II Dritter, fünfte Plätze belegten: Berghausen/Weidenhausen, Erndtebrück I, Feudingen I und Lukas III. Außerdem spielten mit: Bad Berleburg; Birkelbach I und II, Erndtebrück II und III, Feudingen II, III und IV, Gleidorf I und II, Lukas I, Raumland, Wingeshausen II und III.

Ein Pokal für die Hockey-Sieger, die Mannschaft Wingeshausen I.

Im Hockey war also die zweite beteiligte Kirchengemeinde aus der Süd-Region des Kirchenkreises besonders erfolgreich. Damit gaben die Laaspher einen sehr guten Einstand bei ihrer Konfi-Cup-Premiere. Die Feudinger Bilanz fiel beim Hockey allerdings etwas bescheidener aus, dabei war es der Feudinger CVJM, der das Kompetenzzentrum bei der Ausrichtung des Hockey-Wettbewerbs unterstützte. Bernd Wessel vom Kompetenzzentrum hatte die Gesamtleitung am Veranstaltungsort auf dem Stöppel inne, den Würstchen- und Getränke-Verkauf hatten an beiden Standorten Jugendliche für den neuen Kirchenkreis-Förderverein „Perspektive Zukunft“ übernommen.

Morgens wussten Spieler, Schlachtenbummler und die beiden Trainer-Pfarrer Oliver Günther und Oliver Lehnsdorf noch nicht, wie erfolgreich sich die Konfirmanden der Feudinger Kirchengemeinde schlagen würden. Am Ende wurden sie Vierter im Konfi-Cup bei 17 teilnehmenden Teams aus ganz Westfalen.

Zum Konfi-Cup auf Westfälischer Ebene reisten rund zwei Monate später aus 17 Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche von Westfalen nach Kamen. Und während die Wittgensteiner in den vergangenen Jahren - nach einem grandiosen Vize-Titel der Raumländer in 2008 - eher Mittelfeld-Plätze errungen hatten, standen die Oberlahntaler diesmal ganz knapp vorm Final-Einzug. Am Ende holten sie den vierten Platz. Sowohl im Halbfinale als auch beim Spiel um Platz drei unterlagen sie ihren Gegnern im Sieben-Meter-Schießen. Gegner, die nicht unbedingt stärker waren als die Feudinger und Oberndorfer Konfirmanden. Diese hatten beim Wittgensteiner Konfi-Cup noch als zwei getrennte Mannschaften den ersten und den zweiten Platz belegt und traten diesmal als gemeinsames Team der Evangelischen Kirchengemeinde Feudingen an. Ein Turnier-Sieg wäre wohl nicht möglich gewesen, zu stark war die Mannschaft der Kirchengemeinde Valdorf aus dem Kirchenkreis Vlotho, die am Ende verdient siegte und deshalb nun die Westfälische Landeskirche nun auf Ebene der Evangelischen Kirche in Deutschland beim EKD-Turnier zu Pfingsten in Köln vertritt.

  • In den ersten beiden Spielen musste Markus Müller fast nie hinter sich greifen, anders als hier beim Aufwärmen.
  • Die Konfirmanden-Kicker der Evangelischen Kirchengemeinde Feudingen waren definitiv mit einem der lautstärksten Unterstützer-Teams angereist. Sowohl beim Aufstöhnen nach einer vergebenen Chance...
  • ... als auch beim Bejubeln eines Tores.

Insgesamt rund zwei Dutzend Oberlahntaler hatten sich morgens um halb Sieben im Reisebus auf den Weg nach Kamen gemacht, darunter die Gemeindepfarrer Oliver Günther und Oliver Lehnsdorf. Beim Auftakt der Veranstaltung erläuterte Pfarrer Thomas Böhme-Lischewski vom Pädagogischen Institut der Landeskirche als verantwortlicher Organisator die Grundgedanken des Turniers, das ganz im Zeichen des laufenden Jahres der Toleranz stehen sollte. Passend dazu bekamen alle Mannschaften von der EKvW verschiedenfarbige Trikots mit dem Logo „gottesfarben“, dem westfälische Motto des Jahres der Toleranz, das die evangelische Kirche 2013 im Rahmen der Reformationsdekade bundesweit ausgerufen hat. Ein hoher Anspruch, dem man bei ehrgeizigen Jugendlichen voller Kraft nur mit Mühe gerecht werden konnte. Auch zwischen den Gruppen aus dem Kirchenkreis Wittgenstein und dem Kirchenkreis Minden schlugen die Emotionen zwischenzeitlich schon beim Warmmachen hoch: Die Kontrahenten, die im Halbfinale aufeinandertrafen, waren sich auf den ersten Blick unsympathisch. Die bundesliga-erfahrenen Sanitäter in der Halle fühlten sich an die Stimmung beim Revier-Derby Dortmund-Schalke erinnert.

  • Gemeinsam überlegten die Oberlahntaler, wie man das bestmögliche Ergebnis für den Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein erzielen könne, ...
  • ... auch in der Mittagspause, als man das Viertelfinale souverän erreicht hatte.
  • Pfarrer und Konfirmanden begegnen sich beim Konfi-Cup einfach mal auf einem ganz anderen Parkett als beim üblichen Pfarrunterricht.

Zu den Wittgensteiner Konfi-Kickern gehörten neben Lea Klein mit einem Kurz-Einsatz auch Louis Benfer, Luke Horchler, Fabian Kufner, David-Micha Lachnitt, Leon Messerschmidt, Markus Müller, Laurence Roth und Damian Weber. Daneben waren weitere Konfirmandinnen und Konfirmanden als Schlachtenbummler dabei. Sie waren eine der lautesten Unterstützergruppen beim Turnier. Der Kirchenkreis hatte darüberhinaus aber auch noch in Thomas Böhme-Lischewski einen Fan. Der war schon auf die Teilnehmerzahl von 17 Kirchenkreisen beim Konfi-Cup 2013 stolz und sagte im Hinblick auf die 22 Mannschaften, die in Wittgenstein um den Titel gekämpft hatten: „Wir sind eben nicht Wittgenstein.“

Impressionen vom Wittgensteiner Konfi-Cup 2013

  • Alle beteiligten Mannschaften mit Trainern, Pfarrern und Fans: Bad Berleburg,
  • Bad Laasphe I,
  • Bad Laasphe II,
  • Berghausen/Weidenhausen,
  • Birkelbach I,
  • Birkelbach II,
  • Erndtebrück I,
  • Erndtebrück II,
  • Erndtebrück III,
  • Feudingen I,
  • Feudingen II,
  • Feudingen III,
  • Feudingen IV,
  • Gleidorf I,
  • Gleidorf II,
  • Lukas I,
  • Lukas II,
  • Lukas III,
  • Raumland,
  • Wingeshausen I,
  • Wingeshausen II,
  • und Wingeshausen III.
  • Schon bei der Andacht am Anfang...
  • ... mit Thomas Lindner...
  • ... spielten die Feudinger eine wichtige Rolle.
  • Immer wieder kam es im Turnier zu ganz ungewohnten Gesprächen zwischen Pfarrer...
  • ... oder Presbyter und Konfirmanden.
  • Mit aller Kraft wurde die eigene Mannschaft...
  • ... angefeuert.
  • Ganz besonders spannend war ein Sieben-Meter-Schießen im Fußball-Viertelfinale.
  • Lukas I...
  • ... gegen Gleidorf II. Und auch wenn es anders aussieht,...
  • ... am Ende siegten die Hochsauerländer.
  • Aber es wurde nicht nur Fußball, sondern auch Hockey gespielt.
  • Und zwischendurch mal Unsinn gemacht...
  • ... oder im neuen Freizeiten-Programm des Wittgensteiner CVJM geblättert.
  • Niemand musste verhungern oder verdursten, weder in der Erndtebrücker Dreifachturnhalle...
  • ... noch auf dem Berleburger Stöppel.
  • Und beim Ab- oder Umbauen...
  • ... packten alle,...
  • ... wirklich alle...
  • mit an. Kein Wunder, dass es am Ende ein schöner Abend gewesen war.