Leitung und Organisation


Im Februar 2012 fragte ein Gast auf der Internetseite „evangelisch.de“ nach, wie das eigentlich in der evangelischen Kirche mit den Leitungsstrukturen sei. Sein Ausgangspunkt: Der Pfarrer seiner Gemeinde wollte diese verlassen, deshalb wollten nun die Presbyter*innen der Gemeinde einige mögliche Nachfolger ins Auge fassen und begutachten. Grund genug für den Gast zu überlegen, ob es in der evangelischen Kirche üblich sei, dass Untergebene ihren Vorgesetzten einstellen: Müsse es nicht vielmehr so sein, dass das ein übergeordneter Bischof mache?

Der Besucher bekam auf der Homepage eine klare Antwort. Weil die evangelischen Kirchen nicht von oben nach unten, sondern von unten nach oben denken, bestimmten die Menschen einer Gemeinde ein Presbyterium für sich, das dann die/den Pfarrer*in wähle: Das Presbyterium sei also alles andere als der Untergebene der Pfarrer*innen. Auch wenn es in manchen Landeskirchen die Möglichkeiten gebe, dass aus ihrer Leitung Vorschläge für die Besetzung eine Pfarrstelle gemacht werden könnten, so habe doch die Gemeinde das letzte Wort.

Und genau dieses Verständnis spiegelt sich auch in der Leitung des Evangelischen Kirchenkreises Wittgestein wider. Diese obliegt der Kreissynode, bestehend aus den Abgeordneten der Kirchengemeinden und den Pfarrer*innen der Gemeinden, der/die Superintenden*tin, zuvor gewählt von der Kreissynode, und berufenen Mitglieder. Der Kreissynodalvorstand (KSV) beruft diese Mitglieder, wobei auch der KSV als Leitungsgremium des Kirchenkreises von der Kreissynode zuvor gewählt worden ist.

Ganz wichtig: Im KSV gibt es mehr nicht-theologische als theologische Mitglieder mit Stimmberechtigung, einfacher gesagt: Die Pfarrer*innen sind bei Abstimmungen in der Minderheit. Auch im KSV geht es also nicht ohne die nicht-theologischen Laien aus den Gemeinden.

Im Einzelnen gibt es im Bereich „Leitung und Organisation“ folgende Unterseiten: