Kurzer Blick in die Geschichte


Feudingen ist die Urpfarrei im Oberen Lahntal. Bevor in den Nachbarorten selbständige Gemeinden entstanden, gehörten sogar die Erndtebrücker und die Banfer noch zu dem Kirchspiel.

1218 ist der Namen Feudingens erstmals urkundlich belegt, der Bau der Feudinger Kirche wird auf Mitte des 13. Jahrhunderts taxiert. Die ursprünglich dem Heiligen Martin von Tours gewidmete Kirche ist eine spätromanische, dreischiffige Wittgensteiner Hallenkirche, in der Gestaltung der Netpher Martinskirche ganz ähnlich. Die am weitesten zurückreichenden Kirchenbücher in ganz Westfalen stammen aus Feudingen, sie gehen zurück auf Sterbregister aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. 1646 überfiel gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges ein marodierender Trupp unter schwedischem Kommando während des sonntäglichen Gottesdienstes das Dorf. Während die Menschen in der Kirche festgehalten wurden, plünderten die Räuber den Ort und stahlen das Vieh. Knapp 100 Jahre später, genau gesagt 1741, brannte in einem Gewittersturm das Dorf innerhalb von zwei Stunden nieder. Lediglich die aus Stein gebaute Kirche überstand das Feuer und bot den Menschen im Ort Zuflucht und Asyl.

1928 wurden im Chorraum der Kirche vorreformatorische Malereien freigelegt. Noch viel mehr kann man über die Feudinger Geschichte in dem von Johannes Burkardt, Andreas Kroh und Ulf Lückel herausgegebenen Buch „Die Kirchen des Kirchenkreises Wittgenstein in Wort und Bild“ finden, den Text über Feudingen hat Eberhard Bauer geschrieben.

Der Grundstein für das Oberndorfer Gotteshaus wurde am 15. Juli 1955 gelegt, am 1. Juli 1956 wurde die Kirche der Gemeinde übergeben. Die Volkholzer Kirche wurde 1966/7 erbaut, ihr Turm hatte bereits eine längere Geschichte: Er war ein ausgedientes Transformatoren-Häuschen, auf das die Turmhaube aufgebaut wurde. Am 15. Oktober 1967 fand die Einweihung der Kirche statt.

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